Bahnhofplatz: Mit Betonspritzen Absenkung verhindert

Aktualisiert am 30.04.2009 36 Kommentare

Die Gefahr einer Absenkung des Bodens ist gebannt: Die SBB haben die Hohlräume unter dem Bahnhofplatz mit Beton gefüllt. Unklar ist, was mit der Tunnelbohrmaschine passiert, die nun im Beton feststeckt.

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Die Einsturzstelle (gelb markiert): Über dem künftigen Bahntunnel bohren die SBB derzeit mehrere Mikrotunnel, damit der Boden oberhalb hält. In einem der Mikrotunnel kam es zum Zwischenfall. Jetzt wird über dem bestehenden Tunnel ein zweiter gebohrt.

   

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Wie Roland Kobel, Projektleiter der Durchmesserlinie, heute Donnerstagmorgen erklärte, wurden in der Nacht über drei Löcher 40 Kubikmeter Beton und weiteres Material in den instabilen Bereich gespritzt. «Dass die Hohlräume auf diese Art erfolgreich gefüllt werden konnten, zeigt sich am Boden, der sich leicht gehoben hat», sagt Kobel. Ein Absenken des Areals konnte so verhindert werden.

Der technische Defekt an einer Tunnelbohrmaschine, der die brenzlige Situation verursacht hatte, verzögert die Arbeiten an der Durchmesserlinie nicht wesentlich, so Kobel. Betroffen ist einer von mehreren Mikrotunnel, welche die SBB derzeit bauen. Diese sollen ein Absacken der Oberfläche verhindern, wenn weiter unten im Erdreich schliesslich die eigentliche Tunnelröhre gebaut wird.

Noch ist den SBB allerdings unklar, wie sie die Tunnelbohrmaschine aus dem Mikrotunnel bringen. Diese steckt derzeit im eingespritzen Beton fest.

Kobel wollte derzeit nicht ausschliessen, dass sich ein ähnliches Fiasko in einem anderen Mikrotunnel wiederholen könnte. «Wir stellen keine Spekulationen an. Wir müssen erst genau wissen, wie der technische Defekt ablief.»

Umliegende Gebäude provisorisch mit Gas versorgt

Sämtliche Gasleitungen um den Bahnhofplatz, die am Mittwochabend vorsichtshalber abgestellt worden waren, sollen im Laufe des Tages wieder in Betrieb genommen werden, wie Christian Fröhlich, Leiter des Netzbetriebes der Erdgas Zürich, gegenüber den Medien sagte. Der HB und andere umliegende Gebäude werden vorübergehend provisorisch versorgt. Es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, dass Gas hätte ausströmen können, so Fröhlich. «Bis auf weiteres» abgestellt bleiben die Wasserleitungen im betroffenen Gebiet. Laut Erich Mück, Direktor der Wasserversorgung Zürich, haben aber alle Gebäude Wasser. Sie werden durch andere Leitungen gespiesen.

Geordnetes Chaos heute Morgen

Erleichtert äussert sich Andreas Uhl, Mediensprecher der VBZ. «Wir sind froh, dass die grössten Pendlerströme durch waren, als es passierte.» Die Leute blieben laut Uhl auch am Donnerstagmorgen ruhig und gelassen.» Die Information der Pendler habe gut geklappt.

Derzeit werde eine Lagebeurteilung vorgenommen, eventuell können die Trams am Nachmittag wieder in Betrieb genommen werden. Bereits jetzt verkehren die Busse 31 und 46 normal. (cim/ep/fsc)

Erstellt: 30.04.2009, 12:23 Uhr

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36 Kommentare

Ronnie König

30.04.2009, 09:23 Uhr
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Zürich in seiner Vorreiterrolle! Und bald wird Basel mit dem neuen S-Bahnkonzept gleich ziehen! Ich hoffe da nur, dass es nicht gerade unter dem Rhein passiert. Antworten


Jan van Beilen

30.04.2009, 11:24 Uhr
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Frau Mazolo: ich weiss nicht wo Sie wohnen, aber "Verkehr" in Zürich beinhaltet mehr als nur Autofahrer. Auch öV, Velofahrer, Fussgänger gehören dazu, und diese werden von Autofahrern andauernt behindert, gefährdet, und belästigt. Ich erwähne mal kurz die Staus, Lärm, Feinstaub, Handy-am-Ohr-FahrerInnen. Uebrigens schreibt die NZZ heute: Kein Verkehrschaos um Zürcher HB: Pendler gut informiert Antworten



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