WM 2010

Nigeria in WM-Wettskandal verwickelt?

Aktualisiert am 11.07.2010

Nigerianische Nationalspieler haben laut einem Bericht der BBC offenbar bei der Uefa gemeldet, dass ihr Team an der WM anfällig für Wettbetrug sei.

Die vergebene Chance: Yakubu schiebt den Ball gegen Südkorea aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbei.

Die vergebene Chance: Yakubu schiebt den Ball gegen Südkorea aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbei.
Bild: Keystone

Nigeria war eine der Enttäuschungen dieser WM. In der Gruppe mit Argentinien, Griechenland und Südkorea holten die Afrikaner nur einen Punkt im letzten Gruppenspiel gegen die Asiaten. Gemäss einem Bericht der BBC wurde die Fifa schon vor der WM gewarnt, dass Nigeria anfällig auf Wettmanipulation sei.

Einige nigerianische Spieler sollen sich bei einem Uefa-Ermittler gemeldet haben. Dieser habe am Tag des ersten WM-Spiels von Nigeria das neue Frühwarnsystem der Fifa alarmiert. Gegenüber der BBC dementierte die Fifa nicht, dass sie eine Warnung erhalten habe, erklärte aber, dass sie «keine Anzeichen» von geschobenen Spielen habe.

Verdächtig erscheinen laut mehreren Medienberichten die Spiele Nigerias gegen Griechenland und gegen Südkorea. Gegen die Griechen gingen «Super Eagles» in Führung, spielten dann aber nach rund einer halben Stunde mit einem Mann weniger, weil sich Sani Kaita einen unnötigen Platzverweis einhandelte. Griechenland gewann 2:1. Im letzten Spiel vergab Evertons Yakubu auf unglaubliche Weise eine Torchance. Das 2:2 reichte den Südkoreanern für die Achtelfinal-Qualifikation, Nigeria schied aus. (son)

Erstellt: 11.07.2010, 13:08 Uhr