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Couchepin will die ETH umbenennen

Von Daniel Friedli und Daniel Scheebeli. Aktualisiert am 25.05.2009 19 Kommentare

Der Bildungsminister möchte einen gemeinsamen Namen für alle ETH-Institutionen. Das sorgt vor allem in Zürich für rote Köpfe.

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Auf ihre ETH sind die Zürcher Politiker quer durch alle Parteien stolz. Umso weniger verstehen sie, dass es die Eidgenössische Technische Hochschule - zumindest auf dem Papier - bald nicht mehr geben soll. Denn Bildungsminister Pascal Couchepin möchte von der ETH Zürich über das Paul-Scherrer-Institut bis zur EPF Lausanne sämtliche ETH-Institutionen unter einem gemeinsamen Namen firmieren lassen. Der Vorschlag, den er unlängst im Nationalrat präsentiert hat: Swiss Federal Institute of Technology.

Heftige Reaktionen auf Couchepins Vorschlag

Obwohl die ETH Zürich diesen Namen schon heute als englischen Beinamen verwendet, sind die Reaktionen heftig ausgefallen. Auf Bestreben von Parteikollege Ruedi Noser wurde Couchepin kürzlich in die nationalrätliche Bildungskommission zitiert, um seine Ideen zu erläutern. Auf viel Anklang ist er damit nicht gestossen: «Es ist ein Unsinn, das Markenzeichen ETH durch eine neue Marke zu ersetzen», sagt SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli und wird dabei auch von Kathy Riklin unterstützt: «Die ETH ist ein Qualitätssiegel, das man nicht einfach über Bord werfen darf», sagt die CVP-Nationalrätin. Vor allem, so ergänzt Ruedi Noser, dürfe die Entscheidung den ETH-Institutionen nicht von aussen aufgezwungen werden. «Sie müssen selber wissen, wie sie ihre Position verbessern.»

ETH-Rat soll Vorschläge machen

Davon scheint freilich auch Couchepin auszugehen. Denn er hat dem Präsidenten des ETH-Rates, dem früheren FDP-Ständerat Fritz Schiesser, den Auftrag erteilt, die Frage abzuklären und Vorschläge zu machen. Derzeit analysiert eine Arbeitsgruppe das Dafür und Dagegen. Inhaltlich will der ETH-Rat momentan nicht weiter Stellung nehmen, genau so wie die beiden Hochschulen. Vor allem aber in Zürich hört man hinter vorgehaltener Hand beträchtliche Skepsis. Nüchterner beurteilt Markenexperte Thomas Deigendesch den Vorschlag. Wichtig sei vor allem, dass die ETH ihr Profil schärfe, sagt er. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.05.2009, 08:03 Uhr

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19 Kommentare

Lea Awai

28.05.2009, 14:11 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Bin Noch-Studentin an der ETH Zürich und momentan für ein Semester am Tokyo Institute of Technology. Hier ist die ETH durchaus bekannt und hoch angesehen, wobei sie bei EPFL nur grosse Augen machen und auch 'Swiss Institute of Technology' Stirnrunzeln verursacht. Den Nutzen einer Namensänderung seh ich nicht, verglichen mit den einhergehenden Verlusten (wirtschaftlich und PR-technisch). Antworten


Gustav Habegger

25.05.2009, 09:01 Uhr
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Ein Markenzeichen wie die ETH ändert man nicht! Herr Couchepin würde sich besser einmal vertieft den Problemen der Krankenkassen und Sozialversicherungen annehmen. Die wenig qualifizierten Vorschläge in diesem Bereich sind ein Hohn. Flickwirk zu Lasten resp. zu Gunsten Einzelner anstatt solidarisch mitgetragene Lösungen wie es sein sollte. Antworten



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