Zürich
Schlemmereien im Dolder Grand
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 31.08.2009 3 Kommentare
Kochprominenz: Heinz Witschi kam aus seinem Gourmettempel in Unterengstringen angereist.
Besitzer der Nobelherberge: Urs E. Schwarzenbach.
Sorgte als Gastgeber für die Häppchen: Hotelmanager Thomas Schmid.
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Notizen zu Namen
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Alle glauben zu wissen, was Urs E. Schwarzenbach mit seiner Nobelherberge falsch macht. Es lebe das Vorurteil! Dem wollte Otto Gisiger, der alte Fuchs der Zürcher Gastronomie, abhelfen. Er veranstaltete den Gastro Round Table, den er als Get-together der Schweizer Wirte, Köche und Hoteliers einmal jährlich organisiert, im The Dolder Grand. Otto Gisiger hat früher für Mövenpick gearbeitet, heute vertritt er diverse Restaurantausstattungs-Firmen wie Béard, Sambonet, Villeroy&Boch. Er weiss alles, was landauf landab in der Gastroszene läuft und hört das Gras wachsen. Nur, dass sein Sohn Mark Gisiger, der eine Catering-Firma (Mark Company) hat, bei der Heirat den Namen seiner Frau angenommen hat und sich jetzt Mark Huggler nennt, das erfuhr Otto Gisiger aus dieser Kolumne. (Dabei verstehen sich die beiden Männer gut). Apropos: Mark Huggler und seine Frau, die Modeschöpferin Kazu Huggler bekommen demnächst ihr zweites Kind; Sohn Yurio ist drei.
Alte Prominenz
Zurück zum Dolder Grand, wo ein Teil der Crème des Schweizer Gastgewerbes hineinspazierte. Neugierig, durstig und hungrig. Sogar die 85-jährige Rosa Tschudi war da und der über 90-jährige Felix Real, Gastro-Doyen aus dem Fürstentum Liechtenstein, kam mit Gattin. Horst Petermann hatte sich angemeldet, erschien aber nicht. Dafür Jacky Donatz vom Sonnenberg, Heinz Witschi, der seinen Gourmettempel jetzt in Unterengstringen hat, Kurt Straub, Direktor des Park Hyatt, Gregor Smolinsky von der Sihlhalde in Gattikon, Pablo Alonso von der Gedult in Burgdorf, Henry Würger, Bigboss vom Hallenstadion. Roberto Guldener, früher Modekönig an der Bahnhofstrasse, heute Besitzer des Weinguts Terrabianca in der Toscana, war da. Er ist Zürich nach wie vor verbunden, beliefert viele Restaurants in Zürich und Umgebung. Es waren 245 Gäste da. Sponsoren waren Tomas Prenosil von der Confiserie Sprüngli, Marina Hofmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Bianchi (Fisch-Traiteur), Guido Imholz, Besitzer der Grossbäckerei und Bruder des berühmten Hans Imholz (früher Reisebüro, heute Förderer der schönen Künste und Verbesserer seines Golf-Handicaps).
Zum Freundschaftspreis von 80 Franken pro Person liess Hotelmanager Thomas Schmid vom Feinsten aus Keller und Küche auftragen. Küchenchef Claudio Schmitz, der für Gartenrestaurant und Bankette zuständig ist (im Gourmetlokal «Le Restaurant» kocht Heiko Niederer), begeisterte mit phanstasievollen Amuses Gueules (Höhepunkt: Foie Gras mit Banane und Pumpernickel). Vorspeise war ein Tomatengaspazo mit Hummer, Hauptgang ein Kalbssteak mit Serviettenknödel und Gemüse. Die Leute waren begeistert, manche waren um halb sechs Uhr abends immer noch da. Und, dies bezeugten 99 Prozent der Mails und SMS, die am nächsten Tag bei Otto Gisiger einrauschten: Ihre Vorurteile haben alle revidiert.
Blondiert
Kaum ist die Theatersaison in Zürich zu Ende, ist unser umtriebiger Opern-Intendant Alexander Pereira in der Festspielstadt Salzburg, seiner Wirkungsstätte ab 2012, omnipräsent. Kaum ein Tag, ohne dass er in den Zeitungen steht. Er präsentiert sich in alter Frische und mit neuer Haarfarbe. Er ist jetzt fast so blond wie Lohengrin. Immer zuversichtlich, lässt er sich keine grauen Haare wachsen über die Fragen, die in Salzburg offen sind (Noch-Intendant Jürgen Flimm möchte schon 2010 nach Berlin weiterziehen etc.). Auch seine Art, die Leute runterzuputzen, hat Pereira beibehalten. Schon in seinem ersten Interview, das der den Salzburger Nachrichten gab. Auf die Frage, wie die Kompetenzverteilung bei der Sponsorensuche zwischen ihm und Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler aussehe, meckerte er: «Das ist jetzt aber kleinkariert!» Pereira, wie er leibt und lebt!
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 20.07.2009, 08:48 Uhr
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3 Kommentare
Die Art und Weise wie die Betreiber des Dolder und seiner Restaurants ihre Gäste behandeln, ist das Gegenteil von grosszügig, warmherzig und gastfreundlich. Ich war schon mehrmals aus geschäftlichen Gründen dort. Sie verstehen es einfach nicht, den Gast herzlich willkommen zu heissen und sich echt und wirklich über sein Kommen zu freuen. Damit sind sie in der Schweiz allerdings nicht alleine. Antworten
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Daniel Peter
Urs E. Schwarzenbach hat etwas geschaffen - die meisten von uns werden nie im Leben etwas ähnliches auf die Beine stellen. Entsprechend habe ich grosse Achtung vor Urs E. Schwarzenbach und seiner Machermentalität. Ich war ebenfalls schon mehrmals im Dolder. Ich wurde stets hervorragend behandelt, zuvorkommend bedient. Alles war so wie es sein sollte. Antworten