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US-Wirtschaft Obama, Teil des Problems, TA vom 11. 9.

Aktualisiert am 13.09.2010

US-Wirtschaft Obama, Teil des Problems, TA vom 11. 9.

Zeit für neue Wirtschaftsordnung.

Die zunehmende Enttäuschung darüber, wie wenig es Obama bisher gelungen ist, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, zeigt, wie naiv und blauäugig die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande immer noch ist. Denn das eigentliche Grundproblem ist nicht Obama, sondern der Kapitalismus, dieses absurde, von Widersprüchen nur so strotzende und in seinen Grundprinzipien Ausbeutung von Mensch und Natur, endloses Wachstum, soziale Umverteilung und Polarisierung letztlich auf Zerstörung ausgerichtete Wirtschaftssystem. Solange nicht dieses System einer radikalen Erneuerung unterzogen wird, kann sich auch der beste, intelligenteste und fähigste US-Präsident die Beine aus dem Leib strampeln; die Probleme, die er am einen Ort zu lösen scheint, werden an anderen Orten umso drastischer zutage treten. Statt sich weiterhin in der Illusion zu wiegen, innerhalb des Kapitalismus wäre eine weltweit gerechte Gesellschaftsordnung zu verwirklichen, sollten wir endlich den Mut haben, uns einzugestehen, dass der Kapitalismus genauso gescheitert ist wie der Kommunismus und dass es allerhöchste Zeit ist, den Aufbau einer von Grund auf neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in Angriff zu nehmen.

Peter Sutter, Buchs SG

«Wir sollten den Mut haben, unseinzugestehen, dass der

Kapitalismus

genauso

gescheitert ist wie der

Kommunismus.»

Erstellt: 13.09.2010, 19:10 Uhr

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