Späte Anerkennung für Einsteins «gescheites Luder»
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 13.06.2009 3 Kommentare
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Ohne sie wäre Einsteins Relativitätstheorie vielleicht nie zustande gekommen. Mindestens schrieb Albert Einstein seiner Mileva vor seinem grossen Wurf: «Wie glücklich und stolz werde ich sein, wenn wir beide zusammen unsere Arbeit über die Relativitätsbewegung siegreich zu Ende geführt haben.» Als diese Briefe ans Licht kamen, wurde Maric als Mutter der Relativitätstheorie gefeiert.
Am Sonntag um 15 Uhr wird im Friedhof Nordheim in Zürich ein Gedenkstein zu ehren vom Maric enthüllt. Dort liegt die 1875 geborene Serbin begraben. Ausserdem wird ein Ehrengottesdienst mit dem Bischof der Serbisch-Orthodoxen Kirche Zentraleuropas und ein offizieller Festakt mit serbischen und zürcherischen Amtsträgern durchgeführt, wie die NZZ heute meldet.
Fünfte Frau an der ETH Zürich
Marics Beitrag zur Relativitätstheorie ist nach wie vor umstritten. Einen Beweis, dass Einstein «viel von seiner Frau abgeschrieben hat», wie damals gesagt wurde, fehlt noch heute. Doch Ehre gebührt ihr sowieso, obschon die Anerkennung reichlich lange auf sich warten liess.
1894 kam Maric in die Schweiz, um die Matura zu machen. Zwei Jahre später wird sie als fünfte Frau an der ETH Zürich immatrikuliert. Maric ist die erste Serbin überhaupt, die Physik studiert. In Zürich lernt sie den kleingewachsenen, schmächtigen und um vier Jahre jüngeren Albert Einstein kennen – und lieben.
Ehe wegen «natürlicher Unverträglichkeit» geschieden
Während ihres Studiums lebte Maric an der Plattenstrasse 50 in Zürich. 1903 heiratet das Liebespaar gegen den Willen Einsteins Familie. In Briefen nennt Einstein seine Muse «meine liebe Miez» und «mein gescheites Luder». Maric bringt drei Kinder auf die Welt. Die erste Tochter, Liserl, noch unehelich, weshalb Maric das Mädchen wohl in Serbien zur Adoption freigab. Die beiden Söhne Hans Albert und Eduard zog sie in Zürich gross – auch nachdem Einstein seine Frau 1914 verlässt, um nach Berlin zu gehen. 1919 wird die Ehe wegen «natürlicher Unverträglichkeit» geschieden.
Maric kümmerte sich zeitlebens um den an Schizophrenie erkrankten Sohn Eduard. Die Behandlung frass schnell das Preisgeld auf, das Einstein für den Nobelpreis für Physik erhielt und Maric weitergab. So lebte sie in bescheidenen Verhältnissen an der Huttenstrasse 62, bis sie 1948 schliesslich im Sanatorium EOS an der Carmenstrasse 18 starb. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.06.2009, 07:28 Uhr
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3 Kommentare
Das Können der Einsteins war riesig. Die Allgemeine Relativitätstheorie setzte jedoch nur bescheidenes theoretisches Grundwissen voraus und beruhte auf Alltagsbeobachtung und Nachdenken. Ebenso die aus der Theorie abgeleitete Erkenntnis, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Die weitere Folgerung Einsteins, dass es nichts Schnelleres gibt als die Lichtgeschwindigkeit ist dagegen fragwürdig. Antworten



































