Kantonsrat will Uetliberggipfel unter Schutz stellen
Aktualisiert am 13.01.2009 19 Kommentare
Artikel zum Thema
- Uto Kulm: Illegale Bauten sofort prüfen
- Uetliberg: Wieder Streit um illegale Bauten
- Uto-Kulm-Hotelier will Kiosk nicht abbrechen
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Nur knapp haben die Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte der Überweisung des Postulats an den Zürcher Regierungsrat zugestimmt: 79 unterstützen das Begehren, 77 stimmten dagegen.
Baudirektor Markus Kägi (SVP) zeigte zwar Verständnis für den Unmut gegen das Verhalten des Gastronoms und Hoteliers Giusep Fry, der immer wieder illegal Bauten erstellte. Er plädierte aber dafür, den Nutzungskonflikt des Uto Kulm mit einer Richtplanänderung und einem neuen Gestaltungsplan zu lösen.
Hoffung auf kantonalen Gestaltungsplan verloren
Sie habe die Hoffung auf einen kantonalen Gestaltungsplan verloren, sagte Postulantin Eva Torp (SP, Hedingen). Es gebe zwar heute schon diverse kantonale und eidgenössische Schutzbestimmungen. Trotzdem seien die bedeutsamen Natur- und Kulturdenkmäler in den letzten Jahren durch massive Bautätigkeit und intensive Bewirtschaftung beeinträchtigt worden. Zudem sei der Zugang zum Gipfelplateau für die Öffentlichkeit geschmälert worden.
Nach Ansicht von CVP-Sprecher Christoph Holenstein (Zürich) ist die geplante Richtplanänderung unbefriedigend. Der Regierungsrat habe schlecht verhandelt. Die allgemeine Zugänglichkeit des Gipfels müsse besser gesichert werden. Klarere Regelungen seien aber auch für die zulässige Zahl von Fahrten auf den Zürcher Hausberg nötig.
Auch Michèle Bättig (GLP, Zürich) hält den Kompromiss für zu einseitig und deutlich zugunsten einer privaten Nutzung. Der Gestaltungsplan schaffe zu wenig Platz für die Öffentlichkeit.
Der Üetliberg müsse auch für gewöhnliche Wanderer begehbar sein, die nicht konsumieren wollten, sagte Lisette Müller-Jaag (EVP, Knonau). Das Postulat biete eine Handhabe, der «gesetzeswidrigen Umgestaltung» des Hotel- und Restaurantbetriebs Einhalt zu gebieten.
SVP: Zu fundamentale Forderung
Für SVP-Sprecher Bruno Grossmann (Wallisellen) ist die Forderung der Postulantinnen zu fundamental. Zwar sei in der Vergangenheit beim Ausbau des Ausflugsrestaurants die Grenze der Legalität gelegentlich überschritten worden, was nicht akzeptabel sei.
Trotzdem seien alle Nutzungsinteressen zu berücksichtigen und eine einseitige Weiterentwicklung des Erholungsgebietes zugunsten des Naturschutzes zu verhindern. Der Regierungsrat habe einen vernüftigen Kompromiss präsentiert.
Das Ausflugsrestaurant auf dem Üetliberg sei nötig und die Eigentumsrechte des Besitzers müssten auch geschützt werden, sagte Rolf Walther (FDP, Zürich). (tif/sda/)
Erstellt: 13.01.2009, 10:42 Uhr
WRITE A COMMENT
19 Kommentare
Zürich - Hauptstadt des zwinglianischen Spiessbürgertums. - Da hat Zürich eine erstklassige Touristen-Attraktion. Etwas, wo sich Gäste noch Jahre gerne erinnern und für den Tourismus und viele Arbeitsplätze entscheidend ist und das Bahndefizit untersschraubt und trotzdem nur einen winzigen Teil des Üetibergs beansprucht. Wirklich Fry oder Frei sind offenbar nur die 68er-Linken. Konkurrenz dankt. Antworten
Ich gehe in erster Linie auf den Uetliberg wegen der Natur, der Ruhe, der Erholung. Gute Gastronomie ist nicht mein Anspruch. Mir genügt ein Fläschchen im Täschchen, etwas kleines zum Essen pack ich mir auch gerne selber ins Rucksäckchen. Luxus und das laute drum und dran gibt es genügend im Tal. Jeder Mensch braucht mal eine Auszeit, oder etwa nicht. Baut nur alles zu, irgendwann ist es zu spät. Antworten
Als einfacher Bürger fühlt man sich gelinde gesagt etwas vera...eppelt vom Regierugnsrat und Herrn Fry. Wir müssen uns alle ans Gesetz halten, bloss wenn es um Fry geht, scheint dieser einfache Grundsatz nicht zu gelten. Ich frage mich ernsthaft, weshalb man bei Herrn Fry so grosszügig über alles hinwegsieht, was er sich zu Schulden kommen lässt. Antworten
Mir hängen diese totalen Ueberreglementierungen geradezu zum Hals heraus! Da kommt mal Einer wie der Fry, der gute und innovative Ideen hat, diesen Schlafmützenberg etwas zu beleben, damit auch Zürich (nebst seinem eigenen Verdienst natürlich) auch etwas Konturen am Stadtrand zu verleihen, während alle vereinigten Bünzlis und Neider unisono in ein immerwährendes Geheul ausbrechen. Wääh... Antworten
Gebt doch endlich Ruhe auf diesem Üetliberg, die Gäste sind zufrieden. Man kann konsumieren oder nicht! Erinnert ihe Euch an die Bruchbude, bevor Giusep Fry dort oben etwas machte? Lasst ihn endlich in Ruhe!!!!!! Ich habe übrigens keine Aktien dort, wie man so sagt! Antworten
Warum lässt Stallikon Herrn Fry alles einfach so durchgehen? Der einfache Bürger fragt sich, ob da wohl nicht eine Hand die andere wäscht? Wäre ja nicht das erste Mal, dass Gastronomen von gewissen Beamten gegen gewisse Geschenke beide Augen zudrücken. Huber lässt aus der Toskana grüssen... Antworten
Jede winzig kleine Veränderung an der Fassade und sei es nur ein zusätzliches Fenster oder ein Vordächlein benötigt eine Bewilligung. Nur Herr Fry braucht das offenbar nicht. Man fragt sich, warum gerade er nicht? Und wie lange das Spiel wohl noch so weitergeht? Gelten auf dem Uetliberg andere Gesetze als im Rest des Kantons? Antworten
Bin nun auch schon seit 35 Jahren Uetliberggänger. Kann mich noch gut an das schmuddelige Selbstbedienungsrestaurant (Terasse) erinnern, das war wirklich kein 'Hotspot' von Zürich. Fry, wenn auch nicht immer ein Symphatieträger, hat den Uto Kulm zu einem attraktiven Ausflugsziel gemacht, der Bevölkerungsandrang gibt ihm recht. Tip für Fry-Gegner: Uto Staffel! Antworten
Lasst die Bauten stehen. die Wanderer stehen am Kiosk schlange. Das Volk möchte und braucht diese Verpflegungsmöglichkeiten. Wir leben in einer Demokratie. Die Mehrheit entscheidet. Der Andrang an der Fry Gastronomie spricht bände. Das Volk sagt JA. Die paar Neider sollen sich schämen! Antworten
in dieser rechtswidrigen sache sinkt die vom bürgerlichen machtkartell aus cvp, fdp und svp beherrschte zürcher regierung aufs niveau einer bananen-republik. es würde mich nicht erstaunen, wenn sich fry den "goodwill" der drei bürgerlichen parteien mit "kleinen zuwendungen" in deren parteikässeli erkauft hätte (im sinne eines modernen ablass-handels) ..... Antworten
Ich appeliere an die Vernunft und bitte die Kritiker nicht pästlicher zu sein als der Papst. Kennen die Kritiker eigentlich die Situation vor Ort oder darf einfach nicht sein, was nicht sein darf? Ich spaziere regelmässig auf dem Uetliberg und schätze die einfache Verpflegungsmöglichkeit an der "Snackbar". Die momentane Situation ist sehr befriedigend für alle und soll bitte auch so bleiben. Antworten
P. Ilg's Feststellungen (s. unten) treffen vollumfänglich zu. In der Stadt Zürich braucht es eine Baubewilligung für ein Standart-Marronihäuschen und auf dem Uetliberg kann nach Wild West Methoden gebaut werden. Fry ergreift alle Rechtsmittel zur Legalisierung seiner Eigenmächtigkeiten - was sein gutes Recht ist -, nur sollte er dann unterliegen, so muss zwingend abgebrochen werden. Keine Gnade! Antworten
Es ist skandalös, dass jeder Hauseigentürmer für alles mögliche eine Bewilligung braucht, und Gisuep Fry über Jahre tun und lassen kann, was er will. Man muss sich fragen, wieso die Behörden und die Gemeinde Stallikon nichts unternehmen ? Ooffensichtlich läuft es in der Schweiz nicht anders als in Russland mit seinen Oligarchen. Antworten




Robert Erni
Zürich - Hauptstadt des zwinglianischen Spiessbürgertums. - Da hat Zürich eine erstklassige Touristen-Attraktion. Etwas, wo sich Gäste noch Jahre gerne erinnern und für den Tourismus und viele Arbeitsplätze entscheidend ist und das Bahndefizit untersschraubt und trotzdem nur einen winzigen Teil des Üetibergs beansprucht. Wirklich Fry oder Frei sind offenbar nur die 68er-Linken. Konkurrenz dankt. Antworten