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Piccard erhält Sondererlaubnis

Aktualisiert am 18.02.2010

Dübendorf - In diesen Tagen verlässt der Solarflieger des Westschweizer Luftfahrtpioniers Bertrand Piccard seinen Dübendorfer Hangar. Das Flugzeug Solar Impulse mit der Spannweite eines grossen Airbus, dem Gewicht eines Mittelklasseautos und der Leistung eines Motorrollers hebt dazu aber nicht ab. Piccards Crew hat es zerlegt und transportiert es auf der Strasse nach Payerne. Nachdem der Flieger in Dübendorf seine ersten Hüpfer über der Piste machte, soll er nun in Payerne flügge werden - und zwar auch in der Nacht. Der Bundesrat hat ihm dazu die Erlaubnis erteilt, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) gestern mitteilte. Weil Solar Impulse mit Sonnenenergie fliegen wird, wollen Piccard und sein Partner André Borschberg mit den nächtlichen Testflügen den Nachweis erbringen, dass sich ihr Flieger ohne jeden Treibstoff 36 Stunden lang in der Luft halten kann. Die Versuche werden früh am Morgen oder spät am Abend stattfinden und gelegentlich von einem Helikopter begleitet. Dieser wird die nötigen technischen und wissenschaftlichen Kontrollinstrumente mitführen.

Wie das Bazl schreibt, muss Piccards Mannschaft die Regeln der Zivilluftfahrt und die bestehenden Bestimmungen für den Betrieb des Flugplatzes Payerne einhalten. Weil diese aber weder Starts noch Landungen von nichtkommerziellen Flügen zwischen 22 und 6 Uhr zulassen, hat der Bundesrat eigens für das Pionierunternehmen eine Verordnung erlassen. Sie ist drei Jahre gültig und erlaubt es Piccard, zwischen 22 und 6 Uhr jährlich 20 Testflüge durchzuführen. Pia Wertheimer

Erstellt: 18.02.2010, 02:01 Uhr

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