Biometrischer Pass: Der Aufwand für Zürich geht in die Millionen

Von Thomas Schenk. Aktualisiert am 13.03.2009 19 Kommentare

Die Einführung des biometrischen Passes kommt Zürich teuer zu stehen. Der Kanton rechnet mit jährlichen Zusatzkosten von 3,6 Millionen Franken.

Biometrischer Pass: Die Einführung führt zu Kosten in Millionenhöhe. (Archivbild TA)

Biometrischer Pass: Die Einführung führt zu Kosten in Millionenhöhe. (Archivbild TA)

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140 Franken für den neuen Pass

Wer heute einen biometrischen Pass will, muss dafür 250 Franken bezahlen. Wird das Pilotprojekt nächstes Jahr definitiv eingeführt, bekommt man ihn billiger: 140 Franken soll der biometrische Pass dann noch kosten, gemäss dem Regierungsrat «leicht teurer» als der bisherige, für den 120 Franken bezahlt werden müssen. Der neue Pass soll eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren haben.

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Der biometrische Pass ist in Zürich beliebt. «Schon ein Drittel der Pässe wird im neuen Format ausgestellt», sagt Peter Schnider vom Stab der kantonalen Sicherheitsdirektion. Jährlich verlangen 20'000 Zürcher diesen Pass, den das Schengen-Abkommen verlangt. Seit drei Jahren beteiligt sich Zürich am Pilotprojekt des Bundes. Am 17. Mai stimmt der Souverän über ein Referendum ab, das gegen den biometrischen Pass ergriffen wurde.

Passbüro wird massiv aufgestockt

Sagt das Schweizer Volk Ja zum neuen Pass, so führt das zu massiven Kosten. Das Passbüro wird von heute 13 Stellen auf 40 aufgestockt, was pro Jahr bis zu 2,8 Millionen Franken kostet. Dies teilt der Regierungsrat auf eine Anfrage des Kantonsrats mit. Dazu kommen jährliche Kosten für die Miete von zusätzlichem Büroraum von 0,8 Millionen. Weitere 2,3 Millionen muss der Kanton für einmalige Sachinvestitionen aufbringen. Der Kanton rechnet damit, dass er den Aufwand mit den verrechneten Passgebühren wieder einnimmt. «Das Ganze ist kostendeckend», sagt Schnider.

Der Aufwand ist deshalb so gross, weil es für den biometrischen Pass verschiedene Daten zu erfassen gilt. «Nötig sind das Gesichtsbild, die Fingerabdrücke und die elektronische Unterschrift», erklärt Schnider von der Sicherheitsdirektion. Das Datenerfassungszentrum, das für den biometrischen Pass erforderlich ist, soll den Betrieb im März 2010 aufnehmen. Bis zum Jahr 2014 soll das Passbüro schrittweise aufgestockt werden. Dann rechnet der Kanton mit jährlich rund 160'000 Personen, die einen biometrischen Pass wollen.

Das Zentrum, in dem die biometrischen Daten erhoben werden, soll in einer Liegenschaft am Sihlquai zu liegen kommen. Im Jahr 2012 ist ein zusätzliches Büro in Winterthur geplant. Die Bundesabstimmung kommt dem Kanton nicht gelegen. «Nach der Abstimmung im Mai müsste sofort mit dem Umbau begonnen werden», sagt Schnider. Falls das Volks tatsächlich Ja sagt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.03.2009, 11:45 Uhr

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19 Kommentare

Herbert Berger

13.03.2009, 14:31 Uhr
Melden

Komisch. Schon wieder etwas, das unter Blocher eingeführt wurde, das enorm viel teurer kommt und sich unter dem Strich als Flopp erweist.... Antworten


Pascal Egli

13.03.2009, 12:19 Uhr
Melden

Wieso Geld für biometrische Pässe ausgeben, wenn sie nur viel kosten, mehr Überwachung durch die Polizei und den Staat fördern und KEINE SICHERHEIT bringen. Bereits wurden biometrische Pässe in Deutschland und den USA kopiert. Sie sind gleich wie die Schweizer. Wieso muss die Schweiz immer alles nachmachen ohne zu denken. Deshalb NEIN zu biometrischen Pässen!!! Antworten



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