Zürich

SBB-Tunnel lockt Zürcher scharenweise in den Untergrund

Wer die Bauarbeiten an der Durchmesserlinie live sehen will, kann das: Die SBB bieten Baustellen-Führungen an. Die Touren sind der Renner. Die Wartefrist beträgt bis zu zwei Monate.

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Endausbau der Passage Sihlquai im September 2008.
Bild: SBB

   

Panne unter dem Hauptbahnhof

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Baustelle unter dem HB Zürich

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Video: Roman Weber



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Grossbaustellen und Tunnelbohrmaschinen, die sich in den Fels fressen, faszinieren. Das ist auch bei der derzeit grössten Baustelle der SBB so: die Durchmesserlinie, die voraussichtlich Ende 2015 Altstetten über den neuen Bahnhof Löwenstrasse mit Oerlikon verbinden wird.

Seit Anfang Jahr bieten die SBB Führungen für Gruppen von mindestens zehn Personen an. Diese sind sehr begehrt, wie Sprecher Daniele Pallecchi sagt: «In den letzten vier Monaten haben rund 1000 Personen an einer Führung teilgenommen.» Das hat Folgen: Wer sich jetzt anmeldet, kann erst in rund zwei Monaten mit einem Termin rechnen. «Wer sich überlegt, die Führung als Geburtstagsgeschenk für jemanden zu buchen, muss früh genug agieren», empfiehlt Pallecchi.

Der Zwischenfall von letzter Woche, als ein Mikrotunnel einstürzte und das Bahnhofquai abzusacken drohte, hat laut Pallecchi keinen Einfluss auf die Führungen, die derzeit 15-mal pro Woche durchgeführt werden. «Der betroffene Abschnitt ist nicht zugänglich für Besucher und wird auch weiterhin nicht Teil der Führung sein.» Die einbetonierte Tunnelbohrmaschine bleibt den Besuchern der Tour also vorbehalten.

Grosse Tunnelbohrmaschine nicht zu sehen

Ein bisschen Baustellenluft kann man bei der Baustellen-Besichtigung dennoch schnuppern. Mit Helm und oranger Weste geht es in den Untergrund. Wohin genau, kann Pallecchi aber nicht sagen. Das variiere je nach Bauphase. «In einen Bereich zu gehen, wo etwa Baumaschinen im Einsatz sind, kommt aus Sicherheitsüberlegungen nicht infrage.» Deshalb kann der Abschnitt zwischen Oerlikon und Zürich HB, wo sich die riesige Tunnelbohrmaschine vorarbeitet, vorläufig nicht besichtigt werden.

Die Besucher kommen auf der maximal zweistündigen Tour dennoch auf ihre Kosten, so Pallecchi: Neben dem kurzen Ausflug auf eine der Baustellen der Durchmesserlinie zeigen die SBB den Besuchergruppen im Ausstellungsraum unter dem Hauptbahnhof die aktuellen Arbeiten anhand von Filmen, Bildern und Modellen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.05.2009, 12:59 Uhr

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