Zürich

Akrobatischer Ausbrecher

Mit Schnürsenkeln ist ein Albaner in Horgen über die fünf Meter hohe Mauer des Gefängnisses geklettert.

«Gelingen konnte die Flucht nur aufgrund akrobatischer Fähigkeiten», schreibt die Zürcher Justizdirektion in ihrem Communiqué. Die Flucht eines 25-jährigen Albaners am Sonntagmorgen ist insofern brisant, als das Gefängnis Horgen in den Neunzigerjahren als «löchrigster Knast der Schweiz» für Schlagzeilen sorgte. 2006 wurde es für 2,6 Millionen Franken saniert und mit einem modernen Sicherheitsleitsystem ausgestattet.

Der Albaner war zu 90 Tagen Haft wegen rechtwidriger Einreise in die Schweiz verurteilt worden. Seine Strafe hatte er Mitte August angetreten. Gemäss Mitteilung der Justizdirektion ist der Häftling mithilfe von Schnürsenkeln und Gürteln über die Mauer des Spazierhofs geklettert. Die Mauer erscheint auf Bildern des Gefängnisses ziemlich glatt und mindestens fünf Meter hoch. Nähere Informationen erteilt das Amt für Justizvollzug erst heute. Die Gründe, die zur Flucht geführt haben, würden derzeit analysiert.

Das Gefängnis Horgen hat eine Jugendabteilung mit 11 Plätzen sowie 41 Plätzen für Erwachsene. 1995 gab es innert dreier Wochen fünf spektakuläre Ausbrüche. Zwei Gefangene hatten im vierten Stock die Zellendecke durchbrochen, die nur aus Gips und Holz bestand, und sich mit Leintüchern vom Dach abgeseilt. Zwei weitere Häftlinge versteckten sich auf einem Palett zwischen Kühlboxen und liessen sich von einem Lieferwagen in die Freiheit chauffieren. Ein wegen Mordes verurteilter Häftling schliesslich schlug den Bewacher nieder und flüchtete nach Brasilien. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.09.2010, 09:21 Uhr

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9 Kommentare

Ernst Strickler

07.09.2010, 11:41 Uhr
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Er hat ja nicht nur die Einreisesperre, sondern auch die Ausreisesperre unter Nichtbeachtung von strengsten Sicherheitsvorrichtungen, respektlos missachtet!!! Tatbestände en masse. Die überfüllte Gefängniszelle, noch provokativ, „freigemacht“, für unter Heimatschutz stehende Wirtschafts und Bankenkriminelle. Unsere Basler-Bebbis werden das auch wieder erst im Februar thematisieren wollen. Antworten


Rene Kunz

07.09.2010, 01:50 Uhr
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@Štate Brigovi: Drogen Dealer (im Sommer 2007 wegen Drogenhandels verurteilt und des Landes verwiesen) sind für Sie nun Wirtschaftsflüchtlinge? Wo haben Sie das gelernt ? Eine sehr schöne Wirschaft die diese Flüchtlinge in die Schweiz importieren. Antworten


Bruno Petzig

06.09.2010, 22:26 Uhr
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Und da sieht man wieder dass eine Eineisesperre zur Farse wird, ohne dass an den Grenzen kontrolliert wird. Schengen sei dank. Antworten


Peter Druhl

06.09.2010, 21:20 Uhr
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Für das, dass er eigentlich kein Verbechen gemacht hat (illegaler Aufenthalt schadet ja niemandem), kann man doch Verständnis und Sympathie für den Ausgebrochenen empfinden. Antworten


Paul Thürig

06.09.2010, 18:25 Uhr
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Erstaunlich,dass es immer wieder möglich ist besonders aus dem Horgener Gefägnis ausbrechen zu können... Antworten


Kurt Hauser

06.09.2010, 17:19 Uhr
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Hoffentlich hat sich der Aermste nicht noch ein Schleudertrauma zugezogen, sonst erhält er noch eine IV-Rente.... Antworten


babs widmer

06.09.2010, 15:50 Uhr
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rechtswidrige Einreise - illegale Einreise - trifft das nicht auch auf sans papiers zu? hauptsache der albaner ist jetzt fit und kann, sofern man ihn erwischt sofort heimgeschafft werden! Antworten


Štate Brigovi?

06.09.2010, 14:17 Uhr
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3 Monate Gefängnis für einen Wirtschaftsflüchtling? Da soll sich noch jemand wundern wenn dubiose Initiativen eingereicht werden. Antworten


oscar biedermann

06.09.2010, 14:12 Uhr
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wieder einmal zeigt sich der nutzen koerperlicher fitness.nicht nur als vorbeugung gegen kreislaufschaeden u.diabetes,gegen ruecken-und gelenkschaeden,sondern es hilft auch noch aus dem kerker zu fliehen.also jedem potetiellen kriminellen empfehle ich treibe sport,denn wer viel sport treibt hat keine zeit kriminell zu werden! Antworten



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