Beim Glasfasernetz zeigen die Hausbesitzer der Swisscom die rote Karte
Aktualisiert am 03.06.2009 1 Kommentar
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Die Zürcher Hauseigentümer empfehlen, vorderhand keine Verträge mit der Swisscom zu unterzeichnen. Grund sei die Haltung der Telekomm-Firma, die je nach Standort zu ungleichen Voraussetzungen für Hauseigentümer und Mieter, schreiben die Zürcher Hauseigentümer in einem Communiqué vom Mittwoch. Gleichzeitig müsse man annehmen, dass die Hauseigentümer dazu gezwungen würden, diese Investitionen auf die Mieten zu überwälzen.
Nur in einigen grösseren Städten sei die Swisscom bereit, die entsprechenden Erschliessungskosten vollumfänglich zu übernehmen, heisst es weiter. Dies ist vor allem dort der Fall, wo sie im Wettbewerb mit anderen Anbietern steht, wie etwa in Zürich mit dem Elektrizitätswerk der Stadt (ewz).
Vergleichbar mit Strom oder Wasser
Die Hauseigentümer wollen keine vertraglichen Vereinbarungen zum Abschluss empfehlen, «die einer Rechtsgleichheit entgegenstehen und Investitionen für eine Technologie nach sich ziehen, die erst in einigen Jahren Nutzen erzielen wird».
«Wir sind klar der Meinung, dass die Hausverkabelung wie etwa Strom oder Wasser zur Hausinfrastruktur gehört», hatte der Verantwortliche der Swisscom für den Glasfaserausbau, Patrice Haldemann, vor gut einem Monat vor den Medien gesagt. Das mache einen Mehrwert fürs Haus aus und sollte deshalb von den Hausbesitzern finanziert werden.
EWZ konkurrenziert Swisscom
Das EWZ dagegen zahlt den Eigentümern die Gebäudeerschliessung mit Glasfasern. Mit dem Vertrag des EWZ zeigten sich die Hauseigentümer denn auch einverstanden.
Das EWZ will bis Ende Jahr 18'000 Haushalte mit der ultraschnellen Datenautobahn der Zukunft erschliessen. Die Swisscom baut in der Stadt Zürich ebenfalls ein eigenes Glasfasernetz in Konkurrenz zum EWZ. Schweizweit will sie bis Ende Jahr 100'000 Anschlüsse gelegt haben.
Hinter der Forderung der Zürcher Hauseigentümer stehen der Hauseigentümerverband Zürich (HEV), der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft Zürich (SVIT), der Verband für Wohnungswesen Zürich (SVW, Zürich) und die Vereinigung Zürcher Immobilienunternehmen (VZI). (ep/sda)
Erstellt: 03.06.2009, 16:27 Uhr
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1 Kommentar
Hätten die ach so weisen eidgenössischen Räte anno 1997 bei der Privatisierung festgelegt, dass der Betrieb Netzwerkinfrastuktur aus der Swisscom in eine staatliche Stelle ausgelagert würde, stellte sich dieses Problem erst gar nicht. Telco-Netze wären Staatsmonopol zu gleichen Bedingungen für alle Anbieter. Antworten


































