Zürich

Notizen zu Namen: Sexualunterricht und Musik

Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 17.08.2010

Hildegard Schwaninger über: +++ Das Lucerne Festival +++ Didier Burkhalter +++ Moritz Leuenberger +++ Nike Wagner +++ Roberto Blanco und Bianca Sissing +++ Jecklins neue Nachbarn +++

1/9 Der Bildungs- und Kulturminister, Bundesrat Didier Burkhalter (FDP), sprach die Begrüssungsworte über «Treue, Liebe, Hoffnung»...

   

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Die Oper «Capriccio» von Richard Strauss dreht sich um die Frage, was wichtiger ist in der Kunst, das Wort oder die Musik. Bei der Eröffnung des Lucerne Festivals war es eindeutig. Das Wort, dem die erste Stunde im KKL gehörte, war mehr Pflichtübung. Der Bildungs- und Kulturminister, Bundesrat Didier Burkhalter (FDP), sprach die Begrüssungsworte über «Treue, Liebe, Hoffnung», sein Noch-Amtskollege Moritz Leuenberger , der fürs Reden geboren scheint, sass im Publikum. (Was Leuenberger sich gedacht haben mag, als er den grotesken schwarzen Lederhut aufsetzte, den er auch im KKL-Foyer aufbehielt, als er nicht mehr als Regenschutz durchgehen konnte, bleibt sein Geheimnis).

Das Charisma einer Märchenerzählerin

Dann kam Nike Wagner (Bild), Urenkelin des «Tristan und Isolde»-Komponisten, an die Reihe, sprach zum Thema Eros. Gene vererben sich nicht unbedingt. Richard Wagner soll lustig und witzig gewesen sein, war rebellisch und genial. Nike Wagner hat mehr das Charisma einer Märchenerzählerin. Der halbstündige Vortrag schien lang wie manchen eine Wagner-Oper. Als endlich Claudio Abbado ans Dirigentenpult trat, flüsterte ein Herr im Smoking seiner Dame zu: «Nach dem Sexualunterricht endlich Musik!»

Beim Auftakt zum prestigeträchtigen Festival, das Luzern sechs Wochen lang zum Mittelpunkt der Musikwelt macht, durfte Intendant Michael Haefliger (selbst ausgebildeter Violinist), neben sich Gefährtin Beatrice Huser , ein treues Luzerner Stammpublikum sowie einen guten Querschnitt durch Kultur-, Geistes- und Wirtschaftselite begrüssen.

Ein hochkarätiges Publikum

Darunter: Angela Rosengart von der Stiftung Rosengart (die in den Siebzigern stehende Kunstsammlerin war vermutlich die einzige Frau im Publikum, die fünfmal von Picasso gemalt wurde), der Regisseur, Komiker und Oscarpreisträger Roberto Benigni mit seiner Frau, Schauspielerin Nicoletta Braschi («La vita è bella»), Schauspieler Bruno Ganz , Bankier Raymond J. Bär mit Ehefrau Gabriele , Ex-Botschafter und Firmenberater Thomas Borer (allein); der verwitwete Zürcher Kunsthändler und VanGogh-Spezialist Walter Feilchenfeldt war mit Klaus Jacobs , stellvertretender Vorsitzender der Carnegie Hall New York, da.

Man sah Stéphane Lissner, Intendant der Mailänder Scala, Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant Festspielhaus Baden-Baden, UBS-Chef Oswald Grübel mit Renate Häusler , CS-Ehrenpräsident Rainer E. Gut mit Josephine , Hoffmann-La-Roche-Chef Severin Schwan mit Ingeborg , den Grand Old Man der Schweizer Privatbankiers Hans Vontobel mit Gefährtin Maya Vogelsanger.

Ein paar optische Farbtupfer gab es auch: Sänger Roberto Blanco (lebt in München) mit seiner jungen blonden kubanischen Freundin, Ex-Miss Bianca Sissing (in einem sehr schönen, bestickten langen Kleid) kam mit Pirmin Lötscher , den sie zwei Tage später in der Luzerner Hofkirche heiratete.

Die lieben Nachbarn

Neue Nachbarn für Unternehmer Hans R. Jecklin (Ex-Swiss-Casinos, heute Tower Investments) und seine Frau Christiane . Die Opernstars Cecilia Bartoli und Oliver Widmer haben in Feldbach das Haus nebenan bezogen. Sie haben das Haus direkt am Zürichsee von Unternehmer und Kunstsammler Thomas Bechtler gekauft, der mit seiner Familie nach Küsnacht zog. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.08.2010, 14:36 Uhr

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