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Japanischer Architekt entwirft gläsernen Tamedia-Neubau

Aktualisiert am 11.02.2009

Eine Fassade aus Glas und eine Trägerkonstruktion aus Holz: Dies sind die Attribute, die den geplanten Neubau des Medienunternehmens charakterisieren werden. Die Pläne stammen aus der Feder des japanischen Architekten Shigeru Ban.

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Tamedia baut auf dem Werdareal ein neues Bürogebäude nach den Plänen des japanischen Architekten Shigeru Ban. (Visualisierung: TA)

   

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Das Medienunternehmen Tamedia, zu dem auch Tagesanzeiger.ch gehört, baut auf dem Zürcher Werd-Areal ein neues Bürogebäude – nach den Plänen des japanischen Architekten Shigeru Ban. Der 1957 in Tokio geborene Ban entwarf das Projekt. Die gläserne Fassade macht die filigrane Trägerkonstruktion aus Holz im Inneren des Gebäudes sichtbar. Der Architekt Ban macht damit die Statik eines Gebäudes sprichwörtlich erfass- und begreifbar. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen, ab 2011 sollen die ersten Redaktionen und Verlage in den fünfstöckigen Neubau einziehen.

Nachhaltig und klimaneutral

Das Gebäude wird sich harmonisch in seine Umgebung einfügen und soll einen hochwertigen Beitrag zur Architektur im Stadtzentrum Zürichs leisten, wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer mitteilt. Das Mansardendach des Glasbaus nimmt die architektonische Sprache des Quartiers auf, die Gebäudehöhe entspricht der üblichen Blockrandbebauung. Ausserdem wird das Gebäude konsequent nach Kriterien der Nachhaltigkeit gebaut.

Eine Doppelfassade gegen die Sihl hin wirkt als Klimapuffer und reduziert den Bedarf an künstlichen Lüftungssystemen. Das Gebäude soll zudem CO2-frei und ohne Einsatz von Atomstrom betrieben werden. Die Zielsetzung des CO2-freien Betriebs verteuert den Betriebsstrom um knapp 30 Prozent. Diese Mehrkosten werden durch die Wärmedämmung und eine zukunftsgerichtete Haustechnik kompensiert.

Ban: Architekt des japanischen Pavillons an der Expo 2000

Der Japaner gilt als einer der visionärsten Architekten der Welt. Das Sichtbarmachen filigraner Trägerstrukturen ist eines seiner Markenzeichen. Für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover errichtete er den 75 Meter langen und 15 Meter hohen japanischen Pavillon. Dieser wurde aus einer aufsehenerregenden Konstruktion aus Kartonröhren gebaut.

Zur Zeit befindet sich eines seiner grössten Projekte im Bau, das Kunstmuseum im französischen Metz. 2005 gewann er die Thomas-Jefferson-Medaille für Architektur. Die Zeitschrift «Time» bezeichnete ihn als einen der bedeutendsten Innovatoren für das 21. Jahrhundert im Bereich der Architektur und des Designs. (fsc)

Erstellt: 11.02.2009, 16:07 Uhr

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