Zürich
ERZ-Aprilscherz erzürnt Nachrichtenagenturen
Von Lorenz Schmid. Aktualisiert am 01.04.2009
So sehen echte Goldbarren aus, links ein 1 Kilogram-Barren. (Bild: Keystone)
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Die Telefone liefen bei Entsorgung und Recycling Zürich gestern Nachmittag heiss, kurz nachdem der Fund von Gold im Abfall vermeldet worden war. Selbst die Nachrichtenagenturen sprangen auf die Meldung auf und verschickten sie in ihrem Newsticker. Laut Leta Filli, Mediensprecherin von ERZ, hätte rund die Hälfte der Anrufer den Scherz durchschaut. «Wenn mich jemand mit dem Aprilscherz konfrontierte, habe ich nicht dementiert. Die anderen liess ich natürlich im Glauben, die Meldung sei wahr», sagt Filli. So wurde die Meldung denn auch vom Onlineportal von «20Minuten» aufgenommen, jedoch später wieder entfernt. Die «Aargauer Zeitung» und die Gratiszeitung «.ch» vermeldeten den Fund des Goldes auch in ihren heutigen Ausgaben.
Im Verlauf des Nachmittags klärte sich dann die Sache langsam auf, und den meisten Redaktionen wurde klar, dass der Goldfund ein Scherz war. Wenig erfreut waren unter anderem die Agenturen, die deshalb eine korrigierte Fassung der Meldung verschickten – und damit zugeben mussten, auf den Scherz hereingefallen zu sein.
Einmaliger Scherz von ERZ
Dass ERZ einen Aprilscherz verschickte, sei laut Filli eine einmalige Angelegenheit. «Das hat ERZ noch nie gemacht und wird es auch nicht wiederholen.» Dieses Jahr sei eine Ausnahme gemacht worden, da der Scherz nicht nur belustigen, sondern auch eine Botschaft vermitteln will. Das Geheimnis um diese Botschaft wird allerdings erst heute Nachmittag gelüftet. Naheliegend ist, dass mit dem Gold auf den Wert des Abfalls hinsichtlich seines Rohstoffgehalts hingewiesen werden soll. Bestätigen will dies Filli indes noch nicht. «Dementieren kann ich die Vermutung aber auch nicht.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.04.2009, 12:16 Uhr
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