Die faulsten Ausreden von Schwarzfahrern
Von Roger Keller. Aktualisiert am 16.04.2009 51 Kommentare
Glattalbahn nach Kloten entpuppt sich als Bussenfalle
Die Glattalbahn ist die erste Tramlinie, die das Zürcher Stadtgebiet verlässt. Und auch die Tarifzone 10. Das hat für viele Fahrgäste offensichtlich seine Tücken: Sie haben sich jahrelang daran gewöhnt, dass sie mit einem Abonnement für die Zone 10 mit jedem Tram fahren können. Und so denken sie offensichtlich, dass es einerlei ist, ob sie nun nach Höngg, Wollishofen oder Kloten fahren. Oder sie denken gar nichts.
Das haben die VBZ-Kontrolleure seit der Eröffnung der zweiten Etappe der Glattalbahn im Dezember wiederholt festgestellt: Es hagelte Strafgebühren zwischen dem Glattpark und dem Flughafen, der zur Zone 21 gehört. Die VBZ hatten die Kontrollen laut ihrem Büro für Taxzuschläge daher vorübergehend etwas zurückgenommen. Stattdessen machen sie auf den Bildschirmen in den Cobra-Trams darauf aufmerksam, dass die Bahn die Zone 10 verlässt.
Diese Information wird jedoch schon bald wieder verschwinden, damit bei den Reisenden nicht die Erwartungshaltung entsteht, sie würden immer und auch auf allen anderen Linien gewarnt. «Die Kunden müssen sich selber informieren», heisst es bei den VBZ.
Eine leicht merkbare Hilfe sind in Zürich die Nummern der Buslinien: Alle Kurse, welche die Tarifzone 10 (Stadt Zürich) verlassen, tragen eine dreistellige Zahl. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: die Trolleybuslinie 31, die vom Hegibachplatz bis nach Schlieren fährt, und die Buslinie 91, die Witikon mit Zollikerberg verbindet. (klr)
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS). Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
«Mein Dackel ist nicht höher als 30 Zentimeter, hockt im Tram unter meinem Sessel und nimmt niemandem Platz weg. Dennoch soll ich für ihn ein Billett lösen, während ein Kinderwagen gratis ist. Das ist doch einfach ungerecht.» So himmelschreiend und unverständlich diese Ungerechtigkeit ist – der Dame bleibt nichts anderes, als sich damit abzufinden, denn so wollen es die Tarifbestimmungen. Gratis reisen im öffentlichen Verkehr nur Hunde, Katzen und andere zahme Kleintiere, die in Taschen, Körben oder andern Behältern als Handgepäck mitgeführt werden können. Das mit den 30 Zentimetern war früher – bis man merkte, dass es zu weit geht, wenn das Kontrollpersonal erst die Schulterhöhe von Tieren vermessen muss, bevor es eine Strafgebühr einfordern kann.
Tierliebe hat im öffentlichen Verkehr nicht nur Grenzen, sondern macht offenbar auch vergesslich, wie dem Brief einer anderen Passagierin zu entnehmen ist, die kein Billett hatte: «Am Freitag habe ich bei einem Aargauer Züchter Meerschweinchen geholt, aber ich habe halt an meine Tierli gedacht. Der Kontrolleur könnte Ihnen bestätigen, dass ich einen Karton mit Meerschweinchen dabei hatte.»
Die Vaterschaft schützt auch nicht
«Infolge annähernder Vaterschaft (18. Juli) habe ich es versäumt, das Abo rechtzeitig zu zeigen.» Diese Erklärung hat bei den SBB ebenfalls nicht für einen Bussenerlass gereicht. Auch verletzte oder erkrankte Passagiere machen immer wieder geltend, sie hätten kein Billett lösen können, wenn sie vom Spital kommen oder dorthin müssen. Diese Ausrede gilt aber laut VBZ auch dann nicht, wenn zum Beispiel ein Arm im Gips ist.
Eine Bussenfalle ist die 1. Klasse der S-Bahn. Ein Mann umschrieb sein Malheur so: «Gegenüber mir wahr gleich der erst Klassen-Abteil, der mir schlussendlich als eine teuflische Verführung herausstellte. Ich mit meiner Neugier konnte es nicht sein lassen. Das war ein fatahler Fehler.»
Lieber ins Gefängnis
«Am liebsten wäre mir natürlich, keine Busse zu zahlen. Am zweitliebsten hätte ich gerne zwei Tage Gefängnis, damit ich wieder einmal ausschlafen kann», schrieb ein anderer Fahrgast den SBB, dem sie ebenfalls nicht entgegenkommen konnten.
«Zone 10 berechtigt zur Fahrt in mindestens 10 Zonen.» Mit dieser Deutung des Zonentarifs versuchte ein deutscher Passagier seine Fahrt von Zürich nach Rapperswil ohne gültiges Ticket zu rechtfertigen. Erfolglos selbstverständlich.
«Ich bin mit dem Bus 751 von Stettbach nach Fluntern gefahren, beides innerhalb der Zone 10. Weil ich die Zone 21 nicht gelöst hatte, musste ich eine Busse bezahlen. Das soll einer verstehen.» Schwer verständlich, aber richtig, weil der Bus eine kurze Schlaufe über Dübendorfer Gebiet macht. Ironie des Schicksals: Hätte der Fahrgast den umständlicheren Weg mit der S-Bahn nach Stadelhofen und von dort mit dem Tram nach Fluntern genommen, wäre ihm die Busse erspart geblieben.
Eine Brille für den Kondukteur
Wer schwarz fährt und wer nicht, ist in der Tat nicht immer ganz klar. Etwa bei jener Dame, die von Pontresina nach Winterthur reiste und im Winterthurer Hauptbahnhof den Anschlusszug nach Winterthur-Töss nahm. Diese zwei Kilometer kosteten sie 80 Franken, weil auf dem Billett nicht Winterthur-Töss, sondern nur Winterthur stand. Und das, obwohl das Ticket nach Winterthur-Töss nicht mehr gekostet hätte als jenes nach Winterthur. Immerhin: In diesem Fall erliessen die SBB die Hälfte des Taxzuschlags.
Und zu guter Letzt erhalten die SBB auch immer wieder Tipps: «Von den 80 Franken, die Sie von mir erhalten, können sie dem Kontrolleur gerne eine Brille oder Kontaktlinsen finanzieren, da er schielt.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 15.04.2009, 22:48 Uhr
KOMMENTAR SCHREIBEN
51 KOMMENTARE
Bei den neusten Preisen für ein Trambillet trete ich lieber in die Pedale oder nehme gleich das Auto. Ich bin sowieseo schneller da und das ohne Kebabflecken auf dem Hemd und Pöbeleien von besoffenen Jugendlichen. Dagegen ist sogar Stau richtig entspannend. Allerdings muss man dabei noch aufpasssen, dass man nicht noch vom Tram über den Haufen gefahren wird.
Ein mal man wollte mir ein Busse geben weil ich hatte einen falschen zone gewählt aber den Billet war teuer als die Strecke dass ich gefahren habe !!! Ich habe diskutiert und in HB bin ich weggelaufen da sie wollten die Bahnpolizei anrufen !!! MAN WIRD WIE VERBRECHER BEHANDELT !! kontrolleure sind gehirnlose bestien geworden früher war anders ein Kontrolleur war eine respektierte Figur...
Bsp Singapur: Jeder Passagier hat eine Karte mit aufladbarem Guthaben. Beim Einsteigen am Automaten abpiepsen und beim Aussteigen nochmal. Der korrekte Fahrpreis wird automatisch und bequem abgezogen. Kein Tarif-Dschungel, kein Kleingeld-Problem, spontanes Ein-/Aussteigen, etc. Das wäre mal eine zeitgemässe Investition der VBZ, anstatt immer noch unter hohen Kosten Trams aus den 60-ern zu warten!
Es gibt unzählige "Fallen", so. z.B. ein falsches Billet mit dem richtigen Preis. Wir werden auf Polizeistaat trainiert... Übrigens, es gibt eine Ombudsfrau des öV: "Cornelia Füeg ist die Ombudsfrau für den öV in der Deutschschweiz. Sie kämpft gegen sogenannte Kundenfallen. Es freut sie, wenn sie den Leuten helfen kann." (Zitat aus "Via"). Wie man sie erreicht, sagt die Website der SBB nicht.
Schwarzfahren ist unfair! Und doch, die VBZ sollten von Zeit zu Zeit beide Auge zudrücken können, insbesondere bei handicapierten Personen oder Reisenden aus der Ferne. Sollte ein Blinder ein falsches Ticket vorzeigen, wäre aus meiner Sicht Verständnis angebracht. Genau so verhält es sich bei Touristen oder anderen auswärtigen, wie z.B. in dem im Artikel aufgeführten Beispiel mit W'thur Töss.
Für den Fall der Dame aus Pontresina habe ich Verständnis. In so einem Fall ist schlicht und einfach Kulanz seiten der Kontrolle angebracht, da Sinn der Kontrolle ist, das 'Erschleichen einer Dienstleistung' zu unterbinden. Die Bahn hat ja keinen einzigen Franken Umsatz eingebüsst. Man kann den Kunden per se als 'König' betrachten oder per se als "Dieb". Die SBB hat sich für letzters entschieden.
Recherche Schlieren: Bus 31 nach Schlieren gehört doch nach wie vor zur Zone 10? Weil die Stadt Schlieren die Differenz übernimmt; die VBZ für diesen Umstand finanziell entschädigt? - Oder irre ich mich?
Etliche Zonen sind auch sonderbar abgegrenzt. Nehmen wir mal die Zone 30. Diese wird durch den Greifensee durchschnitten. Warum nur sind die Forch und Volketswil in einer Zone?! Es gibt au keine richtige Verbindung zw. diesen Orten. Die Station Forch gehört zur Gemeinde Küsnacht ist aber in einer anderen Zone. Somit gibt es in einer Gemeinde zwei Zonen! Sehr logisch und super Kundenfreundlich...
schade um die unnötige missinfo: hunde werden (so die homepage der sbb) immer noch anhand ihrer risthöhe von max. 30 zentimetern gemessen...
Trotz der guten Ausbildung und Schulung in unserem Land, hat es sich scheinbar noch nicht herumgesprochen das heute nichts mehr gratis ist, so unter anderem auch der öffentliche Verkehr
Auch bei sehr gut begründeten "Ausreden" wird man vom Kontrolleur über den Schalter bis zur Bussenzentrale durch sämtliche Instanzen gereicht, um dann doch auf taube Ohren zu stossen. Dies erstaunt wenig, zumal sich die SBB relmässig auch in anderen Kundenbelangen äusserst unkulant zeigt. Trottinett und Auto sind in Zürich keine valable Alternative zur S-Bahn; Monopolstellung verleiht Macht.
Das Winterthurer Beispiel zeigt exemplarisch wie borniert Kontrollen durchgeführt werden. Die Frau hatte offensichtlich nicht im Sinn schwarz zu fahren, zumal das Ticket nicht mehr gekostet hätte. Das sich die SBB oder auch die VBZ mit dieser Vorgehensweise unbeliebt macht ist wohl keine Überraschung. Genau bei solchen Fällen würde ich etwas gesunden Menschenverstand erwarten - und nicht nur 50%.
Der Beitrag von Roger Keller greift zu kurz. Vor allem bei der Glattalbahn dürfte es möglich sein, dass Bussenfallen bewusst durch mangelnde Information gestellt sind. Wenn sich Touristen das erste Mal in der S-Bahn in die Erste Klasse setzen, werden sie ohne Abzug des bereits bezahlten Billetts unverhältnismässig und illegal gebüsst. In ihrem Land gibt es mehr Rechtssicherheit.
Hier werden sie wieder in Scharen schreiben, die Moralapostel vom Dienst: Wer für seinen Dackel kein Ticket löst, während der Kinderwagen während der Hauptverkehrszeit das Tram verstopft ist selber schuld. Wenn diese Menschen doch nur sonst im Leben auch so auf Selbstverantwortung setzen würden! Aber da müsste man sich vielleicht selber an der Nase nehmen und das will man ja auch nicht, stimmts!
Wer regelmaessig oder oft die gleiche Strecke faehrt, kennt sich aus, aber jemand welcher einmal dorthin fahren muss hat wirklich Probleme mit diesen Tariffen, besonders ohne direkte Hilfe (Schalter). Aber warum solche Komplikationen: vereinfachte Tariffe, der Transport ist doch fuer das Volk, um den Strassenverkehr und seine Abgase zu reduzieren. CFF-SBB chers frères fédéraux soyez bons buveurs
Herr Weiss Der Glarner Sprinter ist eben kein Interregio, daher sollte ist er keine Falle darstellen. Er ist ein Regio-Express, was soviel wie S-Bahn mit wenigen Halteorten bedeutet. Die meisten RE haben Selbstkontrolle und sind auch deutlich bezeichnet. Faustregel: Bedient sind IR, IC, ICE, ICN, EC, TGV.
Beispiel Bus 751: Start und Ziel in derselben Zone, aber der Bus macht eine Schlaufe in eine andere Zone. Das soll dann auch noch eine faule Ausrede sein? Einen solchen Fall könnte man ja auch mal gnädig beurteilen, oder nicht? Der Fahrgast hat ein seiner (und meiner) Meinung nach gültiges Ticket gekauft, wird durch den Zonen-Wirr-Warr kriminaliseirt und gnadenlos bestraft. Ziemlich totalitär...
Es ist einfach kein gutes Geschäftsmodell, wenn der Kunde so viel falsch machen kann und dann am Schluss auch noch eine Busse bezahlen muss. Viel sinnvoller wäre es, die Sache für den Kunden massiv zu vereinfachen, um Fehler und Vergesslichkeiten zu vermeiden. Jeder Skilift wäre diesbezüglich schon ein Vorbild.
"„Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor": so sah es kürzlich aus, als ich vom internationalem Flughafen in Zürich vor dem Bilettautomaten stand. Kein Hinweis, werder auf Deutsch, noch auf russisch oder japanisch, was eine Tramfahrt zum Zürcher HB kostet. Nicht einmal eine Hotlinenummer für solche Auskünfte war zu finden. Wie soll sich der Gast informieren?
... was ich aber immer noch nicht in Ordnung finde, ist die Tatsache, dass vielerorts die Ticket-Automaten nur Kleingeld akzeptieren. Keine Scheine, keine Karten. Wurde schon mehrfach gebüsst, da ich nur Noten aber (zuwenig) Kleingeld dabei hatte.
Ich musste mal eine andere Strecke nehmen wegen eines Lock-Defekts. Kann man annehmen, dass es keine Strafgebühren gibt wenn das "Verschulden" bei der SBB liegt?
Herr Weiss: Leider ist es nicht so einfach. Ich kann auch unverschuldet zum Schwarzfahrer werden. Ohne genauste Kenntnisse der Tarifbestimmungen und Streckenführungen ist nicht immer eindeutig klar, welches Ticket für welche Fahrt gelöst werden muss. Die neuen Automaten sind diesbezüglich eine Katastrophe, und selbst als überzeugter ÖV-Nutzer stehe ich oft am Berg.
Schwarzfahrer wissen, was sie tun und worum es geht: nicht erwischt zu werden. Ganz einfach. Verschiedene Zonen in der Zuercher Umgebung - vielleicht liesse sich das verbraucherfreundlich loesen? Gruss aus dem fernen Melbourne, wo auch schwarzgefahren wird.
Die Dame soll Ihren Dackel doch in einem Kinderwagen transportieren :)
... ganz schlicht schlecht recherchiert: So süffisant das Hundebeispiel auch sein mag, der Wahrheitsgehalt sollte überprüft werden. Ein Blick auf die Homepage der SBB genügt um zu sehen, dass die 30-Zentimeter-Risthöhe nach wie vor Anwendung findet... Mit Bitte um mehr Reflexion und journalistischen Ethos anstelle der wenig reflektierten Übernahme von SBB-Promoartikeln...
herr weiss, (15.4. 23.22 uhr): so klar ist es leider nicht immer. haben sie schonmal versucht, vom flughafen kommend, ein zone 10 abo mit einem zonenupgrade-ticket zu ergänzen? 1, 2 oder gar 3 zusätzliche zonen? nicht alle zonen sind gleich teuer.
Ich verstehe nicht warum es in Zürich nicht machbar ist das man bestimmte Billete auch in den Bahnen selber an Automaten (nach)beziehen kann? Auch das abstempeln in den Bahnen sollte doch machbar sein, wie in so vielen anderen Stadten auch!!! Wie oft kam ich schon in die Situation das sich plötzlich während der Fahrt mein Fahrtziel verlängerte ich ich weiter als geplant fahren musste. Und dann???
Ich bin langjähriger und treuer Kunde der SBB. Wenn mir jedoch mal ein Fehler unterläuft (und sei es nur, weil der blöde Billet-Automat streikt), werde ich von der SBB gnadenlos gebüsst. Da merkt man schon, dass der Kunde nicht König ist. Das Wort tüpflischiisser kommt mir in den Sinn, wenn ich an gewisse Kontroleure denke.
@Joe Weiss: Nur das Sie in Split oder Pisa wohl etwas toleranter sind als bei uns. Allgemein frage ich mich, warum Vergesslichkeit, heute praktisch ausnahmslos mit "fauler Ausrede" betitelt wird?
Auch wenn einige Briefe schon sehr lächerlich sind, genauso lächerlich sind teilweise Gründe, um Bussen zu erhalten. Das Beispiel mit dem Dackel oder auch jenes mit der Frau die von Pontetresina nach Winterthur-Töss fuhr zeigt, dass Kontrolleure und die SBB/ZVV jegliches Augenmass verloren haben und völlig arrogant agieren. Da erstaunt es nicht, dass Menschen den öffentlichen Verkehr meiden!!!
dankebestens, aber die verkehrsbetriebe haben ihren öffentlichen auftrag schon längst verraten und verkauft. billette werden immer teurer, strafen immer drakonischer und die kontrolleure sind völlig uneinsichtig. früher musste man, wenn man ein abo besass und dies mal vergass, keine busse bezahlen. heute schon. kein wunder steigt die gewalt gegen die beamten. ich verstehe das.
Es gibt keine "faulen Ausreden"; Es gibt nur ein faules System, welches Ausreden (lassen) nicht duldet.
MISERABEL RECHERCHIERT UND TENDENTIÖS - (SBB-)Werbung soll als solche gekennzeichnet werden. Zudem: Ein Blick auf die Homepage der SBB zeigt, dass das sinnfreie Schultermass der Hunde noch immer Anwendung findet... - Ganz abgesehen davon, dass der Hund für sein halbes Billett ja nicht einmal den bezahlten Sitzplatz nutzen darf!
Alle Kontrolleure in diesem Land setzen konsequent und unerbittlich das System über die Menschlichkeit. Kein Volk hat ein solches System mit preussischer Disziplinierung und Unterwerfung verdient. In der Schweiz ist das besonders traurig, weil das Schweizervolk (die Guten und die Bösen) selber bestimmt, dass es systematisch unmenschlich behandelt und auf Schritt und Tritt kontrolliert werden will.
Kein Wunder gibt's Zoff, wenn Sie solchen Unsinn der Kontrolleure weiter verbreiten. Hunde reisen nur dann gratis, wenn sie kleiner als 30 cm UND in einer Tasche sind. Bitte lesen Sie selbst die Vorschriften, bevor Sie drauflos schreibseln, und verlassen Sie sich nicht nicht blind auf Aussagen der Hunde- und Kundenhasser, die es beim "Kundendienst" auch gibt.
In Pisa oder Split besteht eine weitaus grössere Chance, auf etwas Toleranz und gesunden Menschenverstand zu stossen. Und trotzdem funktioniert auch dort der öffentliche Nahverkehr (wenn auch vielleicht nicht mit schweizerischer Perfektion, aber wer braucht diese wirklich?), wie ich letzten Sommer in Süditalien (beim "Absatz") feststellen durfte.
Hier mal wieder mein altes Mantra: Wenn die VBZ _in_ jedem Wagen mindestens noch einen Ticketautomaten aufhängen würden, wie sonstwo seit jeher üblich, dann können sie auch noch jene 80% der Schwarzfahrer vom Ticketkauf überzeugen, die husch-husch aufs eben heranfahrende Tram springen, und denen es jeweils - wie mir - zu blöd ist, aufs nächste zu verwarten. Da zahl ich halt alle drei Jahre mal.
Das Schwarzfahren überhaupt in den Medien thematisiert wird ist leider eine Folge unserer zusehends verrohenden Gesellschaftskultur. Hier werden wieder einmal die Täter zu Opfern weissgewaschen und die Kontrolleure bestenfalls als unfähig dargestellt. Vorallem der letzte Satz ihres Artikels verdeutlicht wieder einmal dieses freche Aufbegehren gegenüber jeder Form von Anstand, Recht und Ordnung.
Ein Grund, wieso die ÖV gemieden werden (wenn man nicht darauf angewiesen ist), ist der Umstand, dass zahlende Fahrgäste als verhinderte Schwarzfahrer behandelt werden. Jedem kann es mal passieren, dass er kein oder ein falsches Billet löst, wegen dem stetig zunehmenden Tarifwirrwarr, weil der Automat auf dem Perron defekt oder schlicht unbedienbar ist.
Das Wort Bussenfalle unterstellt der VBZ absichtlich die Fahrgäste in die Irre führen zu wollen. Bei der VBZ passiert vieles, aber das nicht.
@Joe Weiss.... nein, es ist nicht glasklar wer schwarz fährt! Einige Regeln sind absurd! Beispiel: Wer im ZVV mit zwei halben Billetten unterwegs ist anstatt einem ganzen Billett wird gebüsst, obwohl zwei halbe Billette mehr kosten als ein ganzes Billett. Das habe ich selbst erlebt. Auch hier half ein Brief nichts. Die SBB hingegen können rechnen. Dort gibt ein Halbes plus ein Halbes ein Ganzes.
Unmöglich finde ich bei den Tarifen, dass nach Wegstrecke und nicht nach Luftlinie berechnet wird. So muss man manchmal einen Zug vorbeifahren lassen, weil das Billet über einen anderen Ort ausgestellt wurde. Genauso muss ich viele Kiometer bezahlen, wenn der Zug in Kreisen zahlreiche Ortschaften abfährt. Beim Fliegen zahle ich ja auch nicht mehr, wenn der Flieger zwischenlandet.
@Joe Weiss.... nein, es ist nicht glasklar wer schwarz fährt! Einige Regeln sind absurd! Beispiel: Wer im ZVV mit zwei halben Billetten unterwegs ist anstatt einem ganzen Billett wird gebüsst, obwohl zwei halbe Billette mehr kosten als ein ganzes Billett. Das habe ich selbst erlebt. Auch hier half ein Brief nichts. Die SBB hingegen können rechnen. Dort gibt ein Halbes plus ein Halbes ein Ganzes.
Ärgerlich ist, dass alle gleich behandelt werden. Der Sprecher der SBB spricht sogar von "Tätern". Und genau da liegt der stossende Punkt. Ich musste auch eine "Strafe" zahlen, weil mein Billett abgelaufen war, obwohl ich sonst eine lückenlose Billett-Historie hätte vorlegen können und zusammen mit Geschäftsreisen den OV-Betrieben einen Umsatz von rund 4000 Franken bringe. Ich bin doch Kunde!
Ich bin eigentlich auch für Bussen, schon nur den ehrlichen Fahrgästen gegenüber. Aber die Tarifidiotien wie mit dem Bus 751 begreife ich einfach nicht. Es war auch mal so, dass von Meilen her es billiger war, eine Station weiter als Rapperswil zu lösen, wenn man nach Rapperswil wollte. Das versteht wohl nur die SBB oder eben der ZVV.
1.Ausnahmen von Regeln sind inakzeptabel. Kurze Ausflüge in andere Zonen oder Tram- u. Buslinien, die nicht innerhalb der Zone 10 verkehren, sollten dadurch vermieden werden, dass die Zone 10 angepasst wird. 2.Abonnements und die jetzigen Kontrollverfahren sind vorsintflutlich. Zeitgemäß wär ein kontaktloses Registrierungsverfahren, das automatisch die Strecken individuell registriert und den Rabatt kumuliert. Wie oft kauft man Abos, ohne sie auszuschöpfen?
Habe ein Jahresabo, ab 09.00h gültig. Ausnahmsweise musste ich früher zur Arbeit, da eine Kollegin krank war. Die 09.00h Limite vergass ich und wurde - gleich nach dem Einsteigen - um 08.55h erwischt und ohne Verständnis und Erbarmen gebüsst. Lächerlich und stur - eben Paragraph und nicht Mensch.
Wobei es auch kundenfreundlichere Lösungen gibt. In Japan bezahlt man beispielsweise nicht mehr, wenn man zu weit gefahren ist oder kann selbst an einem Automaten nachzahlen, wenn man weiter fahren will, als vorgesehen. Es würde schon gehen den Kunden entgegen zu kommen, aber sie zu belehren und zu bestrafen ist doch viel lustiger.
... es ist glasklar: wer (ob nun bewusst oder unbewusst) schwarz fährt im Selbstkontrollen-Bereich der Bahn ist selbst schuld. Das gilt auch für Touristen. Wenn ich nun in Pisa Bus fahre oder in Split mit dem Regionalzug herumkurve bin ich auch selber verantwortlich, mich genau zu informieren. Eine Bussenfalle stellt übrigens auch der Interregio «Glarner Sprinter» dar: ACHTUNG, SELBSTKONTROLLE!
Zürich
Meistgelesen in der Rubrik Zürich
Neues aus Ihrem Wohnort
- Hier finden Sie Nachrichten, Veranstaltungen und das detaillierte Lokalwetter ihrer und hundert weiterer Gemeinden im Gebiet des Tages-Anzeigers. Mehr...
- Gelangen Sie hier direkt zu Ihrer Gemeindeseite:
Die Top-Themen im 
Umfrage
Soll in Zürich ein nächtliches Trinkverbot auf öffentlichem Grund eingeführt werden?
Body Coach
-
Der BodyCoach hilft Ihnen, gesund und nachhaltig abzunehmen. Er stellt einen individuellen Ernährungsplan zusammen, erstellt Einkaufslisten, schlägt Rezepte vor und unterstützt Sie beim Training.







