Zürich

12'000 sagen «Chindsgi» statt Kindergarten

Die kantonale Volksinitiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» ist von 12'000 Personen unterschrieben worden. Sie fordern Mundart als dominierende Sprache im Unterricht.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Ein überparteiliches Komitee hat gestern bei der Direktion des Innern die Volksinitiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» eingereicht. Sie ist eine Antwort auf den neuen Kindergarten-Lehrplan, der vom Bildungsrat unter seiner Präsidentin Regine Aeppli (SP) auf Beginn des laufenden Schuljahres in Kraft gesetzt wurde. Er verlangt, dass im Kindergarten mindestens ein Drittel des Unterrichts auf Hochdeutsch stattfinden muss - und mindestens ein Drittel in Mundart.

Insgesamt wurden in nur drei Monaten 12 000 Unterschriften gesammelt, wie der Initiant und EVP-Kantonsrat Thomas Ziegler gestern bei der Übergabe sagte. Für eine kantonale Volksinitiative sind lediglich 6000 Unterschriften nötig. Der Erfolg sei überwältigend gewesen. In Winterthur seien an einem einzigen Tag 1000 Unterschriften zusammengekommen. «Die Leute standen Schlange», sagte Ziegler. Die meisten Unterschriften stammen aus den beiden grossen Städten, dann folgen die Landgemeinden Weisslingen und Elgg, wo Mitglieder des Initiativkomitees wohnen. Überdurchschnittlich viel Zuspruch habe es auch an der Goldküste gegeben.

Die Initiative verlangt eine Änderung des Volksschulgesetzes. Darin soll verankert werden, dass der Unterricht im Kindergarten wieder grundsätzlich in Mundart erfolgt. Laut Ziegler soll im ersten Jahr nur Mundart gesprochen werden. Die Initianten sehen ihr Anliegen als Integrationsbeitrag. Besonders in Gemeinden mit vielen Fremdsprachigen sei es wichtig, dass die Kinder nicht nur Hochdeutsch, sondern auch Mundart lernen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.11.2008, 10:26 Uhr

Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung