Notizen zu Namen: Smalltalk über Hirschmann
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 15.04.2010
Links
Notizen zu Namen
Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. Herausgeber ist Eugen Baumgartner.
Willy Spillers Mondphasen
Nach der Ausstrahlung des TV-Films «Mondlicht», in dem dokumentiert wird, wie Willy Spiller fünfzehn Jahre lang den Vollmond fotografiert, bekam der Fotograf ein Telefon von Paul Tanner, Chef der Graphischen Sammlung ETH. Diese, die renommierteste in Europa, will Spillers Mondbilder ausstellen. In der Ausstellung «Der Natur» (sic! Dativ, bedeutet der Natur gewidmet) ab Juni.
Für den Fotoreporter Willy Spiller war die Krise der Printmedien, wo die Honorare schrumpften und die Aufträge dito, die Chance. «Die Krise hat mich gezwungen, vollkommen auf eigene Projekte zu setzen.» Spiller ging das Wagnis ein, steht besser da denn je. Bei der Bank ABN AMRO Private Banking ist er als fester Fotograf engagiert (wie Annie Leibowitz bei Louis Vuitton und Michel Comte bei Navyboot). Diese Woche fotografiert er den chinesischen Regisseur Yang Zhan. Im Chinagarten. Das Kunsthaus Zürich kaufte Spillers Porträts der Künstler David Weiss, Urs Lüthi und Sigmar Polke (Glasfenster im Grossmünster).
Borers Begleitung
Kopfschüttelnd nimmt man zur Kenntnis, dass Carli Hirschmann wieder in eine Schlägerei verwickelt war. (Das Thema wird hier aufgegriffen, weil es beim Smalltalk, wo immer man hinkommt, Nummer eins ist). Was kann da los sein? Fehlte ihm etwa das Rampenlicht? Hat er es nicht ertragen, dass er von Jörg Kachelmann (Auch ein Wetterfrosch ist vor Stürmen nicht gefeit!) aus den Schlagzeilen verdrängt wurde? Auch um das einstige Botschafterehepaar Borer-Fielding ist es in der Boulevardpresse zurzeit etwas ruhig. Muss man sich den Namen N. W. merken ? Ist sie die Frau, die Shawne Fielding zur Weissglut bringt? Thomas Borer jedenfalls zeigt sich oft in Begleitung von Nina Winiger, die eine Importfirma für exklusive Brillenfassungen betreibt.
Pereira speaks english
Für Alexander Pereira interessiert sich auch die ganze Stadt. Vor allem, weil er eine junge Freundin hat. Ausnahmsweise war er samstags nicht an der Ballettpremiere. Nur über Lautsprecher präsent, wo er, bei der Bitte ums Handy-Ausschalten, nicht mehr für den Sponsor Orange wirbt, sondern den Besuchern wünscht, dass sie das Haus «beglückt verlassen». Das Zürcher Opernhaus wird immer weltstädtischer. Neuerdings ist die Uebertitelung der Texte auch auf Englisch. Englisch sprach Alexander Pereira auch an der Medienkonferenz für die Junifestwochen, worüber sich die Anwesenden etwas wunderten, denn weit und breit sah man niemanden, der von weiter als von Bern oder dem Aargau kam. Die Salzburger Festspiele, Mekka des Weltmännischen, werfen ihre Schatten voraus. Statt «Feuervogel» ist Pereira nach Brasilien in die Osterferien abgezwitschert. Im Privatjet von Marc Rich. Seine Muse Daniela Weisser kommt aus Manaus, Pereira hat ihr dort ein Haus gekauft (nicht so teuer wie an der Goldküste). Auch Opernhaus-VR-Präsident Josef Estermann, Zürichs ex-Stadtpräsident, reist demnächst nach Brasilien (im Mai nach Rio). Allerdings nicht mit Pocahontas, sondern mit Ehefrau Magi.
Chez Segantini
Metamorphose des Restaurant Seidenspinner zum Ristorante Segantini. Erster Abend: Gianni Segantini, der das Lokal von Seidenkönig Andi Stutz übernommen hat, war nicht da. Das Lokal attraktiv, aber ohne den fulminanten Blumenschmuck, der ein Stutz-Markenzeichen ist. Drei Tische besetzt. An einem Esi Stutz, die Schwester von Andi Stutz, mit Freunden und dem Quasi-Verwandten Luzius Sprüngli (der Bruder von Rudolf Sprüngli, mit dem Esi Schwester Maja verheiratet ist). Am anderen: PR-Beraterin Katrin Kümin mit Ehemann Michael Kümin, Pferdezüchter und Finanzberater. Essen: kleine Speisekarte, sehr gut. Man darf sich freuen auf die warme Jahreszeit, wenn der Garten, Paradies mitten in der Stadt, bewirtschaftet wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.04.2010, 16:13 Uhr




