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In blauen Socken durchs neue Heim

Aktualisiert am 25.05.2011

Die Immobilienfirma Privera zeigt jede Woche eine Musterwohnung in der neuen Adliswiler Überbauung Dietlimoos. Das lockt die letzten Interessenten, künftige Mieter und neugierige Einheimische an.

Von Nicole Trossmann

Adliswil – Bereits nach der Autobahnausfahrt Wollishofen weisen Pfeile zur Wohnungsbesichtigung im Dietlimoos. In der 5½-Zimmer-Wohnung grüsst Nicole Hofer jeden Interessenten. Hofer arbeitet für die Firma Privera, die 209 Mietwohnungen im neuen Adliswiler Quartier vermarktet. Mit blauen Plastiküberschuhen ausgerüstet, schlurfen die Interessenten neugierig durch die Musterwohnung. Sie ist komplett eingerichtet, stilvoll darüber hinaus. Im Hintergrund läuft dezente Loungemusik.

Als Erstes fällt die Helligkeit auf. Durch zahlreiche Fenster flutet viel Licht herein. Der Parkett in Gang und Zimmern ist von hellem Braun, die Böden aus schwarzem Stein in Küche und Bad bilden dazu einen schönen Kontrast. Die Wohnung wirkt grossräumig, Highlight indes ist die Loggia, die unverschämt riesig ist. Die Interessenten sind entzückt, und die unmittelbare Nähe zur Autobahn – sie ist kaum zu hören – stört niemanden.

Loggia lockt

Seit Januar führt Privera wöchentlich Wohnungsbesichtigungen durch. «Es kommen nicht nur Interessenten, sondern auch Adliswiler, die einfach mal ‹schnöiggen› wollen», sagt Nicole Hofer. Die Kosten für die 2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen betragen zwischen 1765 und 3850 Franken inklusive Nebenkosten. Die Besichtigungen zahlen sich aus: Von den Mietwohnungen, die Privera im Dietlimoos verwaltet, sind nur noch deren 55 zu haben.

Nicht alle Mieter nutzten jedoch die Besichtigungstermine: «Aus dem Ausland hatten wir einige, welche die Wohnung quasi blind mieteten, also nur von den Bildern im Internet her.»In der Wohnung trifft ein bunt durchmischtes Völkchen aufeinander: Familien mit Kindern, Rentner, chic gewandete Paare und junge Tätowierte. Das Rentnerpaar Orlando und Lilian Huber aus Oberrieden etwa liebäugelt damit, ins Dietlimoos zu ziehen. «Dann müssten wir uns zwar vom geliebten Zürichsee trennen», sagt sie. Er sagt: «Doch dafür leben wir nachher am Sonnenhang.» Sie nickt. «Und diese Loggia ist eben schon sehr verlockend.»Auch Yannick Bürgisser, ein Informatiker aus Stallikon, mag die Wohnung. Ein besonderes Plus findet er die Waschmaschine und den Tumbler im Bad. Auch die Lage sei vorteilhaft. «Man ist schnell am See und dank der Autobahn schnell in Horgen oder Zürich.»

Bus sollte öfter fahren

Manuel Wanger, ein Maler aus Kilchberg, reservierte mit seiner Freundin Anja Hofmeier eine Wohnung, die noch im Bau ist. Die zwei kommen an die Besichtigung, um sich eine Vorstellung vom baldigen Heim machen zu können. Wanger lobt die Lage ebenfalls. Er arbeite in Kilchberg, das sei ja nur einen Katzensprung entfernt. Auch der Mietzins stimme. «Für einen Neubau in dieser Region hat mich der Preis eher noch erstaunt», sagt Wanger. Hofmeier, Hochbauzeichnerin aus Solothurn, zeigt sich ebenfalls angetan. «Bis jetzt fällt mir nichts auf, das mir nicht gefällt.»

Natalie Leuthold, Kauffrau, und Mex Kindlimann, Chauffeur, haben ihre Wohnung schon gemietet. Sie kommen an die Besichtigung, um die Räume auszumessen. Sie haben sich sofort verliebt in die Wohnung. «Einzig der Bus dürfte mehr als zweimal pro Stunde fahren», sagt Leuthold, und ihr Freund bemängelt, dass Mieter für die Wartung von Tumbler und Waschmaschine selbst aufkommen müssen. Dafür lobt Kindlimann die Sicht auf den Uetliberg und die zentrale, aber ruhige Lage.

Die Musterwohnung ist komplett eingerichtet. Foto: Silvia Luckner

Erstellt: 25.05.2011, 19:55 Uhr

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