Zürich
Anti-Minarett-Initiative holte im Unterland viele Stimmen
Unterland - Von allen 44 Unterländer Gemeinden hat Höri die Minarett-Initiative mit einem Ja-Stimmenanteil von 75,2 Prozent am deutlichsten angenommen, gefolgt von Hochfelden, Oberglatt, Weiach, Niederglatt und Hüttikon, die alle mit über 70 Prozent zustimmten. Dagegen hat Regensberg als einzige Unterländer Gemeinde das Bauverbot für Minarette mit 103 zu 97 Stimmen abgelehnt.
Unter den zwölf Bezirken führt Dielsdorf mit einem Ja-Stimmenanteil von 65,8 Prozent die Liste der Minarettgegner an, gefolgt von Hinwil, Andelfingen und Pfäffikon. Der Bezirk Bülach liegt mit 61 Prozent auf Rang fünf.
Wo im Unterland die Minarett-Initiative hoch angenommen wurde, ist umgekehrt das Volksbegehren für ein Waffenausfuhrverbot hoch abgelehnt worden. Am deutlichsten verworfen worden ist diese Initiative aus dem Umfeld der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) in den Gemeinden Weiach und Stadel, mit einem Nein-Stimmenanteil von je 81,6 Prozent, gefolgt von Winkel, Nürensdorf, Hochfelden und Höri.
Keine grossen Unterschiede gab es im Unterland bei der Vorlage über die Verwendung der Mittel aus der Flugtreibstoff-Besteuerung. Danach sollen rund 40 Millionen Franken nicht mehr in den Strassenverkehr, sondern in die Luftfahrt zurückfliessen und dort für die technische Sicherheit, den Schutz vor Terroranschlägen und für den Umweltschutz verwendet werden. Die meisten Unterländer Gemeinden stimmten dieser Vorlage mit einem Ja-Stimmenanteil zwischen 60 und 76 Prozent zu. Krass aus dem Rahmen fällt einzig Weiach, wo die Vorlage nur gerade mit 179 zu 175 Stimmen gutgeheissen worden ist.
Erfreulich ist die hohe Stimmbeteiligung bei diesen drei eidgenössischen Abstimmungsvorlagen. Sie liegt in den beiden Unterländer Bezirken zwischen 51,7 und 53,8 Prozent, wobei die Anti-Minarett-Initiative ganz offensichtlich das Zugpferd war. (rrm)
Erstellt: 30.11.2009, 02:01 Uhr
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