Mehr Velounfälle und 51 Tote auf Zürcher Strassen
Aktualisiert am 05.02.2009 10 Kommentare
Unfälle in Kanton Zürich
- Tödliche Kollision mit Tram
- Schwerer Unfall in Langnau am Albis
- Toter nach Kollision zwischen Sattelschleppern
Immer mehr Roller- und Velounfälle
Eine seit einigen Jahren anhaltende Zunahme beobachten die Fachleute bei den Unfällen mit Rollern, von denen auch immer mehr auf den Strassen umherfahren: Sie waren 2008 an 141 Unfällen beteiligt (+8).
Dass es auch immer häufiger zu Velounfällen kommt, beginnt die Behörden «langsam zu beschäftigen». 2008 waren 284 Velos (+22) an Unfällen beteiligt.
Über 130 Tramunfälle
Mit 132 (+2) praktisch unverändert war die Zahl von Tramkollisionen. Dabei wurden 79 Personen verletzt und 4 getötet. Ob es einen Zusammenhang gibt mit den leisen neuen Trams, ist noch nicht klar. Laut Brooks wird jeweils der Tramtyp erhoben. Von den neuen Cobras verkehrten aber einfach noch zu wenige.
Positiv ist die Entwicklung des Unfallgeschehens an Fussgängerstreifen: Hier wurden 89 Unfälle verzeichnet - 40 weniger als im Vorjahr.
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Total kam es 2008 zu 13'500 Verkehrsunfällen im Kanton Zürich. Das sind 313 Unfälle weniger als im Vorjahr. Beinahe jeder vierte Unfall hatte Verletzungen zur Folge.
Während die Gesamtzahl der Unfälle sank, stieg die Zahl der Todesopfer stark an: 51 Personen starben, 14 mehr als 2007. Laut Mitteilung der Kantonspolizei sinkt aber statistisch gesehen die Anzahl tödlich Verunfallter. Sie nimmt seit Jahren tendenziell ab.
Fast doppelt so viele Todesopfer in Zürich
In der Stadt Zürich kam es zu 3855 Verkehrsunfällen. Das entspricht verglichen mit den beiden Vorjahren einem Rückgang um zwei Prozent. Hingegen nahmen die Todesfälle von 6 auf 11 Opfer zu. Das gleiche trifft auf die Anzahl Schwerverletzter zu: Sie stieg um 15 Prozent auf neu 209 Personen an. Die Zahl der Leichtverletzten blieb mit 1160 Personen praktisch konstant.
Anders als in der Stadt Zürich sank die Opferzahl in Winterthur von 3 Toten im Jahr 2007 auf null im vergangenen Jahr. Bei 1275 Unfällen auf den Strassen in Winterthur verletzten sich 350 Personen. Am häufigsten ereigneten sich die Unfälle an einem Freitag.
Trauriger Rekord Anfang 1970er-Jahre
Vergleicht man die Zahlen der Verkehrstoten in den letzten Jahrzehnten, so stellt man einen Spitzenwert von mehr als 260 Toten Anfang der 1970er-Jahre fest. Mit einzelnen Ausschlägen gegen oben sank diese Zahl seither kontinuierlich. 1990 lag sie bei rund 100.
2007 wurde mit 37 Toten ein «historischer Tiefstwert» registriert, wie Zoelly sagte. Zum Anstieg im Jahr 2008 trugen nicht zuletzt drei Unfälle mit insgesamt sieben Toten in Dübendorf (2 Todesopfer), Rümlang (2) und Illnau-Effretikon (3) bei. (ep/sda)
Erstellt: 05.02.2009, 13:52 Uhr
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10 KOMMENTARE
Als ich einmal mit 55 in einer 50er-Zone erwischt wurde, unterhielt ich mich mit dem Beamten. Wir waren uns einig, dass ich mit niemandem kollidiert bin und niemanden gefährdet habe. Der Beamte meinte, das spiele keine Rolle. Für mich ist klar: wenn es bei unseren Gesetzen keine Rolle spielt, ob kracht oder gefährlich ist, dann ist es auch kein Wunder, dass es Unfälle gibt.
Wie lange noch müssen wir diesen Artikel jeden Tag hier finden? Ich denke, wir wissen den Inhalt in der Zwischenzeit auswendig, oder doch nicht?
Zuerst wird über die rücksichtslosen Fussgänger gewettert, jetzt sind die Velofahrer dran. Die Autofahrer, die die Mehrheit der Bürger sind, sollen doch eine Initiative starten, die velofahren und zu Fuss gehen endlich verbietet.
In vielen Städten der Welt fahren Strassenbahnen (Trams), es wäre eine interessante Sache, die Unfall-Statistiken dieser Städte und ihrer Strassenbahn-(Tram)-Gesellschaften anzusehen und dann vergleichen!
Es verwundert nicht, dass immer mehr Velofahrer in Unfälle verwickelt sind. Sie benehmen sich vielfach so, als ob sie gepanzerte Fahrzeuge seien und keine Rücksicht auf andere nehmen müssen. Speziell in der Nacht kann man unbeleuchtete Velos nicht erkennen und ebenso sind viele Velofahrer anscheinend der Meinung, die Verkehrsregeln gelten nur für die Andern.
@ Christian Schenk: interessant, dass velokuriere resp. 2rad-professionell kaum in unfälle mit anderen verkehrsteilnehmern verwickelt sind ... nur wenn du dir mit selbstvertrauen deinen platz gegen all die unsinnig super-teuren, -starken und schnellen strassen-panzer behauptest überlebst du die tägliche kriegs-erklärung aggressiver autolenker. ansonsten wirst du leider gnadenlos plattgewalzt!
...diesen auch nicht. z.B. fährt das Tram auf gleichem Trassee wie der iV, gilt gleiches Recht für alle, wie auch wenn das Tram über "Haifischzähne", also keinen Vortritt, fahren muss. Viel grösser ist der Skandal, wie tief die Qualifikationen mancher Autofahrer sind und diese nicht mal merken, dass sie im Bereich der Geleise stehen - und meistens sind es die mit den kleinsten Autos...
Das Tram hat überhaupt nicht "absoluten" Vortritt, ausser vielleicht an einem zweitklassigen Stammtischgespräch. Es versteht sich von selbst, dass ein Tram nicht ausweichen kann und daher gewisse, rechtliche Priviliegien braucht. Jedoch hat sich ein Tram(führer) überall dort, wo dieser Zusammenhang zwischen der Einschränkung in der Beweglichkeit und dem Vortrittsrecht keinen Zusammenhang ergibt...
Hat die allmächtige VBZ verhindert, dass der Tagi die Bilder von Tramunfall/Hottingerstrasse veröffentlichen? Es ist ein Skandal, dass die Killermaschine Tram, von den Linken verhätschelt und gefördert,absolut Vortritt hat von allen Verkehrsteilnehmer, wo gibt es sowas auf der Welt?
Mehr Velounfälle erstaunt mich nicht. Nachdem ich 2 Jahre lang mit dem Auto zur Arbeit fuhr, muss ich einfach sagen dass die Velofahrer - und speziell die Velokuriere - immer krimineller fahren. Rasch einen Links-Schwenker ohne Hanzeichen 5 Meter vor meiner Kühlerhaube bei 40 kmh? Völlig normal heutzutage! Rechts überholen vor einer Kreiseleinfahrt?Ganz die Regel. Kein Wunder also...
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