Stäfa - Durch das Gelände der kantonalen Fischzuchtanlage in Stäfa schlängelt sich ein Kanal aus Granitblöcken - für Seeforellen, wie von Fischereiaufseher Arno Filli zu erfahren ist. Diese werden dort zwar seit je gezüchtet, bisher setzte man sie aber im Frühling als Vorsömmerlinge in den Zürichsee aus. Die Konsequenz: Für die Räuber waren die kleinen Fische buchstäblich ein gefundenes Fressen. Mit der neuen Anlage können die Fischereiaufseher die Forellen nun so gross ziehen, dass sie «den Räubern aus dem Mund wachsen», wie Filli erklärt. Die ersten Jährlinge des neuen Programms wurden kürzlich in den See entlassen: 6000 Fische, die insgesamt 400 Kilogramm schwer waren.
«Es ist wichtig, dass sich der Bestand erholt», erklärt Filli den Aufwand. Die Seeforelle ist auf der roten Liste des Bundes als stark gefährdet eingestuft. Der Grund: Forellen steigen zum Laichen in die Bäche auf. Diese sind jedoch oft stark verbaut. Der Fisch kann die künstlichen Barrieren kaum überwinden. (bel)