Künstlerin Bessie Nager tödlich verunglückt
Die Kunstwelt trauert: Die Zürcher Künstlerin Bessie Nager verunfallte letzten Sonntag tödlich. (Bild: Sophie Stieger)
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Am vergangenen Sonntag starb Bessie Nager im Alter von 46 Jahren bei einem Autounfall, wie die Familie gestern Mittwoch mitteilte. Nagers Wagen stiess bei Langnau frontal mit einem anderen Auto zusammen. Ihre zehnjährige Tochter überlebte den Unfall mit geringfügigen Verletzungen.
Vor nicht einmal zwei Wochen eröffnete Bessie Nager ihre Soloshow HRÖNIR im Kunstmuseum Solothurn. Die Ausstellung zeigt ebenso grosszügig wie verdichtet die wichtigsten Elemente von Nagers künstlerischer Arbeit der letzten knapp zwanzig Jahre. Ihre Videos, Installationen und multiperspektivischen Bildräume waren in diesen zwei Dekaden auch in Zürich regelmässig zu sehen und fügten sich zu faszinierenden Parallelwelten. Ihr Züri-Tram im Helmhaus 2006 etwa ist in lebendiger Erinnerung, die letzte ihrer sechs Einzelausstellungen in der Galerie Bob Gysin liegt noch kein Jahr zurück.
Bessie Nager, 1962 in Luzern geboren, studierte zunächst Kunstgeschichte in Zürich, später parallel dazu Bildende Kunst an der F+F und der ZHdK. Beide Studienrichtungen schloss sie 1991 ab. Zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz, Europa und in den USA zeugen von ihrem Erfolg, wie auch viele Ehrungen in Form städtischer, kantonaler und eidgenössischer Stipendien. Als Mitglied der Kunstkommission der Stadt Zürich (1998-2006), der Programmkommission (seit 2003) und des Vorstands (seit 2005) des Kunsthauses und verschiedener Jurys wirkte sie ebenso erfolgreich in der Kulturpolitik. (mlu) (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 29.01.2009, 14:12 Uhr
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