Grünliberale wollen einen Sitz im Stadtrat

Aktualisiert am 26.06.2009

Die Stadtzürcher Grünliberalen haben am Donnerstagabend die 50-jährige Denise Wahlen als Stadtratskandidatin nominiert.

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Die 34 Teilnehmenden der ausserordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen ohne Gegenstimme bei vier Enthaltungen, Wahlen als Stadtratskandidatin für die Kommunalwahlen im Frühling 2010 zu nominieren.

Die Partei, die noch nicht im Gemeinderat vertreten ist, hat freilich wenig Aussichten auf einen Sitz in der Exekutive. Die Stadtratskandidatur öffnet ihr aber zusätzliche Möglichkeiten, sich im Hinblick auf die Parlamentswahlen ins Licht zu rücken.

Die Ziele bei den Parlamentswahlen, die gleichzeitig mit den Stadtratswahlen stattfinden, waren am Donnerstagabend kein Thema. Wie Co-Präsident Martin Luchsinger aber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, ist die Fraktionsstärke im Gemeinderat «Minimalziel».

Denise Wahlen war 2004 Gründungsmitglied der Grünliberalen (GLP), einer Abspaltung der Grünen. Seit vergangenem Herbst ist sie Mitglied des nationalen Vorstands. Sie arbeitet zudem in der parteiinternen Arbeitsgruppe Bildung mit.

Die heute 50-Jährige ist selbstständige Ernährungs- und Vitalstofftherapeutin und Dozentin an höheren Fachschulen. Zudem gibt sie Kurse an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Wahlen ist verwitwet und Mutter zweier erwachsener Kinder.

Kandidaten-Karussell bereits am Drehen

Heute setzt sich der neunköpfige Zürcher Stadtrat aus vier Vertretern der SP, drei der FDP und je einem von CVP und Grünen zusammen. Die Freisinnige Kathrin Martelli und die beiden Sozialdemokraten Esther Maurer und Robert Neukomm haben angekündigt, zu den Wahlen nicht mehr antreten zu wollen.

Die FDP will Martellis Sitz mit ihrem Stadtparteipräsidenten Urs Egger verteidigen. Er tritt neben den beiden Bisherigen Martin Vollenwyder und Andres Türler an. Die Grünen streben mit ihrem Gemeinderats-Fraktionschef Daniel Leupi einen zweiten Stadtratssitz neben jenem von Ruth Genner an.

Die CVP dürfte erneut ihren amtierenden Stadtrat Gerold Lauber aufstellen. Mit wem die SP in Rennen ziehen wird, ist noch unklar. Die SVP wird wiederum einen Angriff auf ihren 1990 verlorenen Stadtratssitz machen. Sie hat angekündigt, mit einer oder zwei eigenen Kandidaturen anzutreten, aber noch keine Kandidaten nominiert. (tif/sda)

Erstellt: 26.06.2009, 09:06 Uhr

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