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Biometrischer Pass: Der Aufwand für Zürich geht in die Millionen

Die Einführung des biometrischen Passes kommt Zürich teuer zu stehen. Der Kanton rechnet mit jährlichen Zusatzkosten von 3,6 Millionen Franken.

Biometrischer Pass: Die Einführung führt zu Kosten in Millionenhöhe. (Archivbild TA)

Biometrischer Pass: Die Einführung führt zu Kosten in Millionenhöhe. (Archivbild TA)

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140 Franken für den neuen Pass

Wer heute einen biometrischen Pass will, muss dafür 250 Franken bezahlen. Wird das Pilotprojekt nächstes Jahr definitiv eingeführt, bekommt man ihn billiger: 140 Franken soll der biometrische Pass dann noch kosten, gemäss dem Regierungsrat «leicht teurer» als der bisherige, für den 120 Franken bezahlt werden müssen. Der neue Pass soll eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren haben.

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Der biometrische Pass ist in Zürich beliebt. «Schon ein Drittel der Pässe wird im neuen Format ausgestellt», sagt Peter Schnider vom Stab der kantonalen Sicherheitsdirektion. Jährlich verlangen 20'000 Zürcher diesen Pass, den das Schengen-Abkommen verlangt. Seit drei Jahren beteiligt sich Zürich am Pilotprojekt des Bundes. Am 17. Mai stimmt der Souverän über ein Referendum ab, das gegen den biometrischen Pass ergriffen wurde.

Passbüro wird massiv aufgestockt

Sagt das Schweizer Volk Ja zum neuen Pass, so führt das zu massiven Kosten. Das Passbüro wird von heute 13 Stellen auf 40 aufgestockt, was pro Jahr bis zu 2,8 Millionen Franken kostet. Dies teilt der Regierungsrat auf eine Anfrage des Kantonsrats mit. Dazu kommen jährliche Kosten für die Miete von zusätzlichem Büroraum von 0,8 Millionen. Weitere 2,3 Millionen muss der Kanton für einmalige Sachinvestitionen aufbringen. Der Kanton rechnet damit, dass er den Aufwand mit den verrechneten Passgebühren wieder einnimmt. «Das Ganze ist kostendeckend», sagt Schnider.

Der Aufwand ist deshalb so gross, weil es für den biometrischen Pass verschiedene Daten zu erfassen gilt. «Nötig sind das Gesichtsbild, die Fingerabdrücke und die elektronische Unterschrift», erklärt Schnider von der Sicherheitsdirektion. Das Datenerfassungszentrum, das für den biometrischen Pass erforderlich ist, soll den Betrieb im März 2010 aufnehmen. Bis zum Jahr 2014 soll das Passbüro schrittweise aufgestockt werden. Dann rechnet der Kanton mit jährlich rund 160'000 Personen, die einen biometrischen Pass wollen.

Das Zentrum, in dem die biometrischen Daten erhoben werden, soll in einer Liegenschaft am Sihlquai zu liegen kommen. Im Jahr 2012 ist ein zusätzliches Büro in Winterthur geplant. Die Bundesabstimmung kommt dem Kanton nicht gelegen. «Nach der Abstimmung im Mai müsste sofort mit dem Umbau begonnen werden», sagt Schnider. Falls das Volks tatsächlich Ja sagt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.03.2009, 11:45 Uhr

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19 Kommentare

Viktor Hutter

29.04.2009, 21:09 Uhr
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Hier mal ein Paar Gedankenblitze zu diesem Thema: -Datensicherheit -Datenschutz -Wahrung der Persoehnlichen Rechte -Lauschangriff -Polizeistaat -Arbeitsplaetze vernichten -hoehere Ausgaben (Staat) -hoehere Ausgaben (Buerger) -mehr Verkehrsaufkommen durch Zentralisierung Ganz klares NEIN zum Zwang....... Antworten


Claudio Salva

15.03.2009, 20:09 Uhr
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Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. Antworten


alfred majoleth

15.03.2009, 15:25 Uhr
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ich frage mich schon lange,wohin unsere staatspolitiker die ch führen will?erst führen sie die steuerzahler an der nase herum und verlochen miliarden in fragwürdige projekte wie neat,swissair,ubs usw.und nun sind sie dabei,durch neue fichendossiers,biometrischen pass und anderen überwachungsmittel unsere ch zum perfekten überwachungsstaat zu modelieren.neues ddr?biometrische id mittel zum zweck! Antworten


Heinz Kellenberger

15.03.2009, 14:45 Uhr
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Etwas machen unsere Behörden doch einfach falsch. In Prag kostete ein biometrischer Pass für unsern Enkel umgerechnet ca. CHF 70.00. Antworten


Max Jäggli

15.03.2009, 11:30 Uhr
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Ich stimme "Ja" weil ich sehr viel Afrika Erfahrung habe. In Nigeria (und auch anderen Ländern in Westafrika)bekommen sie gefälschte Ausweise nach ihrem Wunsch. Ich habe einen gefälschten Nigeria Führerausweis (entspricht dem Original) auch Alt-Bundesrätin Dreifuss gezeigt. Wir können die Welt nur sicherer machen indem wir uns selber mit guten Ausweispapieren absichern. Antworten


Heiri Mächler

14.03.2009, 09:42 Uhr
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Das Passbild muss der Staat machen, er hat ja anscheinend sonst nichts zu tun als 2 Monate alte Säuglinge und Behinderte zu erfassen, ganz zu schweigen von fremdenen Kleinkindern. Für die EU Staten und den USA geht es auch anders. Das Passbild gehört in den Fotohandel wo mit Kompetenz und der notwändigen Menschlichkeit gearbeitet wird. Keinen Zwang sondern Bürgernähe zum Bürger ist gefragt. Antworten


Hans Schmid

14.03.2009, 08:54 Uhr
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Herr Hugi, welches Land ausser den USA verlangt einen biometrischen Pass für die Einreise? (Antwort bitte mit Quellenangabe.) Ausserdem, auch wenn der Pass unabwendbar sein sollte, die biometrische ID und eine zentrale Datenbank mit den Fingerabdrücken aller SchweizerInnen ist unnötig und bringt mehr Bürokratie und Überwachung! Dies allein ist Grund genug, am 17. Mai NEIN zu stimmen. Antworten


Achilles Widmer

13.03.2009, 17:35 Uhr
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Ich finde es echt der Gipfel sind wir Leinenhunde der USA? Sie sollten erstmal uns die Schulden zurückbezahlen die das jetzige Desaster Banken eingebracht haben! Wann stehen die Politiker endlich zu dieser Realität?? Und jetzt noch einen Polizeistaat hier in der Schweiz? NEIN DANKE Politiker steht endlich zu unserem Land und wehrt euch mal für uns alle Steuerzahler!! Antworten


Hugo Lehm

13.03.2009, 15:48 Uhr
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Ich verstehe nicht, warum es richtig sein soll, ein Sicheres System durch ein teureres und unsicheres zu ersetzen. Es können nicht nur US deutsche Pässe kopiert werden, sondern auch diverse andere (Holland, Belgien, Portugal etc). Diese Pässe können nicht nur kopiert, sondern auch Fantasiepässe ausgestellt werden. Die geplante Datenbank ist von Schengen nicht gefordert. Antworten


Thomas Wirz

13.03.2009, 15:23 Uhr
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Erst der biometrische Pass, dann der implantierte Chip, der in den USA und Mexiko bereits gross propagiert wird. Begründung: mehr Sicherheit. Wahrheit: totale Kontrolle. Sie werden sehen: alle ohne Biometr.Pass (und in naher Zukunft Chip) werden schikaniert. Bis dann schliesslich alle einen haben und die Kontrolle total ist. Und wir erst merken, dass wir im "KZ" sind, wenn es kein hinaus mehr gibt Antworten


Thomi Horath

13.03.2009, 15:12 Uhr
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Herr Berger (14:31), Herr Blocher hatte doch dazu kaum eine Alternative: Die Einführung des biometrischen Passes wird im Prinzip durch die USA erzwungen. Dagegen hilft nicht einmal eine Abstimmung, weil genügend Falschinformation "auf den Markt" kommen wird. Herr Egli hat übrigens Recht: Sicher ist da gar nichts, im Gegenteil. Ein einmal gescannter Finger kann überall hingeschickt werden! Antworten


Andreas Hugi

13.03.2009, 15:06 Uhr
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Unschön, diese Mehrkosten! Aber: Der biometrische Pass (Fingerabdruck und Foto) wird weltweiter Standard: Nicht nur die USA verlangen ihn für die Einreise, auch die Weltluftfahrtbehörde verlangt ihn sowie das Schengen-Abkommen. Um unsere Reisefreiheit auch in Zukunft garantieren zu können, brauchen wir diesen neuen Pass. Deshalb Ja am 17. Mai zu den neuen Pässen - auch wenn's was kostet. Antworten


Hans Schmid

13.03.2009, 15:02 Uhr
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Teuer, unsicher und rechtsstaatlich bedenklich. Deshalb NEIN am 17. Mai! Antworten


Herbert Berger

13.03.2009, 14:31 Uhr
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Komisch. Schon wieder etwas, das unter Blocher eingeführt wurde, das enorm viel teurer kommt und sich unter dem Strich als Flopp erweist.... Antworten


Johann Baptist Müller

13.03.2009, 14:26 Uhr
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Vermutlich ist die Einführung dieses biometrischen Passes schon richtig. Aber für die Bevölkerung ausserhalb der zwei grossen Städte hat die Reise dorthin einen grossen Zeit- und Geldaufwand zur Folge. Antworten


fritz bünzli

13.03.2009, 14:24 Uhr
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Hier noch ein Beitrag zur Sicherheit von biometrischen Pässen: Die Jungs konnten sich am Flughafen Amsterdam als Elvis Presley ausgeben http://freeworld.thc.org/thc-epassport/ Allgemeine Informationen: Besonders empfehlenswert ist der dreiteilige Videobeitrag von Télévision Suisse Romande Antworten


Thomas Wirz

13.03.2009, 13:54 Uhr
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Der Kanton rechnet damit, dass er den Aufwand mit den verrechneten Passgebühren wieder einnimmt. «Das Ganze ist kostendeckend», sagt Schnider...das heisst nichts anderes: wir bezahlen die Zeche so oder so. Entweder via Steuern oder dann eben mit umso höheren Gebühren für die Pässe. Antworten


A Meyer

13.03.2009, 12:51 Uhr
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Ein perfekter Überwachungsstaat? Nein, danke. Antworten


Pascal Egli

13.03.2009, 12:19 Uhr
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Wieso Geld für biometrische Pässe ausgeben, wenn sie nur viel kosten, mehr Überwachung durch die Polizei und den Staat fördern und KEINE SICHERHEIT bringen. Bereits wurden biometrische Pässe in Deutschland und den USA kopiert. Sie sind gleich wie die Schweizer. Wieso muss die Schweiz immer alles nachmachen ohne zu denken. Deshalb NEIN zu biometrischen Pässen!!! Antworten



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