So kommt der Dreck aus der Durchmesserlinie

Die Durchmesserlinie am Zürcher Hauptbahnhof ist eine der grössten Baustellen der Schweiz. Bis zu 350'000 Kubikmeter Erdreich müssen von dort abtransportiert werden.

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(Video: Roman Weber)


Der unbenutzte Durchgang für die Stadtautobahn wird als Umschlagsplatz genutzt.

Der unbenutzte Durchgang für die Stadtautobahn wird als Umschlagsplatz genutzt.

Das Förderband für das Aushubmaterial der Durchmesserlinie führt entlang der Zollstrasse.

Das Förderband für das Aushubmaterial der Durchmesserlinie führt entlang der Zollstrasse. (Bild: SBB)

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Während sich die Bauingenieure auf der Ost-Baustelle des Hauptbahnhofes noch die Köpfe zerbrechen, wie sie die einbetonierte Bohrmaschine wieder aus dem Untergrund befreien, wird der neue Tiefbahnhof Löwenstrasse weiter ausgebaggert. Bis zu 350'000 Kubikmeter Erdreich müssen in den kommenden Jahren unter den bestehenden Gleisen 3-9 abtransportiert werden. Die SBB haben dazu zwei neue Gleise entlang der Zollstrasse, einen Senkrechtförderer von 18 Metern Höhe sowie mehrere Hundert Meter Förderband installiert, um den Aushub aus dem Untergrund bis zum Umladeplatz an der Zollstrasse zu bringen. 11'000 Bahnwagen werden bis Bau-Ende in die SBB-Deponie in Wilchingen abtransportiert.

Stadttunnel-Brache dient als Umschlagplatz

Blickfang auf der Baustelle gut zehn Meter unter der Erde ist eine riesiger, betonierter Durchgang. Es ist der bereits vor Jahren gebaute Tunnel für die Stadtautobahn, die dereinst unter dem Hauptbahnhof durchführen soll - sofern sich das Volk dafür erwärmen wird. Die SBB nutzen die Bau-Brache als Umschlagsplatz ihrer unterirdischen Aushub-Stellen. Hier wird die Erde auf das Förderband geschüttet und quer unter den Gleisen zur Seite Landesmuseum geführt. Ein Senkrecht-Transporter hievt den Dreck dann vier Stockwerke in die Höhe, um neuerdings auf einem Förderband zu landen.

An der westlichen Aushubstelle direkt unter der Passage Sihlquai sind bereits vier Meter Erdreich ausgehoben worden, sechs weitere geht es noch runter. Der Boden der Fussgängerpassage ist zugleich die Decke des neuen Tiefbahnhofes Löwenstrasse, die Liftschächte ragen bereits tief in den Raum.

16 Meter unter den Gleisen

Der neue unterirdische Durchgangsbahnhof Löwenstrasse bildet das Herzstück der Durchmesserlinie Altstetten-Zürich Hauptbahnhof- Oerlikon. Gebaut wird er 16 Meter unter den Gleisen des Hauptbahnhofs. Die Arbeiten finden bei laufendem Bahnbetrieb statt und dauern gemäss SBB bis Ende 2013.

2015 folgt dann die Einweihung der gesamten Durchmesserlinie. Die gesamten Projektkosten sind auf gut 2,03 Milliarden Franken veranschlagt. Bund und Kanton teilen sich die Kosten nach einem genau festgelegten Schlüssel. Einen grossen Teil des Bundesbeitrags schiesst der Kanton dem Bund vor. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 05.05.2009, 10:29 Uhr

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