WM 2010

WM 2002: Schwarzer Tag für Kahn

Aktualisiert am 11.07.2010

Brasilien schnappt sich mit einem 2:0-Sieg den fünften WM-Stern. Und Deutschlands Torhüter Oliver Kahn, der das Team mit seinen Paraden ins Finale gebracht hatte, beging seinen grossen Patzer.


Kahns Zauberparaden

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Die Südamerikaner holten sich vor acht Jahren verdient den WM-Titel. Massgeblich am Erfolg beteiligt war Tormaschine Ronaldo. Deutschland wurstelte sich am Turnier in Südkorea ins Finale – kein Vergleich zum schönen Fussball an der aktuellen WM. Das damals von Rudi Völler gecoachte Team gewann alle K.O.-Spiele mit 1:0. Und mit Paraguay, USA und Südkorea warteten auch nicht gerade die schwersten Brocken auf die DFB-Elf. Am Finaleinzug war vor allem ein deutscher Spieler beteiligt: Oliver Kahn. Der Torhüter war in der Form seines Lebens, fing mit seinen «Zauberparaden» (O-Ton eines Radiokommentators) ein ums andere Mal eigentlich unhaltbare Bälle.

Doch ausgerechnet im Finale gegen Brasilien leistete sich Kahn einen Schnitzer. Er konnte nach einem Schuss den Ball nicht festhalten und Ronaldo staubte ab. Nach Spielende hockte der Goalie geknickt an den Torpfosten.

Kleiner Trost: Oliver Kahn wurde als erster Torhüter zum besten Spieler einer WM gekürt. Und es war nicht das erste Mal, dass ein deutscher Goalie in einem WM-Finale einen schwarzen Tag hatte: Toni Schumacher irrte 1986 durch die Luft, Argentiniens Brown köpfelte zur 1:0-Führung ein. (ah)

Erstellt: 11.07.2010, 17:42 Uhr