Zürich

Zoo schickt Uhus nach Litauen

Im Herbst sollen mindestens zwei Uhus aus dem Zürcher Zoo in ein Wiederansiedlungsprojekt nach Litauen gebracht werden. Bruterfolg hatten aber auch andere Eulen und Käuze.

1/7 Bartkauz_70892660.JPG
Einer von vier jungen Bartkäuzen sitzt auf einem Ast in einer Volière im Zoo Zuerich.
Bild: Steffen Schmidt/Keystone

   

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Zuoberst auf einem dicken abgestorbenen Ast thront ein junger Bartkauz, beinahe unbeweglich, wie ein Grosser. Bloss sein kindlich-flaumiges Gefieder passt nicht so recht zu seinem majestätischen Gehabe. Hinter ihm turnt ein Geschwisterchen auf dem Ast herum. Die eindrücklich grossen Eltern überwachen ihre Nachkommen unauffällig aus dem Hintergrund.

Die vier kleinen Bartkäuze sind erst wenige Wochen alt. Sie und die Jungen in den anderen Eulen- und Kauz-Gehegen machen dem Zoo grosse Freude. «Wir sind absolut glücklich», sagte Kurator Robert Zingg am Mittwoch vor den Medien. Der Zoo blicke auf eine erfolgreiche Brutsaison zurück. Denn auch bei den Sperbereulen zeigte sich Mitte Mai der erste von insgesamt drei Jungvögeln.

Mitarbeit bei zwei Auswilderungsprojekten

Der Zoo Zürich beteiligt sich an zwei Auswilderungsprojekten. In Niederösterreich werden dieses Jahr aus verschiedenen Zoos und Zuchten rund 20 Jungvögel der Habichtskäuze ausgewildert. Dieses Jahr hat es in Zürich mit der Brut zwar nicht geklappt. Teilnehmen werden drei Zürcher Jungvögel von 2008.

Beim Projekt geht man wohlüberlegt vor, wie Zingg schildert: Die Jungen leben zuerst zusammen mit ihren Eltern in einem Gehege am Ort der späteren Freilassung. Im Spätsommer dann werden die Jungen freigelassen. Die Eltern bleiben noch ein paar Wochen in den Volièren. So gewöhnen sich die ausgewilderten Tiere besser an den Ort. Im Herbst kehren die Eltern heim in ihre Zuchtstationen.

Mit Markierungen und kleinen Sendern versucht man, mit den ausgewilderten Tieren in Kontakt zu bleiben. «High-Tech-Nistkästen» sollen Auskunft geben über allfällige Bruterfolge, wie Zingg sagte.

Ein zweites Auswilderungsprojekt läuft in Litauen an. Hier geht es um Uhus. Der Zoo Zürich will im Herbst mindestens zwei Tiere schicken. Falls bis dann noch Nachwuchs kommt, reist dieser gleich mit. (los/sda/)

Erstellt: 17.06.2009, 15:00 Uhr

Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate