«Parkplatzmörder» Bashkim Berisha ausgeschafft

Der als «Parkplatzmörder» landesweit bekannt gewordene Bashkim Berisha ist gemäss TA-Recherchen vor wenigen Tagen in den Kosovo ausgeschafft worden.

Jetzt ist er weg: Der Angeklagte Bashkim Berisha.

Jetzt ist er weg: Der Angeklagte Bashkim Berisha. Bild: Keystone

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Der 34-jährige Berisha hat zwei Drittel seiner 14-jährigen Freiheitsstrafe abgesessen. Damit dürfte er in seinem Heimatland in die Freiheit entlassen worden sein. Das Zürcher Amt für Justizvollzug wollte sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht zum Fall äussern. Berishas Rechtsvertreter war nicht erreichbar.

Ex-Thaibox-Weltmeister Berisha, über den auch ein Film gedreht wurde, hatte am 11. Februar 2005 nach einem Streit um einen Parkplatz in Dübendorf einen jungen Familienvater aus Mazedonien erschossen. Nach der Tat floh Berisha in sein Heimatland. Er wurde acht Monate später bei einer Verkehrskontrolle in Westkosovo verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert.

Der Jüngste der insgesamt fünf Söhne eines Gastarbeiters aus Kosovo ist nicht das einzige Familienmitglied, das mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist: Insgesamt sind vier der fünf Brüder des in Winterthur wohnhaften Berisha-Clans straffällig geworden. Vor einem Monat wurde Hasan Berisha vom Bezirksgericht Winterthur wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, Drogendelikten und Hehlerei zu achteinhalb Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berishas Anwalt hat Berufung angekündigt. Auch Hasan dürfte nach dem Absitzen seiner Strafe ausgeschafft werden.

Bereits früher ausgeschafft wurden Bashkims Zwillingsbruder Binak (dreieinhalb Jahre Freiheitsstrafe wegen Drogendelikten und Raubs) sowie Bujar (knapp acht Jahre Freiheitsstrafe wegen Drogenschmuggels im grossen Stil). Jeton, der Fünfte der Brüder, wohnte schon früher nicht in der Schweiz, sondern in Kosovo. Er soll Bujar bei der Planung und Vermittlung des Drogenhandels geholfen haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 02.03.2015, 18:20 Uhr)

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