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Prügelnden Schülern drohen 10 Jahre Haft

Von Edgar Schuler/Simon Eppenberger/Tina Fassbind. Aktualisiert am 08.07.2009

Die Jugendlichen, die in München mutmasslich einen Mann beinahe zu Tode prügelten, bleiben bis zu zwei Wochen in Haft. Den Schülern drohen bis zu 10 Jahren Gefängnis.

1/31 Müssen für ihre Tat ins Gefängnis: Mike B. (rechts) für sieben Jahre, Ivan Z. (Mitte) für knapp drei Jahre, Benji D. (links) für knapp fünf Jahre.
Grafik: Linda Graedel

   
WBK Küsnacht.

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Die mutmasslichen Täter bleiben inhaftiert, wie der zuständige Oberstaatsanwalt Wolfgang Beckstein am Donnerstag gegenüber «Radio 1» bestätigte. Die Jugendlichen müssten im Falle einer Verurteilung mit einer happigen Strafe rechnen: «Die Höchststrafe ist 10 Jahre Jugendstrafe für versuchten Mord. Versuchter Mord deshalb, weil es heimtückisch war und die Beweggründe niedrig waren. Wir werden sogar das Mordmerkmal der so genannten Mordlust prüfen», führt Beckstein aus.

Ein Grossteil der Klasse sei inzwischen bereits nach Hause gefahren. Die drei mutmasslichen Haupttäter bleiben vorerst in Haft.

Schule ergreift Massnahmen

Die Tat hat Schüler und Schulleitung der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht (WBK) gleichermassen schockiert. Die Schulleitung zeigt in einem Communiqué tief betroffen von den schrecklichen Vorkommnissen und will Massnahmen ergreifen. Weitere Angaben macht die Mitteilung nicht.

Der Vorfall, in den fünf Schüler der WBK involviert waren, ereignete sich am Dienstagabend. Die Schüler – einer stammt aus der Schweiz und je einer aus Slowenien und aus Portugal – überfielen in der Innenstadt von München mehrere Männer. Dabei prügelten sie einen 46-Jährigen beinahe zu Tode. Die Münchner Polizei ermittelt wegen Verdacht auf versuchten Mord.

Schweizer Generalkonsul bietet Unterstützung

Die WBK bietet ein freiwilliges und öffentliches Berufsvorbereitungsjahr für Jugendliche nach der obligatorischen Volksschulzeit. Sie steht Jugendlichen aus dem Bezirk Meilen und den umliegenden Gemeinden offen, die nach der Volksschule keinen direkten Berufsausbildungs- oder Schulanschluss gewählt oder gefunden haben.

Die Schweiz bietet den betroffenen Schülern konsularische Unterstützung an. Das Generalkonsulat in München habe Kontakt mit der zuständigen Polizeistelle aufgenommen, erklärte Eric Reumann, Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.07.2009, 09:26 Uhr

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