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GC gegen Basel: SBB setzen weiter auf Extrazüge, die in Altstetten halten

Von Stefan Häne. Aktualisiert am 19.05.2009

Im Bahnhof Zürich-Altstetten ist am Sonntag ein Sonderzug wegen Chaoten blockiert worden. Trotz massiver Folgen halten die SBB an ihrem Konzept fest.

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Steinwürfe auf vorbeifahrende Züge, Lackschäden bei Waggons und Loks, eingeschlagene Scheiben bei einem ICE–Zug und beim Bahnhof Altstetten: Die Krawalle nach dem Spiel zwischen dem FCZ und dem FCB kommen die SBB teuer zu stehen. Sprecher Daniele Pallecchi rechnet mit einer fünfstelligen Schadensumme. Zusätzliche Kosten in noch unbekannter Höhe ergeben sich, weil die SBB im Bereich des Bahnhofs Altstetten den Zugsverkehr am Sonntag zeitweise einstellen mussten. Fünf S-Bahnen fielen aus, über 100 Züge verspäteten sich.

Das nächste Mal bereits am Sonntag

Obschon die Auswirkungen laut Pallecchi «massiv» waren, wollen die SBB auch künftig Extrazüge organisieren. Das nächste Mal bereits am Sonntag, wenn der FCB wieder in Zürich spielen muss – diesmal gegen GC. Die Züge werden die FCB-Fans nach Altstetten und von dort wieder zurückbringen. Ein Teil der Fans reise immer mit dem Zug an, sagt Pallecchi und bezeichnet es als «sinnvoller», diese Anhänger gesondert statt in einem regulären Zug nach Zürich fahren zu lassen. Nicht in Frage kommt für die SBB, in Sonderzügen die Notbremse temporär ausser Betrieb zu nehmen und so zu verhindern, dass Chaoten wie am Sonntag die Fahrt verunmöglichen; aus Sicherheitsgründen sei dies keine Option.

Neue Haltestelle beim Letzigrund?

Dass die SBB mit ihrer Strategie verärgerte Kunden in Kauf nehmen, stellt Pallecchi in Abrede: «Wir sind doch nicht verantwortlich für die Ausschreitungen.» Die SBB seien bestrebt, in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und den Fanbetreuern der Klubs «die Auswirkungen auf den Bahnbetrieb möglichst gering zu halten» und das Dispositiv im Umfeld von Risikospielen auf dem Letzigrund nun zu überprüfen. Details dazu nennen die SBB nicht.

Wenig begeistert zeigen sich die SBB von der Idee, wie in Basel eine Zugstation neben dem Stadion zu bauen. «Der Nutzen wäre höchst ungewiss», sagt Pallecchi und fragt, wer das bezahlen soll. Die SBB müssten einen separaten Schienenstrang abseits der Hauptlinie einrichten. Dies wäre ebenso teuer wie der Aufbau einer behelfsmässigen Haltestelle. Abwegig ist die Idee trotzdem nicht: Für das neue Hardturmstadion ist im kantonalen Verkehrsrichtplan ein sogenannter Veranstaltungsbahnhof Herdern vorgesehen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.05.2009, 10:51 Uhr

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