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Camping-Explosion: «Uns blieben noch ein Tisch und zwei Stühle»

Von Stefan Hohler/Felix Schindler/ap. Aktualisiert am 25.05.2009

Bei der Explosion von Gasflaschen auf dem Campingplatz am Zürcher Türlersee wurden mindestens 17 Menschen verletzt. 17 Wohnwagen brannten aus. Für die Anwesenden war es ein Albtraum.

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Am Montagnachmittag explodierten auf einem Campingplatz am Türlersee mehrere Gasflaschen...
Bild: Christian Balistreri, newspictures

   

Campingplatz am Türlersee

Der Campingplatz am Türlersee gehört der Gemeinde Hausen am Albis, welche ihn verpachtet hat. Auf 190 Aren bietet er 180 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile. Die meisten Camper mieten ihren Platz gleich für die ganze Saison. (sda)

Telezüri-Bericht vom Türlersee

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Der Feuerwehrchef erklärt, was passierte

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Um 15.30 Uhr detonierten auf dem Campingplatz Türlersee bei Hausen am Albis mehrere Gasflaschen, wie die Kantonspolizei Zürich vor Ort bekannt gab. Augenzeugen berichteten, dass zunächst ein Wohnwagen gebrannt habe und sie schwarzen Rauch aufsteigen gesehen hätten. Kurz darauf gab es eine Serie von Detonationen, worauf das Feuer schnell auf andere Wohnwagen übergriff, die in der Nähe abgestellt waren.

Schwere Beinverletzungen

Insgesamt wurden laut Werner Benz von der Medienstelle der Kantonspolizei Zürich 17 Menschen verletzt. Einer von ihnen musste mit schweren Beinverletzungen von der Rega ins Universitätsspital Zürich geflogen werden. Er war von einem umherfliegenden, schweren Metallteil getroffen worden. Elf weitere wurden in die umliegenden Spitäler gebracht. Die anderen fünf wurden vor Ort ambulant behandelt.

Bei der Detonation wurden Trümmer der Gasflaschen zum Teil bis zu 200 Meter weit weggeschleudert. 17 Wohnwagen brannten vollständig aus, von vielen blieben lediglich die Metallgerippe übrig. Laut Benz beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Franken. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

Mit dem Wichtigsten geflüchtet

«Uns blieben noch ein Tisch, ein Sonnenschirm und zwei Stühle», sagte Elisabeth Steiner, deren Wohnwagen durch das Feuer zerstört wurde. Sie selber hatte sich im Wasser befunden, als die Gasflaschen detonierten. Es sei ihr gerade noch gelungen, ein paar Sachen aus dem Wohnwagen zu holen, bevor sie wieder habe flüchten müssen, sagte sie.

Bevor die Feuerwehr zum Einsatz kam, wurde der gesamte Campingplatz evakuiert. Am frühen Abend wurde der Campingplatz wieder freigegeben für jene, die zurückkehren wollten. Der Brandplatz, der sich auf eine Fläche von etwa 50 auf 100 Meter erstreckt, blieb vorerst weiter gesperrt.

Spurensicherung

Zur Ursache der Explosionen konnten am Abend noch keine Angaben gemacht werden. Für die Spurensicherung standen der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich und der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich im Einsatz.

Auf dem Campingplatz, der 180 Stellplätze für Caravans und Wohnmobile sowie Platz für Zelte bietet, hatten sich laut Augenzeugenberichten zum Zeitpunkt der Explosionen vorwiegend ältere Menschen aufgehalten.

Bereits einmal ähnlicher Vorfall?

Eine Angestellte des Campingplatzes habe die Anwesenden nach den Detonationen aufgefordert, in Richtung See hinunterzurennen, sagte Augenzeugin Silvia Vetsch. Sie berichtete, dass es bereits vor etwa einem Jahrzehnt an einem 1. August zu einem ähnlichen Zwischenfall auf dem Campingplatz gekommen sei. Der Campingplatz liegt in einem Naturschutzgebiet am Türlersee auf Gemeindegebiet von Hausen am Albis. Er ist dieses Jahr von Anfang April bis Mitte Oktober in Betrieb. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.05.2009, 21:17 Uhr

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