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Stadt Zürich will Umweltzonen nach deutschem Vorbild

Von Lorenz Schmid. Aktualisiert am 05.03.2009 19 Kommentare

Die Massnahmen der Luftreinhaltung gehen dem Stadtrat nicht weit genug. Nun soll die Einführung von Umweltzonen geprüft werden. Damit würden ältere Autos aus der Stadt verbannt.

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In vielen europäischen Städten sind sogenannte Umweltzonen bereits eingeführt. Diese bezeichnen Gebiete, die nur mit besonders emissions- und schadstoffarmen Fahrzeugen befahren werden dürfen. Der Stadtrat von Zürich will nun die Einführung solcher Zonen auch in der Stadt Zürich prüfen, wie er gestern mitteilte. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Ziele in der Luftreinhaltung selbst mit allen bisher geplanten Massnahmen nicht erreicht werden können, wie Peter Bär, Leiter der Abteilung Umwelt im Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt erklärt. «Seit dem Jahr 2000 nimmt die Belastung der Luft in der Stadt Zürich kaum mehr ab. Zuvor waren deutliche Fortschritte unter anderem durch die Einführung des Katalysators messbar. Nun droht die Verkehrszunahme die Erfolge wieder wettzumachen.» Die Stadt Zürich ist im ganzen Kanton das durch Feinstaub und Stickoxide am stärksten belastete Gebiet.

Bei Reto Cavegn, Geschäftsführer der TCS-Sektion Zürich, stossen die Pläne der Stadt auf wenig Gegenliebe. «Die Verkehrsprobleme der Stadt Zürich halten sich heute in Grenzen. Anders sieht es auf den Umfahrungen aus, wo es zu den grossen Staus kommt. Massnahmen für die Luftverbesserung wären dort eher angebracht. Insellösungen in der Stadt sind dagegen nicht zielführend.»

Umweltzonen kommen frühestens in einigen Jahren

Den Umweltzonen steht indes noch ein langer Weg bevor. Einerseits gilt es laut Bär zu prüfen, wie viel sie zu einer Verbesserung der Luft überhaupt beitragen könnten. Andererseits müssen auch rechtliche Grundlagen geklärt werden, beispielsweise die Kennzeichnung der Fahrzeuge durch eine Plakette, wie dies in Deutschland gemacht wird. Es wird deshalb noch Jahre dauern, bis die Zonen für Zürcher Automobilisten Realität werden könnten.

In dieser Zeit bleibt Zürich Zeit, die Erfahrungen anderer Städte zu prüfen. «Es gibt im Ausland Lösungen, die nicht optimal funktionieren. Daraus kann Zürich im Falle einer Einführung Lehren ziehen. Zentral ist für uns allerdings die lufthygienische Wirkung», sagt Bär. Zudem müssten die Umweltzonen mit den anderen Massnahmen koordiniert werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.03.2009, 15:21 Uhr

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19 Kommentare

Edgar Schaad

05.03.2009, 12:05 Uhr
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Solange mehrere Hauptverkehrsachsen wie z.B. Goldküste-N1 direkt durch die Stadt führen, sind diese Umweltzonen genau so illusorisch wie das Road-Pricing. Vergleich ziehen darf man höchstens mit Städten, die - wie Zürich - durch Berge, Hügel und See eingeengt sind. Antworten


Beat Keller

05.03.2009, 12:14 Uhr
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In der Koordination der Massnahmen liegt der Schlüssel zum Erfolg. Da hat Hr. Cavegn sehr recht. Ausserdem muss auch dringend geprüft werden, ob, und in welchem Ausmass die Belatung durch die Rahmenabkommen mit der EU in Verbindung stehen. Ich will mich nicht in meiner Freiheit einschränken müssen, damit EU-Latwagen mit EU-Norm 0.000 freien Zugang haben. Dann lieber keine bilateralen Verträge. Antworten



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