Zürich

EDU-Kantonsräte wollen Gott und Darwin gleichstellen

EDU-Kantonsräte fordern, dass die Schöpfungslehre in der Schule wie ein wissenschaftliches Fach behandelt wird. Schliesslich sei der Urknall von Gott gesteuert worden.

Kurz nach dem Urknall: Computersimulation einer frühen Materienstruktur.

Kurz nach dem Urknall: Computersimulation einer frühen Materienstruktur.
Bild: zvg

Kreationismus schwappt aus den USA in die Schweiz über

Der Kreationismus beschreibt die Lehre der Schöpfung vor dem Hintergrund biblischer Schriften. Demnach sollen das Universum und das irdische Leben entstanden sein, nachdem ein Schöpfergott in natürliche Vorgänge eingegriffen hat.

Diese Weltanschauung ist vor allem in den USA stark verbreitet. «Dort gibt es fast nur Freikirchen. Diese versuchen in verschiedenen Staaten, den Kreationismus als Wissenschaft in den Schulen zu etablieren - teilweise mit Erfolg», sagt Sektenexperte Hugo Stamm. Den Einfluss aus den USA sieht er auch als Grund für das Postulat im Zürcher Kantonsrat.

Aufsehen erregte 2007 ein Lehrmittel im Kanton Bern, das die Evolutionstheorie und der biblische Schöpfungsglauben als die «bei uns am meisten verbreiteten Erklärungsversuche» zu der Entstehung des Lebens auf der Erde bezeichnet. Diese Darstellung stiess auf derart heftige Kritik, dass das Lehrmittel zurückgezogen wurde.

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In Zürcher Schulen sollen fundamentalistische Glaubensansätze aus den USA gelehrt werden. Dies fordern drei EDU-Kantonsräte in einem Postulat. Darin verlangen sie, dass die Schöpfungslehre wie ein naturwissenschaftliches Fach vermittelt wird. «Die Evolutionstheorie weist so viele Lücken auf, dass für deren Anerkennung ebenso viel Glaube nötig ist, wie für die Schöpfungslehre», begründet EDU-Kantonsrat Stefan Dollenmeier den Vorstoss, der für den kommenden Montag traktandiert ist.

«Mit solchen weltfremden Forderungen machen sich die christlichen Fundamentalisten lächerlich», sagt Sektenexperte und Tagi-Redaktor Hugo Stamm. Das wirke sich kontraproduktiv aus. «Bei ihrem religiösen Kampf gegen die Wissenschaft gebe ich den Gläubigen keine Chance», sagt Stamm.

Mehrere Anläufe vorgesehen

«Hugo Stamm muss sich keine Sorgen über uns machen», erwidert Dollenmeier. Auch wenn das Postulat nicht überwiesen wird, glaubt er an den Erfolg des Anliegens. «Ich war auch der Erste, der für ein Kampfhundeverbot eintrat.» Bis es so weit war, brauchte es mehrere Anläufe. Das werde hier nicht anders sein, ist Dollenmeier überzeugt. Zusammen mit zwei Parteikollegen fordert der kantonale EDU-Fraktionspräsident, in der Schule das «Intelligent Design» der Evolutionstheorie gleichzustellen.

Das ist laut Stamm nicht möglich: «Diese beiden Anschauungen schliessen sich aus.» Wer an die Evolutionstheorie glaube, müsse verschiedene Bereiche der Bibel als unwahr ansehen. «Es ist zum Beispiel unmöglich, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat oder die Erde laut Bibel höchstens 10'000 Jahre alt sein soll.» Letzteres ist laut Stamm wissenschaftlich eindeutig widerlegt.

«Gott brauchte länger als sechs Tage»

Dem widerspricht der EDU-Mann vehement: «Die Bibel sagt nicht exakt, wie lange Gott benötigte, um die Erde und das Leben zu erschaffen.» Dass Gott dafür sechs Tage gebraucht hatte, bedeutet laut Dollenmeier nicht, dass dies sechs irdische Tage lang dauerte.

Der Theorie des Urknalls als Entstehung der Materie widerspricht Dollenmeier dabei nicht: «Es ist gut möglich, dass dahinter der grosse Schöpfergott steht, der den Urknall auf intelligente Weise leitete.» Schliesslich gebe es keinen wissenschaftlichen Beweis, woher die Materie stamme.

Für Stamm kein haltbares Argument: «Den Glaubensanhängern hilft es nicht, wenn sie jede Lücke in den Naturwissenschaften dazu benutzen, diese als falsch darzustellen.»

«Kampf gegen den Verfall des Glaubens»

Als Grund für das Postulat der EDU-Kantonsräte sieht Stamm vielmehr den Verfall des christlichen Glaubens in der Gesellschaft. «Dagegen will man ankämpfen, indem den Kindern gesagt wird, wo Gott sitzt.»

So habe er das noch nie angeschaut, erwidert Dollenmeier. «Ich finde es einfach nicht fair, wenn man den Kindern nur eine Seite zeigt.» Es gehöre zur Aufklärung, wenn man beide Möglichkeiten zur Erklärung des Lebens in einem Atemzug nenne. «Entscheiden was für ihn richtig ist, soll dann jeder selber», sagt Dollenmeier.

In seiner Antwort auf das Postulat schreibt der Regierungsrat, eine Anpassung im Sinne der EDU-Kantonsräte würde das Bundesgesetz verletzen. Dort ist die konfessionelle und weltanschauliche Neutralität der öffentlichen Schulen verankert. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.04.2009, 14:46 Uhr

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46 Kommentare

Stucki Lukas

30.04.2009, 11:52 Uhr
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Wenn Gott nur dort vermutet werden kann, wo die Evolutionstheorie vorläufig noch Lücken aufweist, so sagt dies einiges über die Plausibilität der Schöpfungslehre aus. Im übrigen beweist ein jeder, der behauptet, die Anerkennung der Evolution sei von einem wie auch immer gearteten Glauben abhängig, nicht gerade viel Sachkenntnis, oder aber er verwechselt die Begriffe Theorie und Behauptung. Antworten


Matthias von Rode

21.04.2009, 10:40 Uhr
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@Andreas Mathys: Es gibt keinen Klimawandel-ich garantiere Ihnen das auch in 20 Jahren alles so ist wie heute-es gibt keine Zunahme an Wetterproblemen. Es gibt dagegen eine sehr starke Überbevölkerung und das führt immer zu mehr Hunger, Armut und Kriegen. Nichts kann man dagegen machen, am Besten einfach wegschauen und die Armen in Ruhe lassen. Hilfswerke und Religionen kann man nicht essen. Antworten


Andreas Mathys

21.04.2009, 01:05 Uhr
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@Rohner: Gefährlich ist es, für die Lösung schwieriger Probleme (z..B. Klimawandel, Zunahme sich daraus ergebender Katastrophen, usw.) hauptsächlich auf die Hilfe Gottes zu bauen! Nur der Mensch selber steht vollumfänglich in der Verantwortung! Von Ihrem angebeteten biblibschen Gott ist bestimmt kein Beistand zu erwarten, da es ihn nicht gibt. Die Evolution, nicht Gott, erklärt unser Leben! Antworten


Hannes Rohner

20.04.2009, 15:06 Uhr
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@Mathys: Wenn der Mensch das höchste Wesen wäre, stünde es wohl schlecht um unsere Welt! Wie können Sie nur sagen, Stamm sage es richtig? Ist der etwa Allwissend? Gut, dass wir in unserem Land noch so frei diskutieren dürfen. Die EDU versucht, ihre Entscheide in Verantwortung vor Gott zu fällen. Und das soll gefährlich sein? Sie sind mir noch einer! Belegen Sie doch bitte Ihre nette Behauptung... Antworten


Andreas Mathys

20.04.2009, 01:17 Uhr
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Herr Stamm sagt es richtig. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Wie lächerlich sich die EDU-Leute doch einmal mehr machen! Sie erinnern mich ganz an die vor der letzten Stadt- und Gemeinderatswahlen in Bern auf ihrem Wahlplakat in grossen Lettern verkündeten absoluten Wahrheit: "Ohne Gott können wir unsere Probleme nicht wirklich lösen." Eine solche Partei löst keine Probleme, sie ist gefährlich! Antworten


Walter Nänny

19.04.2009, 21:51 Uhr
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...so sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen... - weil unsere Augen sie nicht seh'n... Psalm 2:2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: 3 "Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" 4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der HERR spottet ihrer. So weit brachte es der Mensch Antworten


Pascal Meister

19.04.2009, 16:34 Uhr
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Zum Glück bleibt der Regierungsrat gelassen - ich hoffe nicht, dass ein solcher bibeltreuer Schwachfug jemals einen wissenschaftlichen Anstrich erhält. Denn Kinder nehmen das wörtlich, was man ihnen erzählt: Sie können nicht abstrahieren und die Schöpfungsgeschichte als Metapher oder als frühzeitliche Vorstellung erkennen. Antworten


Andreas Kyriacou

19.04.2009, 00:46 Uhr
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@D Bachmann: Die EDU kommt nur auf 3% - dennoch gerieten sämtliche Parteien in Panik, als sie ihre Divisionen mobilisierte, um für die Bibel-Initiative Unterschriften zu sammeln. Die Folge ist ein für alle obligatorisches Fach «Religion & Kultur», das eine völlige Mogelpackung ist. Weltliche Sichtweisen bleiben ebenso aussen vor wie alle nicht religiöse Kultur. Diese Schlacht gewann klar die EDU. Antworten


Melanie Forster

18.04.2009, 21:24 Uhr
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Das Anliegen der EDU Kantonsräte verletzt überhaupt nicht das Bundesgesetz. Die jetzige Praxis verletzt das BG, da sie die atheistische Weltanschauung privilegiert behandelt. Heute darf kein Wissenschaftl. mehr objektiv fragen: Könnte es sein, dass wegen der Genialität und Komplexität des Univerums., ein höheres Wesen architektonisch gewirkt hat, ohne sich der Lächerlichkeit Preis zu geben. Antworten


Ruedi Lais

18.04.2009, 16:24 Uhr
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@Rohrer. Das Fach Religion+Kultur als "Märchenecke" bezeichnen zeugt von wenig Respekt gegenüber den Grundlagen unserer Gesellschaft, wozu eben Religion(en) und Kultur(en) ganz wesentlich gehören. Nur in diesem Fach kann die biblische Schöpfungsgeschichte gleichberechtigt mit anderen religiösen Vorstellungen gelehrt werden. Sonst bleibt nur noch die strikte Trennung von Kirche und Staat! Antworten


sebastian zollikofer

18.04.2009, 14:39 Uhr
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@chris zähner: ich würde vorschlagen, Sie informieren sich darüber, was in den Naturwissenschaften eine "Theorie" genau ist, damit Sie sie sich beim nächsten Mal nicht wieder blamieren und "Theorie" mit "Hypothese" verwechseln. Das zeigt nur, wie gut sich religiöse Leute ausserhalb ihres eigenen "Faches" anscheinend auskennen. Antworten


ralph kocher

18.04.2009, 13:35 Uhr
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In keiner Weise ist erwiesen, dass ein "Götzenbild" von mehreren Buchstaben die Natur geschaffen. Insofern fakt aber bleibt, dass die "Ursuppe" Organigramm jeglicher Lebenswerdung ist. Und seit wann sowas existiert, kann unendlich - muss nicht definiert sein, in der Zeit. Immer blieb Geschriebenes manipulierbar. All diese relideologischen Schriften wollen nur die unabhängig Suchenden beschneiden. Antworten


Schneiter Alfred

18.04.2009, 09:27 Uhr
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Ich untersütze das Anliegen der EDU-Kantonsräte. Es geht hier nicht um wissenschaftliche Spitzfindigkeiten sondern wie Herr Stamm richtig bemerkt (wenn vielleicht auch nicht ganz so gemeint), dass es um den Zerfall des Glaubens (und der Ethik) geht. Die Folgen davon sind verheehrend, wie z. B. die aktuell Finanzkriese aufzeigt. Antworten


Lukas Schifferle

18.04.2009, 09:26 Uhr
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Der liebe Gott hat in der Naturwissenschaft nichts zu suchen. Dafuer gibt es den Religionsunterricht. Der Kreationismus ist ein Hirngespinst von Leuten, die Glauben mit Wissen vermischen. Diskussionen wie Schoepfungsgeschichte versus Evolution wurden noch im vorletzten Jahrhundert gefuehrt. Auch Christinnen und Christen koennen die Evolutionstheorie anerkennen ohne ihren Glauben zu gefaehrden. Antworten


Grazia Annen

18.04.2009, 08:45 Uhr
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Alles in der Wissenschaft ist "Theorie", weil die Erklärungsmodelle offen für neue Erkenntnisse sind und im äussersten Fall sogar widerlegt werden können. Sogar die Gravitation, die wir täglich erfahren. Unüberprüfbare Spekulationen sind keine "Theorie", welche sich ständig beweisen muss, ganz im Gegensatz zum "unsterblichen Gerücht", wie ein bekannter Theologe Gott nennt. Antworten


martin giger

18.04.2009, 07:48 Uhr
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Die Schule vermittelt WISSEN. Für GLAUBEN sind die Religionen zuständig. Antworten


Hannes Rohner

18.04.2009, 00:12 Uhr
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Ruedi Lais, warum die Schöpfungslehre (SL) in die Märchenecke? Eine Umfrage (Prof. Schmid-Hempel) ergab, dass 25% der Schweizer hinter der SL, 60% hinter der Evolutionstheorie (ET) stehen. Pro Genesis befragte direkter: 20% wollten nur die ET, 5% nur die SL und 75% wollten im Unterricht beide gleichberechtigt sehen. In unserer doch so toleranten Gesellschaft müsste die SL nicht verdrängt werden. Antworten


Ruedi Lais

17.04.2009, 21:46 Uhr
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Über Kreationismus sollen die SchülerInnen auch meiner Meinung nach informiert werden. Dies allerdings nicht im Biologie- oder Geologie-Unterricht! Dafür gibt es jetzt das Fach Religion+Kultur. Dort soll Wissen über alle relevanten Glaubensvorstellungen erarbeitet werden. Dazu gehört Kreationismus in der heutigen Welt ebenso wie Homöopathie, Astrologie oder die unbefleckte Empfängnis. Antworten


Jakob Denzler

17.04.2009, 21:21 Uhr
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Minderjährigen religiöse Ideologien aufzuoktroyieren ist schwerer Missbrauch und physischem, emotionalen und sexuellem Missbrauch von Abhängigen strafrechtlich gleichgestellt werden. Erwachsene sollen entscheiden können, was sie glauben wollen, Kinder sind nicht urteilsfähig und werden bewusst manipuliert und in etwas gezwungen, in dem viele lebenslang leiden, z.B. sexuell, psychisch, kriegerisch. Antworten


Matthias Czerny

17.04.2009, 21:17 Uhr
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Eben gerade WEIL das Bundesgesetz die weltanschauliche und konfessionelle Neutralität verlangt, gehört der Kreationismus in die Schulen. Er ist als Theorie gewiss nicht schlechter als die Evolutionstheorie, denn letztere krankt vor allem daran, dass sie nur auf Indizien beruht. Experimentelle Belege fehlen völlig, soweit es um die "Höherentwicklung" der Arten geht. Antworten


chris zähner

17.04.2009, 20:07 Uhr
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. . die evolutionstheorie ist nur eine theorie ( darvins vermutung ) und in keiner weise bewiesen. darf also - wegen der neutralität des bundesgesetzes - auch nicht an öffentlichen schulen unterrichtet werden. Antworten


M. Ronchi

17.04.2009, 20:07 Uhr
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Das einzig Wahre an der Wahrheit ist, dass es keine Wahrheit gibt! Für jeden liegt seine Wahrheit in seiner Sicht der Optik. Antworten


Ulrich Isler

17.04.2009, 20:02 Uhr
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Gut, dass Herr Dollenmeier sich erlaubt, an unseren Lehrplan einige kritische Fragen zu stellen. Die Schöpfungslehre ebenfalls zu kennen, schadet sicher keinem Schüler. Was sich hingegen einige Kommentatoren da an Äusserungen erlauben, ist einer pluralistischen Gesellschaftsordnung unwürdig. Antworten


Hans Egli

17.04.2009, 19:42 Uhr
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Es ist und bleibt eine Tatsache, dass es in der Wissenschaft keine Zufälle gibt. Bei der Entstehung der Erde soll der zufällige Urknall auslöser unseres daseins sein. Bei so einem elementaren Ereignis von Zufall zu reden ist blauäugig und unseriös. Tatsächlich glauben viele Namhafte Wissenschaftler an die Schöpfung der wunderbaren Erde. Seien wir ehrlich, es lässt sich nichts entgültig beweisen. Antworten


Leonhard Fritze

17.04.2009, 19:15 Uhr
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aehhmmm... Hugo Stamm ist für mich kein wirklicher Referenzpunkt - zu oft zu diffus, zu unwissenschaftlich Antworten


P. Joss

17.04.2009, 19:06 Uhr
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Heute hat die EDU bewiesen, dass sie politische Schwerpunkte setzen kann. Sie bringt die Themen auf's Tapet, die die Schweizer wirklich beschäftigen und für die Schweizer Zukunft essentiell ist. Wirtschaftskrise oder Arbeitslosigkeit sind ja so nebensächlich - wählt weiterhin die EDU, damit es mit der Schweiz aufwärts geht! Antworten


Emil Styger

17.04.2009, 18:42 Uhr
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Hugo Stamm soll sich zuerst an den offiziellen kirchlichen Stellen erkundigen, welche Ansichten über die Schöpfung vertreten werden und dann urteilen. Zuerst denken und dann reden. Herr Stamm!!!! Antworten


Erwin Burn

17.04.2009, 18:26 Uhr
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Super das sich Mitmenschen gegen den Darwinismus auflehnen. Der Wissenschaft fehlen immer mehr die Beweise zur Evolutionstheorie. Warum sind z.b. nach Jahrmillionen Jahren die Schweizerseen nicht alle zugeschüttet? Bei einem gleichmässigen Geschiebeeintrag wie er während den letzten hundert Jahren angefallen ist, wäre der Thuner und Vierwaldstätdersee innerhalb von 4000- 6000 Jahr aufgefüllt. Antworten


Mike Hamilton

17.04.2009, 18:25 Uhr
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Glaube(n) ist KEINE Wissenschaft und hat daher an einem Bildungsinstitut nichts zu suchen! Will jemand mehr darueber erfahren, bitte schoen, aber er soll dies privat und in seiner Freizeit tun. Empfehlenswert, weil es die ganzen fatalistischen Glaeubigen gnadenlos entblaettert: Religilous Antworten


Andre Niederdorfer (Güzel)

17.04.2009, 18:13 Uhr
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EDU ist ja bekannt für Ihre "Lachnummern". Homophob, menschenverachtend. Wo bleibt eure Nächstenliebe. Und vorallem liebe EDU fordert das doch nicht in einem so offenen Kanton wie Zürich, dort werdet Ihr sowieso nur Niederlagen einstecken. Ihr habt nur eure sture, veraltete "Ideeologie" und lebt in eurer eigenen Welt. "ERWACHET" endlich und toleriert auch andere Weltanschauungen Antworten


D Bachmann

17.04.2009, 18:02 Uhr
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Der Rückhalt der EDU beim Zürcher Stimmvolk liegt unter 3%. Das dürfte auch die absolute Obergrenze für die Unterstützung sein, die dieser Vorschlag zu erwarten hat. 97% Nein. Eine Rand-Partei versucht Aufmerksamkeit zu schinden durch extremistische Parolen. Nichts passiert. Antworten


Kurt Gsell

17.04.2009, 16:33 Uhr
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Astrologie und Homöopathie fehlen noch als Schulfach. Vielleicht könnte man Mike Shiva, Monika Kissling und Elisabeth Tessier als Lehrer beschäftigen. - Fast hätte ich Uriella noch vergessen! Antworten


Pirmin von Dannen

17.04.2009, 16:28 Uhr
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Die Realitätsverlustler (ministens 95% unserer Gesellschaft auf dieser Welt) sollen machen was sie wollen. Solange sie meine Kinder und meine Familie in Ruhe lassen haben sie von mir nichts zu befürchten. Falls aber jemand meine Lieben zu bekehren oder belehren versucht (egal ob von einem Lehrer, Papst oder Mullah), schnitze ich mir einen Pfahl wie im Mittelalter und besuche diese Selbstgeissler. Antworten


T Zaugg

17.04.2009, 15:40 Uhr
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"Dort ist die konfessionelle und weltanschauliche Neutralität der öffentlichen Schulen verankert." Gott sei dank! Oder besser: Darwin sei Dank! <- die beiden sollen ja gleichgestellt sein ;) Müssten - wenn man die Christliche Schöpfungsgeschichte als wissenschaftlich betrachtet - nicht auch die Schöpfungsgeschichten sämtlicher anderer Religionen als "wissenschaftlich" betrachten? Antworten


Peter Kunze

17.04.2009, 15:37 Uhr
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Ständig wird von der Wissenschaft verlangt, ein geschlossenes und widerspruchsfreies Weltbild darzulegen, während die Kreationisten ihren deus ex machina hervorholen. Eingekerkert in Systeme voller Dogmen, Tabus und Denkverbote und unfähig zu eigenständigem kritischen Denken erklären sie alles andere für falsch. Es wird Zeit, die Volksschule verfassungsmässig vor religiösem Einfluss zu schützen. Antworten


Jaron Winter

17.04.2009, 15:36 Uhr
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Spannend Kreationismus sollte auch an Schweizer Schulen gelernt werden, jedoch nur unter dem Vorbehalt, dass sämtliche Lehren Einzug in den Stundeplan haben werden, also nicht nur diejenigen fundamentalistischen Ansichten der Herren Dollenmeier/Waber und Konsorten, sondern auch diejenige von der FSM-Kirchen nach Bobby Henderson (Gründer der Flying Spaghetti Monster Theory). Antworten


Reto Schär

17.04.2009, 15:22 Uhr
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Möglicherweise können alle damit leben, dass ein Schulabgänger darüber Bescheid wissen sollte, dass Darwin die Evolutionstheorie auf die Beine gestellt hat und was diese beinhaltet. "Inteligent Design" respektive die Kraft hinter der Entsehungsgeschichte gehört dann eher in die Kompetenz der Eltern und- sofern vorhanden- des Reli- Unterichtes. Antworten


Ernst Frieden

17.04.2009, 15:03 Uhr
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Wir staunen über die Taliban die mit ihren drakonischen Strafen die Bevölkerung unter Kontrolle halten. Auch die Schiiten im Iran kennen kein Pardon wenn's um Religion und die Bestrafung von Kriminellen geht. Eigentlich erstaunlich, dass wir in der Schweiz unsere evangelikalen Taliban so ohne Protest tollerieren. Nun soll also die Volksverdummung noch vom Staat unterstützt werden. Antworten


Peter Weder

17.04.2009, 15:01 Uhr
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Warum schliessen die Gläubigen immer Urknall und Gott gegenseitig aus? Der Urknall kann ja durchaus göttlichen Ursprungs sein. Die Physik ist Gott. Ich empfehle, die Bücher des Astrophysikers Bruno Binggeli zu diesem Thema zu lesen. Er stellt Dantes Göttliche Kommödie der modernen Astrophysik gegenüber. Ueber das mit den sechs Tagen müssen wir ja wohl heutzutage nicht mehr ernsthaft reden. Antworten


Imanol Studer

17.04.2009, 15:00 Uhr
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guter vorschlag. ich finde ausserdem, dass man in der mathematik die "theorie", dass 1+1=3 ist ebenfalls als alternative gelten lassen sollte. des weiteren sollen in der geographie die alten weltbilder nicht mehr als historisch veraltet sondern als gleichgestellte naturwissenschaftliche "theorien" gelten. Antworten


Manuela Meier

17.04.2009, 14:58 Uhr
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Wenn die EDU nichttriviale Vorhersagen machen kann, welche dann auch überprüft werden können und sich als wahr herausstellen, bitte. Vorher müssen sie sich halt damit begnügen, dass Ihr Glaube zusammen mit anderen Religionen im Religionsunterricht abgehandelt wird. Antworten


Peter Moser

17.04.2009, 14:58 Uhr
Melden

diese bibelfundis sind eine gefahr für die öffentlichkeit!! Antworten


Herbert Berger

17.04.2009, 14:56 Uhr
Melden

EDU heisst für mich ab heute "echt dumme Ungebildete" Antworten


Robert Wehner

17.04.2009, 14:53 Uhr
Melden

Ja, genau, das musste ja kommen. Ich und die Mehrheit der Bevölkerung haben einfach keine Lust auf solche unnötigen Diskussionen, in einer Zeit, wo wir wahrlich andere Probleme lösen müssen. Antworten


Hans Meier

17.04.2009, 14:48 Uhr
Melden

Dollenmeier hätte besser im Naturwissenschaftlichen Untericht aufgepasst anstatt die kreationistische Propaganda so ernst zu nehmen. Bei der Wissenschaft gehts nicht einfach nur keine "Lücken" zu haben- jedes Wissenschaftliche Gebiet muss schliesslich irgendwo anfangen. Nein- es geht um die wissenschaftliche Methodik gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen - und dies geht mal nicht mit Bibellektüre. Antworten


Matthias von Rode

17.04.2009, 14:41 Uhr
Melden

Darwin ist für mich Gott zusammen mit Sigmund Freud. Also reicht es sicher anstelle der Bibel einfach den Darwinismus zu lehren wie bis anhin. Märchentanten gibt es genug und Trudi Gersters Märchen sind nicht so düster und gewalttätig wie die alten jüdischen Schriften. Antworten



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