Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Religion darf nur mit Patent unterrichtet werden

Aktualisiert am 20.04.2009

Das Fach «Religion und Kultur» an der Primarschule im Kanton Zürich soll nicht von Katecheten erteilt werden. Der Kantonsrat hat am Montag eine Motion von EDU, EVP und SVP mit 75 zu 67 Stimmen abgelehnt.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Nein stimmten SP, FDP, Grüne und CVP. Wenn nur Lehrpersonal mit Lehrerpatent zum Unterricht zugelassen werde, drohe ein eigentlicher Personalengpass, warnten die Motionäre. Es sollten deshalb auch Katechetinnen und Katecheten, die das bisherige freiwillige Fach «Biblische Geschichte» unterrichteten, «Religion und Kultur» erteilen können, wurde gefordert. Schwimmunterricht könne ja auch von Personen ohne Lehrerpatent erteilt werden.

Es sei unökonomisch, das Potenzial der Katecheten nicht zu nutzen, sagte ein EDU-Votant. Sie seien nämlich für dieses Fach «intensiver und besser ausgebildet» als Primarlehrerinnen und- lehrer. Von «Verschwendung pädagogischer Ressourcen» sprach ein EVP-Sprecher.

Regierungsrat geht nicht von Engpass aus

Der Regierungsrat begründete seinen Widerstand gegen den Einsatz von Katecheten mit der neuen Ausrichtung des Fachs. Im Gegensatz zur früheren «Biblischen Geschichte» sei «Religion und Kultur» als obligatorisches Fach den andern Fächern der Volksschule gleichgestellt. Die Lehrpersonen müssen zusätzlich zum Lehrdiplom eine entsprechende Weiterbildung für das neue Fach haben.

Das Interesse an dieser Ausbildung sei sehr gross, sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP). Es werde genügend Lehrpersonen geben, um den Unterricht zu gewährleisten. Sie wies auch auf die Befürchtung von Eltern anderer als der christlichen Religion hin, es werde im Unterricht eine religiöse Indoktrinierung geben.

Verschiedene Religionen gelehrt

Es gebe Zweifel, sagte eine Sprecherin der Grünen, ob es allen Katecheten, die früher «Biblische Geschichte» unterrichteten, gelingen würde, das neue Fach neutral zu erteilen. Gefordert werde nämlich, dass die Lehrpersonen keine Wertung der verschiedenen Religionen vornähmen.

Das neue Fach wird gestaffelt eingeführt. Um die Glaubensfreiheit nicht zu verletzen, ist das Fach nicht als konfessioneller Religionsunterricht angelegt. Es soll vielmehr elementare Kenntnisse über Grundgedanken, Überlieferungen und Bräuche verschiedener Religionen vermitteln. Auf der Primarstufe liegt der Schwerpunkt beim Christentum. (mro/sda)

Erstellt: 20.04.2009, 14:13 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.