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Trotz Schmutz und Pöbelei legt das ZVV-Nachtnetz massiv zu

Die Passagierzahl der Busse und S-Bahnen im Nachtnetz ist um einen Viertel auf 1,2 Millionen Nachtschwärmer gestiegen. Zugenommen haben auch die Verschmutzung und Pöbeleien in der Nacht.

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Mit 1,2 Millionen Passagieren legt das Nachtnetz gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zu. Zum fünften Mal in Folge hat der zuschlagspflichtige Nachtbetrieb kostendeckend abgewickelt werden können. Seit dem Start des Nachtnetzes im Jahr 2002 stieg die Nachfrage um 163 Prozent, wie der ZVV am Dienstag mitteilte.

Durchschnittlich nutzten 2008 knapp 11'800 Fahrgäste pro Nacht das ZVV-Nachtnetz für die Heimreise. Im Herbst waren es etwa 13'000 Passagiere. Am meisten, nämlich rund 23'000 Personen, wurden in der Nacht auf den 6. Juli befördert, als in Zürich das Caliente- Festival stattfand.

Ausbau lohnt sich

Grund für die starke Nachfragesteigerung dürfte der Angebotsausbau im Dezember 2007 sein. Seit damals fahren die S-Bahnen am linken Seeufer (SN8) und nach Kloten-Bassersdorf (SN7) im Stundentakt, der Zuwachs betrug auf diesen Abschnitten 67 beziehungsweise 184 Prozent.

Die Umstellung von zwei Nachtbussen auf eine Nacht-S-Bahn (SN9) ins Knonaueramt habe eine Verdoppelung der Nachfrage gebracht, schreibt der ZVV weiter.

Schmutz und Pöbelei

Schwerwiegende Vorfälle oder Vandalismus seien in den Nacht-Zügen und -Bussen sehr selten. Häufiger seien aber verbale Auseinandersetzungen oder Versuche, sich den Kontrollen zu entziehen. Auffallend ist laut ZVV die «zunehmend hohe Verschmutzung der Fahrzeuge durch die Fahrgäste».

Für Kontrolle und Sicherheit auf dem Nachtnetz wurden im letzten Jahr 1,3 Millionen Franken eingesetzt. Auf den Nacht-S-Bahnen fahren jeweils mindestens zwei Zugbegleiter. Regelmässig patrouilliert auch die Bahnpolizei. In den Nachtbussen hilft Sicherheitspersonal zudem bei der Ticketkontrolle. (ep/sda)

Erstellt: 24.03.2009, 11:49 Uhr

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