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Berlin ist brutaler als Zürich

In Zürich gibt es Jugendliche, die bis zu 60 Delikte innerhalb von zwei Wochen verüben. Trotzdem sei Zürich mit Berlin nicht vergleichbar, sagt Jugendanwalt Hansueli Gürber.

Jugendliche treten in einer Fussgängerunterführung in Zürich auf einen am Boden liegenden Jungen ein, während eine Gruppe von Mädchen zuschaut (gestellte Aufnahme).

Jugendliche treten in einer Fussgängerunterführung in Zürich auf einen am Boden liegenden Jungen ein, während eine Gruppe von Mädchen zuschaut (gestellte Aufnahme).
Bild: Keystone

Hansueli Gürber (60) ist seit über 26 Jahren in der Jugendanwaltschaft tätig. Seit 2007 ist er Leiter der Zürcher Jugendanwaltschaft. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Reptilien.

Jugenddienst der Stadtpolizei

Rolf Stucker, Leiter des Jugenddiensts bei der Stadtpolizei Zürich, teilt die Einschätzungen von Jugendanwalt Hansueli Gürber. Zürich sei mit Berlin nicht vergleichbar, die Lage in Zürich sei momentan «sehr ruhig», sagt Stucker. Weshalb dem so ist, darüber kann er nur spekulieren. Möglicherweise habe sich das Anzeigeverhalten verändert, vielleicht wachse eine neue Generation von Jugendlichen heran. Unter den älteren Jahrgängen – also jungen Erwachsenen um die 20 Jahre – gibt es laut Stucker namentlich aus dem Balkan viele, die unter einem Kriegstrauma leiden würden und dieses «noch sehr präsent» hätten. Bei den Jüngeren sei dies womöglich nicht mehr so ausgeprägt der Fall. Stucker wünscht sich bei den Jugendanwaltschaften landesweit eine Vereinheitlichung der Praxis – davon sei man heute noch weit entfernt. «Die Strafen müssen überall gleich rasch ausgesprochen werden und auch spürbar sein.» Mit einem Brief an die Eltern sei es nicht getan. Wirkung zeige etwa die Verpflichtung zu einer Arbeitsleistung. Im landesweiten Vergleich sieht Stucker die Jugendanwaltschaft Zürich «eher auf der strikten Seite».

Kinder aus Beirut schmuggeln Drogen, Jugendliche aus dem arabischen Raum rauben und vergewaltigen, muslimische Familienclans erschaffen im Schatten der geltenden Rechtsordnung ein eigenes Justizsystem, sogenannte Streitschlichter herrschen in ihren Revieren mit eiserner Hand, junge Opfer nehmen ihre Peiniger vor Gericht in Schutz, aus Angst vor Vergeltung im Bekanntenkreis: Die Jugendrichterin Kirsten Heisig zeichnet in ihrem Buch «Das Ende der Geduld» ein düsteres Gesellschaftsbild von Berlin, speziell vom Viertel Neukölln. Die Probleme türmen sich laut Heisig haushoch. Doch sind sie es tatsächlich? Lässt die Situation in Berlin befürchten, dass diese Entwicklung auch in Zürich einsetzt? Oder läuft sie bereits in einer Stadt, in der gewalttätige Jugendliche ebenfalls Schlagzeilen generieren, sekundiert von Parteien, die aus fast jedem Vorfall politisches Kapital zu schlagen versuchen?

Keine Bildung von Ghettos

Hansueli Gürber, leitender Jugendanwalt bei der Jugendanwaltschaft Stadt Zürich, setzt sich seit 25 Jahren mit dem Phänomen der Jugendkriminalität auseinander, zuerst in Horgen, jetzt in Zürich. Heisigs Schilderungen der Berliner Verhältnisse hält er für glaubwürdig, eine Polemik sieht er darin nicht. Er stellt aber klar: «Mit Berlin ist Zürich nicht vergleichbar.» Zur Bildung von Ghettos wie in der deutschen Hauptstadt kommt es laut Gürber in Zürich nicht: Die Quartierbevölkerung sei durchmischter, Clans hätten deshalb keine Möglichkeit, ganze Viertel unter Kontrolle zu bringen. Zudem sei die Arbeitslosigkeit, eine der treibenden Kräfte der Jugendkriminalität, unter den hiesigen Jugendlichen (10 Prozent) weniger ausgeprägt als in Deutschland (20 bis 30 Prozent). Die Lage, folgert Gürber, sei nicht so dramatisch.

Weitere Unterschiede zu Berlin:

Mehr Intensivtäter?

In Berlin mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern sind derzeit rund 850 jugendliche Intensivtäter registriert, ein Viertel davon in Neukölln; das sind Straftäter, die in einem Jahr zehn und mehr Gewalttaten begangen haben. Im Kanton Zürich mit knapp dreimal weniger Einwohnern sind es etwa 60, wie Gürber schätzt. Diese Zahl sei seit Jahren konstant. Gemäss hiesiger Definition gilt als Intensivtäter, wer innerhalb von sechs Monaten fünf Delikte begangen hat, davon eines mit Gewaltanwendung. Eine stetige Häufung von Gewaltdelikten und eine gesteigerte Brutalität kann Gürber nicht erkennen. Bereits vor zehn Jahren habe es schlimme Übergriffe gegeben. Damals schlugen die Jugendlichen beispielsweise mit Stahlkappenschuhen zu, was wüste Verletzungen nach sich zog, wie sich Gürber erinnert. Bei der Hälfte der Delikte handelt es sich um Übertretungen. Die Jugendlichen haben also zum Beispiel gekifft oder sind ohne Billett Tram gefahren. Bei weiteren 40 Prozent seien die Taten als einmalige Vorfälle zu betrachten, wie sie für die «Adoleszenz männlicher Jugendlicher normal sind», etwa Sachbeschädigung. «Zu Intensivtätern werden diese jungen Leute in aller Regel nicht», sagt der Jugendanwalt.

Ein Ausländerproblem?

Wie in Berlin werden auch in Zürich Jugendliche mit Migrationshintergrund überproportional häufig kriminell. Bei den Straftaten mit körperlicher Gewalt sind etwa 60 Prozent der Täter Ausländer, dies bei einem Ausländeranteil von rund 30 Prozent in der Stadt Zürich. Klar übervertreten sind dabei Täter vom Balkan. Gürber möchte dieses Faktum zwar nicht wegdiskutieren, aber auch nicht problematisieren. Er ortet kein Herkunfts-, sondern ein Schichtenproblem. Gerade beim Übergang von der Schule zum Beruf sei das soziale Gefüge entscheidend. «Ob Schweizer oder Ausländer: Eigene Ohnmachtsgefühle und Perspektivenlosigkeit erhöhen die Gefahr, in die Illegalität abzugleiten.»

Verfahren zu lang?

Jugendrichterin Heisig kritisiert in ihrem Buch, es dauere oft Monate oder Jahre, bis ein 14- oder 15-Jähriger nach einer Straftat trotz eindeutiger Beweislage vor dem Richter stehe. Sie hat deshalb das Neuköllner Modell initiiert: Es soll Delikte schnell ahnden und verhindern, dass jugendliche Straftäter zu den gefürchteten Intensivtätern werden. Gürber hält diesen Ansatz für heikel. In der Zürcher Jugendanwaltschaft gilt seit einigen Monaten die Weisung, dass bei Gewalttaten die Befragung der Jugendlichen innerhalb der ersten zwei Wochen nach Eingang der Akten erfolgen müsse. Wichtig ist laut Gürber diese «schnelle Reaktion» auf eine Tat, nicht primär ein zügiger Abschluss des Verfahrens. «Zuerst machen wir dem Jugendlichen klar, dass er eine Grenze überschritten und dies Folgen hat.» Das könne zum Beispiel sofortige Untersuchungshaft sein, später Sanktionen wie Freiheitsentzug, eine Busse oder persönliche Leistung. In einem zweiten Schritt gehe es darum, mögliche Wege aus der Kriminalität aufzuzeigen und entsprechende Hilfe anzubieten. Gürber spricht von einer «ausbalancierten Kombination», die das Jugendstrafrecht vorsehe. Der Jugendliche wisse, dass eine Untersuchung gegen ihn laufe. «Er muss also kooperieren.»

Familienclans ausser Kontrolle?

Jugendrichterin Heisig schildert, wie sie in ihren Verfahren gegen Straftäter aus dem muslimischen Kulturkreis wiederholt an eine Mauer des Schweigens gestossen sei. Parallele Justizsysteme? Kriminelle Familienclans? Solche Erfahrungen hat Gürber nicht gemacht. Es gebe in Zürich weder Familienclans, die sich zu Banden formiert hätten, noch würden Kinder aus Beirut nach Zürich eingeschleust. In der Jugendanwaltschaft arbeitet seit neuem ein Mitarbeiter des Jugenddienstes der Stadtpolizei. Zusammen mit Sozialarbeitern besucht er kriminelle Jugendliche bei deren Eltern. In der Regel ergäben sich fruchtbare Gespräche mit den Beteiligten. Wichtig sei insbesondere der Beginn der Unterhaltung: «Es muss gelingen, das Vertrauen der Eltern und des Jugendlichen zu gewinnen.» Auf dieser Basis lasse sich aufbauen. Nötig sind weitere Faktoren: viel Erfahrung und Selbstbewusstsein.

Hoffnungslose Fälle?

Heisig erzählt in ihrem Buch von Jugendlichen, die sich jeglicher Kontrolle entzogen haben und das Versagen von Eltern, Schule und Behörden offenbaren. Gürber kennt nur ganz wenige äusserst komplizierte Fälle. Von den 60 Intensivtätern seien es höchstens 10. Ein Jugendlicher, den Gürber betreut, hat in der Vergangenheit in zwei Wochen bis zu 60 Delikte begangen, schon mehrere Male war er hinter Gittern – ein scheinbar hoffnungsloser Fall. Doch dem zuständigen Sozialarbeiter und Gürber ist es gelungen, eine Beziehung zum jungen Mann aufzubauen. Eine Privatfirma, die auf solche Fälle spezialisiert ist, hat ihm eine neue Stelle verschafft. Der Jugendliche lebt laut Gürber seit einigen Monaten deliktfrei. Gewonnen sei damit zwar schon einiges, aber noch nicht alles: «Er wird immer wieder in Versuchung kommen. Es wäre blauäugig, zu glauben, dass er nun sicher nie wieder delinquiert.»

Zu viel Sozialromantik?

Heisig diagnostiziert sozialromantische Verblendung. Ein Grossteil jener, die sich um Intensivtäter kümmerten, würden Probleme kleinreden oder gar ausblenden. Auch Gürber schlägt keine alarmistischen Töne an. Im Gegenteil: «Es ist derzeit erstaunlich ruhig in der Stadt Zürich.» Er selber, ehemaliges SP-Mitglied, gilt in bürgerlichen Kreisen als Verharmloser. Gegen dieses Etikett wehrt er sich. «Wenn wir mehr Erfolg hätten, wenn wir die Jugendlichen einfach wegsperren würden, würden wir uns den grossen Begleitaufwand sparen.» Weshalb im ersten Jahr nach der grossen Wirtschaftskrise in Zürich die Lage ruhiger ist als auch schon – darüber rätselt Gürber. Doch zurücklehnen kann er sich nicht. Die Jugend verändere sich laufend. Die Jugendunruhen in den Achtzigerjahren beispielsweise habe auch niemand vorausgesehen, warnt Gürber. Und spricht von einer Momentaufnahme, die in einem halben Jahr bereits Makulatur sein kann.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.09.2010, 06:24 Uhr

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21 Kommentare

Ruedi Lais

01.09.2010, 20:12 Uhr
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@Lucas Meier. 3 strike law soll "das Problem" lösen? Was ich von Kalifornien höre und lese, spricht aber nicht für Ihre "Lösung". CA ist als einer der reichsten US-Bundesstaaten bankrott und muss seine Angestellten freistellen. Ganze Quartiere von Los Angeles sind beherrscht von kriminellen Banden. 3 strike law schafft keine friedlichere, erfolgreichere Gesellschaft, scheint mir... Antworten


Lucas Meier

01.09.2010, 18:07 Uhr
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Intensivtaeter sollten halt einfach mal weggesperrt werden. Three Strike Law und das Problem waere geloest. Antworten


Andreas Schmid

01.09.2010, 15:36 Uhr
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@Luca Weber: Eine naive Aussage, es sei denn Sie lesen keine Zeitungen über die zahllosen Gewalttaten Jugendlicher in der Schweiz. Dass alte Leute oft Angst vor Jugendlichen haben, kommt also keineswegs von ungefähr! Jugendliche wie Sie, oder auch im Allgemeinen, tragen kein Plakat auf der Brust mit dem Hinweis "bös oder lieb", somit ist demnach generelle Vorsicht besser als beschädige Nachsicht! Antworten


Luca Weber

01.09.2010, 14:49 Uhr
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Ich (21) habe das mediale und politische Geschwätz über die gewalttätige Jugend satt! Es gibt viel mehr Erwachsene, die Scheisse bauen als Jugendliche. Deshalb geht man den Erwachsenen ja auch nicht pauschal an den Kragen! Schaut mal, die alten Leute haben Angst vor uns Jugendlichen, wenn man an ihnen vorbeigeht. Das befremdet mich echt. Ich habe noch niemandem ein Häärchen gekrümmt. Antworten


Peter A HENZI

01.09.2010, 14:06 Uhr
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Vielleicht hat Zürich noch nicht diesselben Verhältnisse wie Berlin, jedoch sind 60 Täter 60 zu viel! Da kann Herr Gürber sagen was er will. Es ist auch nicht nötig zuzuwarten bis es zu einer Bildung von Ghettos kommt, denn dann ist es längst zu spät. Siehe Ghettos in Frankreich wo die jugendlichen immer mehr randalieren und Brandschatzen! Antworten


Kurt Hauser

01.09.2010, 12:06 Uhr
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Man darf seine Meinung wirklich nicht ehrlich aussprechen sonst ist man ein Rassist. Gürber ist ein Glied in der immer grösser werdenden 'Sozial-Industrie' und verteidigt diese natürlich damit es nicht noch mehr Arbeitslose gibt. Man könnte aber z.B. die Opfer begleiten und ihnen helfen wieder ins Leben zurückzukehren und nicht den Tätern, die es in den meisten Fällen doch nicht schaffen. Antworten


Bernhard Frei

01.09.2010, 11:47 Uhr
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Ein tolles Beispiel wie man den Bock zum Gärtner macht. Antworten


Sandro Schaub

01.09.2010, 11:35 Uhr
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Es ist unverständlich, weshalb für Zürich gerade Berlin als Vergleich herangezogen werden soll, obwohl die deutsche Hauptstadt zehnmal grösser ist. Die Intensität von sozialen Konfliktphänomenen und die Grösse eines städtischen Raumes haben doch i.d.R. etwas miteinander zu tun. In kleineren Städten sind Entwicklungen undenkbar, die man z.b. im Grossraum Paris beobachten kann. Antworten


Jasmin Stock

01.09.2010, 11:15 Uhr
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Guten Tag, anmerkend zu ihrem Artikel, möchten sie bedenken, das eine "Überstülpung" ihres abendländischen Justizisystems gegenüber dem Orient, schon aus der Ignoranz dessen eigenen "Rechtssystem", zum Scheitern verurteilt ist. Sie bedienen genau das Klischee, für weitere Hetzpropaganda gegenüber "Andersgläubigen" und "Jugendlichen". Adios. Antworten


Fabian Baum

01.09.2010, 11:03 Uhr
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Die steigende Jugendkriminalität haben wir vor allem den sozialromantischen Schönfärber wie dem hier zitierten Gürber zu verdanken. Auf seine Kosten gehen die ganzen Opfer, die man hätte schützen können, wenn man nicht nur die Interessen der Gewalttäter hoch halten würde. Antworten


Paul Thürig

01.09.2010, 11:01 Uhr
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Der Vergleich mit Berlin hinkt in versch.Bereichen! Erwähnenswert ist,dass Berlin viel grösser ist als Zürich und auch unter dem Aspekt des andersgelagerten kulturellen Hintergrundes gesehen werden muss! Antworten


Andreas Schmid

01.09.2010, 10:57 Uhr
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Es ist hüben wie drüben alles beim Alten: Sarrazine, der grosse Wahrheiten ausspricht, muss sich gegen seine Verleumder und Parteigenossen wehren, während sich Kirsten Heisig, die belegbare Erfahrungsaussagen macht, sich umbringt. Hansueli Grüber erweist sich als einer der üblichen Gesundbeter und Schönredner, welcher die Bürger mit Durchhalteparolen etc. füttert und bewusst in die Irre führt! Antworten


Nicolas Huber

01.09.2010, 10:20 Uhr
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Typisch gegen die Linken. Es ist immer alles schlecht was die Linken machen. Ich als 21-jähriger höre das ständig etwa soviel wie "Die heutige Jugend" . Zum Themä: Herr Grübel hat eine sehr gute Meinung über die Jugendkriminalität. Ich selber bin auch nicht in den besten Verhältnissen aufgewachsen und habe so meine Erfahrungen gemacht. Ich muss ganz ehrlich sagen, das Klassenproblem existiert! Antworten


Patrick Nauer

01.09.2010, 10:19 Uhr
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Herr Streuli hat absolut recht. Schon lange erstaunt mich bei den Sozialdemokraten der ungeheure Widerspruch zwischen dem Streben nach einer friedlichen u fairen Gesellschaft einerseits, u der reflexartigen Verteidigung von Gewalttätern u Problemjugendlichen, sobald diese einen Migrationshintergrund haben.Wollen wir denn nicht alle eine gewaltfreie Gesellschaft? Also nennt das Problem beim Namen. Antworten


Annemarie Richard

01.09.2010, 09:52 Uhr
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Ich behaupte dass es noch keinem Kind (ab 2J) geschadet hat einen Klapps von seinen Eltern auf seinen Hintern bekommen zu haben. Im Gegenteil. Ich jedenfalls hatte es retrospektiv gesehen bitter nötig. Wäre wahrscheinlich OHNE in der heutigen Zene gelandet. Eltern können ihre Kinder gar nicht mehr erziehen da sie sonst im Gefängnis landen. Schuld unsere fanatischen verweichlichten Systeme. Antworten


Kusi Meier

01.09.2010, 09:43 Uhr
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Ach Gottchen, Hr. Cortesi, was sind schon Fakten? Mit Sozialromantik kann man sogar klare Fakten schön reden. Alle und alles ist Schuld, nur nicht die Täter. Jeder der ausspricht, dass wir ein Ausländerproblem haben (was auch die Polizeiliche Kriminalstatistik bestätigt) ist ein Rassist. Würden die Eingebürgerten separat aufgeführt, wäre die Bilanz noch katastrophaler. Aber was sind schon Fakten? Antworten


Peter Müller

01.09.2010, 09:21 Uhr
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Danke Herr Cortesi, Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele. Natürlich ist das ein Klassenproblem, aber eine Sarrazinsche Argumentation ist wesentlich einfacher und bequemer. Wenn ein juner Mensch das Gefühl hat, dass er in der Gesellschaft (in der er sich ja zwangsläufig befindet) kaum Chancen hat, kann das ein Ventil sein. In diesen Gangs sind auch blonde Jungs dabei.... Antworten


Martin Wild

01.09.2010, 08:56 Uhr
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Und wie immer wird vor allem von den Tätern schwadroniert. Für das Opfer des ersten Mals ist es egal, ob der Täter weiter delinquiert. Antworten


Christian Cortesi

01.09.2010, 08:39 Uhr
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Ach Gottchen, Herr Streuli. Das kann echt niemand mehr hören. An allem was den Bürgerlichen nicht passt, sind entweder die Linken und/oder die Migranten schuld. Darum habe ich den Konservativen den Rücken gekehrt, weil sie immer schön den nächst Schwächeren treten. Das ist erbärmlich. Antworten


Renate Traber

01.09.2010, 08:29 Uhr
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Gürber ein typischer linker Sozialromantiker, der sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung ein sorgenfreies Leben gestaltet. Antworten


Jürg Streuli

01.09.2010, 07:37 Uhr
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Hansueli Gürber ist ganz klar ein Linker der die Ausländerkriminalität schönredet. Als typischer alt 68-er sieht er darin ein "Klassenproblem" statt gravierende Mentalitätsunterschiede. Schon traurig, dass die Linken mit ihren schönen Idealen die Verharmlosung von Gewalt betreiben. Antworten



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