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Youssou N’Dour bringt Afrika ans Reggae-Festival

Aktualisiert am 25.03.2011

Ein weiterer Weltstar besucht diesen Sommer das Open Air Reeds in Pfäffikon. Es ist Youssou N’Dour aus Senegal.

Von David Kilchör

Pfäffikon – Nach Jimmy Cliff und Shaggy in den letzten zwei Jahren kommt dieses Jahr wieder ein Weltstar ans Reeds-Festival in Pfäffikon von 22. bis 24. Juli: Youssou N’Dour. Der Sänger und Komponist aus Senegal hatte 1994 einen Nummer-eins-Hit in der Schweiz mit dem Song «7 Seconds», den er mit Neneh Cherry interpretierte.

Während sich das grösste Oberländer Festival eigentlich Reggae auf die Flagge geschrieben hat, gilt Youssou N’Dour nicht unbedingt als Reggae-Künstler. Mit seiner Mischung aus verschiedenen traditionellen Stilrichtungen aus Afrika siedelt er sich eher in der sogenannten World Music an. In dieser Sparte gewann er 2005 auch einen Grammy.

Kein Bruch mit dem Konzept

Für die Veranstalter ist das kein Bruch mit dem Konzept. «Youssou N’Dour spricht dasselbe Publikum an, das wir auch mit unseren Reggae-Künstlern erreichen wollen», sagt Manuel Bosshard. «Dass wir uns etwas stärker in Richtung World Music bewegen, ist auch ein bewusster Schritt.» Dies nicht zuletzt, da Afro-Pfingsten in Winterthur sich davon immer stärker wegbewegte – und zwar Richtung Reggae. Zudem habe man schon früher auf afrikanische Beats gesetzt. Bosshard erinnert an Alpha Blondy und Lucky Dube. Ausserdem hat Youssou N’Dour sein aktuelles Album «Dakar-Kingston» voll dem Reggae gewidmet.

«Die Tendenz zum Reggae ist allgemein ein Phänomen», findet Bosshard. «Selbst gestandene Rock-Festivals schleusen immer häufiger Reggae-Künstler ins Programm.» Dies einfach deshalb, weil die «Vibes» des Reggaes an Festivals gut funktionierten.

Youssou N’Dour ist nicht der einzige grosse Name am diesjährigen Reeds. Bereits bestätigt ist der international bekannte deutsche Reggae-Sänger Patrice. Ausserdem kommt die jamaikanische Dancehall-DJne Tanya Stephens sowie der jamaikanische Sänger Omar Perry. Aber auch Schweizer erhalten eine Plattform: Der Roots-Reggae-Mann Famara tritt ebenso auf wie Knackeboul, der eher aus der Hip-Hop-Szene bekannt ist. Neu geben die Veranstalter bekannt, dass der Shootingstar des Schweizer Reggaes, Cookie the Herbalist, am Open Air auftreten wird.

Erstellt: 25.03.2011, 23:10 Uhr

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