Belle Bellevue
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 15.09.2009
Organisierte einen witzigen Abend: Buchautorin Erica Matile.
Konnte nur lachen: Christa de Carouge.
«Clooney vom Seefeld»: Alfredo Häberli.
Auch zu Gast: La Lupa.
Braucht er Haushalttipps? Beat Schlatter war auch dabei.
Fühlt sich als King vom Bellevue: Felix Daetwyler.
Freundin und Wohnung in Zürich: Herbert Grönemeyer.
Noch nie in Zürich parkiert: Ruth Genner.
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Notizen zu Namen
Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. Herausgeber ist Eugen Baumgartner.
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Zur Cocktail-Party in die Haushaltsabteilung im Globus Bellevue, wohin die ehemalige Modedesignerin Erica Matile lud, um ihr Buch mit Haushalts- und Schönheitstipps aus dem Fundus der Grossmütter zu präsentieren («Vom Fleck weg», Salis Verlag), kam eine illustre Schar. Auch ein paar interessante Männer, die sich mit Haushalts-Tipps wohl weniger beschäftigen müssen: Regisseur Samir, Auktionshaus-Besitzer Cyril Koller (Matiles Mann ist sein Cousin), Komiker Beat Schlatter, Designer Alfredo Häberli, den man George Clooney vom Seefeld nennt (mit Ehefrau Steffani Häberli, visuelle Gestalterin). Es war ein witziger Abend, an dem sich die Frauen selbstironisch auf die Schippe nahmen. Apérohäppchen à la fünfziger Jahren wurden serviert (Schinkenröllchen, Gemüse in Aspik und gefüllte Champignons), die Schauspielerin Rebekka Burckhardt spielte eine Cocktail-Mom à la fünfziger Jahre, las Texte, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann priesen. Da konnten die anwesenden Frauen nur lachen: Modeschöpferin Christa de Carouge, Sängerin La Lupa, Lifestyle-Publizistin Regina Décoppet (hat das Vorwort zum Buch geschrieben), die junge Modedesignerin Emilie Georges, Regisseurin Stina Werenfels.
Chez Felix
Ein paar Schritte weiter, auf der Terrasse des Vorderen Sternen, gleich über den Bratwürsten, sass Felix Daetwyler. Die Sängerin La Lupa, mit orangem Hut, gesellte sich zu ihm. Seit er das Café Felix eröffnet hat, fühlt sich Daetwlyer am Bellevue als King. Bei ihm geht alles ein und aus, bei ihm feierten letzten Mittwoch 400 Gäste das 200-jährige Bestehen des Gewerkschaftsbundes. Der Sänger Herbert Grönemeyer sitzt viel hier, weil er in Zürich eine Freundin hat. Die Wohnungen oberhalb des Café Felix kosten 20'000 Franken Monatsmiete und gehören zu den teuersten der Stadt. Die eine bewohnt ein russischer Oligarch, der nie da ist, die andere eine Hoffmann-LaRoche-Erbin und Kunstmäzenin. Und in der dritten lagert Felix Daetwyler seine Champagnerflaschen. Die Zeiten, als hier die Obdachlosen schliefen und Werner Wollenberger dichtete «Mis Dach isch de Himmel vo Züri, und s’Bellevue mis Bett, won ich pfuus» sind weit weg.
Bye Grischa
Grischa Asagaroff, Hausregisseur und Leiter des künstlerischen Betriebsbüros, wird mit Alexander Pereira nach Salzburg gehen, wenn dieser Intendant der Salzburger Festspiele wird. Die Nachricht schlägt im Opernhaus wie eine Bombe ein. Asagaroff ging schon einmal weg von Zürich – mit Claus Helmut Drese nach Wien, als dieser Direktor der Wiener Staatsoper wurde. Asagaroff ist der Mann hinter den Kulissen, der alle Probleme, die in einem Theater unweigerlich auftauchen, mit Zauberhand zu lösen weiss. Der Vollblut-Theatermann ist als Regisseur rund um die Welt gefragt, er inszeniert viel in Tokio. In Zürich hat er sich mit einigen Regiearbeiten eingeprägt (Manon Lescaut, Don Pasquale); seine nächste ist «Madame Butterfly».
Die Zürcher Produktion der Halévy-Oper «La Juive» (Regie: David Pountney) mit Tenor Neil Shicoff wird im Frühling in Tel Aviv gezeigt. Bundesrätin Doris Leuthard hat sich bereits zur Premiere angesagt. Sponsor ist der Unternehmer René Braginsky, der die Produktion auch hier unterstützte.
Spendabler Zirkus
Grosszügig bewirteten Zirkusdirektor Johannes Muntwlyer und seine Familie die Gäste an der Premiere des Circus Monti auf dem Kasernenareal. Büffet vor und nach der Vorstellung, die das Publikum mit Standing Ovations bedankte. Es war die übliche Prominenz da (von Country-Sängerin Suzanne Klee bis Kabarettist Franz Hohler), sowie einige Powerfrauen: Headhunterin Doris Aebi, Pfarrerin Katharina Hoby, und – in der ersten Reihe - das Feindbild Nr.1 aller Autofahrer, Stadträtin Ruth Genner. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.09.2009, 15:31 Uhr



































