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Die fliegenden Yogis dürfen jetzt eine Privatschule führen

Von Hugo Stamm. Aktualisiert am 20.03.2009

Die Zürcher Bildungsdirektion hat der Maharishi-Schule die Bewilligung erteilt. Jetzt braucht es noch Schüler.

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Die Bildungsdirektion von Regierungsrätin Regine Aeppli (SP) hat ein Gesuch der International Maharishi School gutgeheissen. Die neue Schule gehört ins Umfeld der umstrittenen Transzendentalen Meditation (TM) des verstorbenen Gurus Maharishi Mahesh Yogi. Ein möglicher Sektenhintergrund war für die Bildungsdirektion kein Anlass, die Erlaubnis nicht zu erteilen. Gleich wie bei der Ziel-Schule, die von Scientologen betrieben wird. Bei den Bestimmungen heisst es nur, die Schülerinnen und Schüler dürften keinen Einflüssen von «extremen Gruppierungen mit menschenverachtenden, rassendiskriminierenden oder klar unethischen Anschauungen» ausgesetzt werden.

Die TM-Schule will Schüler ab etwa 15 Jahren unterrichten und sie möglichst zur Maturreife führen. Deshalb hat sie bloss die Bewilligung für eine 3. Klasse der Sekundarstufe beantragt. (Privatschulen für ältere Schüler brauchen keine Bewilligung.)

Zu wenige Schüler

Der Start der neuen Schule ist allerdings gründlich missraten. Sie hatte auf Anfang 2007 an der Thurgauerstrasse 39 in Zürich Räume für 300 Schüler gemietet, obwohl sie noch keine Bewilligung hatte. Das Bewilligungsverfahren dauerte anderthalb Jahre. Um Kosten zu sparen, sucht sie nun kleinere Schulzimmer. Mangels Schülern konnte die Schule noch nicht starten, wie der Schweizer TM-Chef «His Highness» Raja Felix Kägi erklärte.

Als Klassenlehrer sind TM-Meditationslehrer vorgesehen, die über eine Lehrerausbildung verfügen. Zentraler Aspekt des pädagogischen Konzeptes ist die Transzendentale Meditation, das yogische Fliegen. Durch die meditative Versenkung sollen die Schüler lernen, die Erdanziehungskraft zu überwinden. Die Schule macht kein Geheimnis aus der Verbindung zu TM: Die Schüler würden durch das yogische Fliegen «Intelligenz, Kreativität, Selbstvertrauen, Initiative, Optimismus» entfalten.

Eine Musterschule

Felix Kägi ist überzeugt, dass das Maharishi-Institut eine Musterschule wird, an der sich die Staatsschulen dereinst orientieren werden. Würden alle Kinder nach den Maharishi-Methoden ausgebildet, entstünde auf der Erde bald ein Friedensreich. Um den Beweis antreten zu können, bräuchte die Schule aber Schüler. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.03.2009, 21:25 Uhr

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