Zürich

Notizen zu Namen: Zaha Hadid stellt am Paradeplatz aus

Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 14.06.2010

Hildegard Schwaninger über: +++ Andrea und Gigi Kracht +++ Fernando Botero +++ Die Galerie Gmurzynska +++ Urs Wintsch +++

1/8 Rechtzeitig zur Art Basel laden die Hotelbesitzer Andrea und Gigi Kracht zur Vernissage in den Park.

   

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Der Baur-au-Lac-Garten wird Treffpunkt für Kunstenthusiasten – rechtzeitig zur Art Basel laden die Hotelbesitzer Andrea und Gigi Kracht zur Vernissage in den Park. Der Hotelgarten wird zum Skulpturenpark – Gäste, die beim Lunch auf der Terrasse sitzen, können die Skulpturen bewundern, die zwischen den über hundert Jahre alten Bäumen stehen. Und jedermann ist willkommen, sich den Park anzuschauen, ohne einen Rappen zu bezahlen. Ein grosszügiges Geschenk von Andrea Kracht an die Stadt!

Gigi Kracht ist ein Energiebündel. Als die beiden Kinder aus dem Haus waren, wollte sie, die in New York das Hotelfach gelernt hat (Andrea Kracht lernte sie im Plaza Athenée kennen, wo sie arbeitete), ihrem Leben einen neuen Sinn geben. Die Idee mit dem Skulpturenpark kam vor fünf Jahren, als sie mit Fernando Botero auf der Terrasse sass. Der kolumbianische Künstler sagte, mit diesem spektakulären Park müsse sie was machen. Aus dem geplanten 20-Minuten-Gespräch wurden 5 Stunden. Bei der ersten Vernissage stand dann Boteros «Fat Woman» prominent mitten im Park. Dass die Galerie Gmurzynska vor fünf Jahren von Köln nach Zürich zog, erwies sich für Gigi Kracht als Glücksfall. Mathias Rastorfer, Mitinhaber und Direktor von Gmurzynska, einer der wichtigsten Galerien für zeitgenössische Kunst, stand ihr zur Seite.

Gigi Kracht fliegt viel um die Welt und besucht die Künstler, die sie ausstellt, und stellt sie dann den Lesern des Baur-au-Lac-Magazins «Views» vor. Die Vernissage fand – das A und O – bei gutem Wetter statt. Unter den Gästen: Marc Rich mit Gefährtin Dara Sowell, Beat Curti und Regula Curti, Modekaufmann (PKZ) Olivier Burger mit Frau Hilda, Rolando Benedict mit Frau Denise, Besitzer von Manor. Ein Special Guest kam dann noch zum kleinen privaten Dinner: Zaha Hadid. Die Architektin hatte Vernissage bei Gmurzynska. Sie zeigt eine Installation, in die sie ihre Lieblingsbilder der russischen Avantgarde hängt.

Eine böse Überraschung

Wenn Le Chef nicht mehr im «Le Chef» kocht, kann das eine böse Überraschung geben. Das Lokal an der Kanonengasse wurde vor einem halben Jahr eröffnet, Urs Wintsch kochte, die NZZ schrieb begeistert, Fred Tschanz habe «dem Chräis Chäib eine kleine Kronenhalle beschert». Das Cordon bleu war so gut, dass man beschloss, wieder hinzugehen, was letzten Montagmittag auch geschah. Trauriges Erlebnis! Nur zwei Tische besetzt, und über das Essen wollen wir den Mantel des Schweigens breiten. Das Ärgerlichste: im Brotkorb heisse Frischbackbrötli. Urs Wintsch ist nicht mehr da. Die Preise sind sicher ein Grund für die Absenz von Gästen. Über Mittag kann man heute in guten Restaurants relativ günstig essen (in der Bärengasse, Blaue Ente, Savoy Bar kommt man mit 80 Franken zu zweit gut durch), im Le Chef zahlt man gut 50 Prozent mehr. Hat hier Fred Tschanz, der begabte Gastronom, die Zeichen der Zeit nicht erkannt? Heute Abend wird im Carlton Elite das neue «Zürich geht aus» vorgestellt. In dem Gastroführer, der einen sicher durch das Dickicht der Restaurants geleitet (Chefredaktor Wolfram Meister), wird das Le Chef sehr gelobt. Die Tester waren wohl vor den cheflosen Zeiten dort. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.06.2010, 11:18 Uhr

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