Zürich
Tschüss, Züri-Zoo! Mini-Panda büxte drei Mal aus
Von Thomas Schenk. Aktualisiert am 22.01.2009 2 Kommentare
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Vor zwei Jahren ist aus Knies Kinderzoo eine Biberratte entwichen und lebt seither im Schilf bei Rapperswil. Weil es einheimische Tiere verdrängt, soll nun Jagd auf das Nagetier gemacht werden. Auch andere Exoten aus Zürcher Zoos spüren den Drang zur Freiheit. «Einer der kleinen Pandas war gut im Springen, der schaffte es ein paar Mal über das Gehege», sagt Robert Zingg, Kurator für Säugetiere und Vögel beim Zoo Zürich. Das kleine Raubtier, das nicht mit den grossen Pandas verwandt ist, wurde darauf umplatziert.
Doch noch immer gelangen die kleinen Pandas ins Freie. «Bei Schnee hängen manchmal Äste ins Gehege, daran können sich die Pandas festhalten und entweichen», erklärt Zingg. Diesen Winter sei dies schon dreimal vorgekommen. Weit sind die Pandas aber nicht gekommen. Im Gegenteil: «Sie sind von alleine wieder zurückgekehrt», sagt Zingg. Andere Ausbrecher mussten eingefangen werden. «Ein Flamingo und ein Grautoko, ein Nashornvogel, konnten von Pflegern in eine Falle gelockt werden», sagt Zingg. Doch die Jäger haben nicht immer Erfolg. «Leider sind schon ein paar Vögel spurlos verschwunden», sagt Zingg. Er erinnert sich an einen Hammerkopf, der einem Reiher gleicht, und an einen anderen Grautoko.
Stress in der Freiheit
Gelingt den Tieren die Flucht, bleiben sie meist in der Nähe. «Das Gehege ist für die Tiere zum Zuhause geworden, deshalb kehren sie in der Regel wieder dorthin zurück», sagt Christian Stauffer, wissenschaftlicher Leiter des Wildparks Langenberg. Vor ein paar Jahren gelang es einem Wolf mehrmals, den Draht des Geheges zu öffnen und zu entweichen. Doch der Wolf blieb beim Park. «Die meisten Tiere sind in einem Zoo oder Wildpark geboren worden, die Welt ausserhalb kennen sie nicht», erklärt Stauffer das Verhalten. «Halten sie sich in freier Wildbahn auf, setzt sie das unter grossen Stress.»
Wie standorttreu die Tiere sind, zeigte sich im Wildpark Langenberg auch vor drei Jahren. Damals hatten radikale Tierschützer das Gehege aufgeschnitten. Die dort gehaltenen Hirsche nutzten die Fluchtmöglichkeit nicht. Eine der Wildkatzen entwich, doch nur bis ins Gehege der Braunbären. Dort liess sie sich einfangen.
Kanal-TV und Wärmekameras
Einen grossen Aufwand hatte der Rapperswiler Kinderzoo 2005 bei der Suche nach zwei Erdmännchen betrieben. Damals waren fünf Tonnen Sand umgegraben und sogar Kanal-TV und Wärmekameras eingesetzt worden. «Eines Morgens waren die beiden Tiere verschwunden», erinnert sich Benjamin Sinniger, der Direktor des Kinderzoos. «Trotz des Riesenaufwands konnten wir keine Spuren finden.» Womöglich sind sie einem Raubtier zum Opfer gefallen.
Richtig gefährlich ist es bei diesen Ausbruchversuchen nie geworden. Das war früher anders. 1933 war ein schwarzer Panther aus dem Zoo Zürich entwichen. Ein Bauer im Zürcher Oberland erschoss das Tier. Die Tat wurde aber erst bekannt, als er versuchte, das Fell des Panthers zu verkaufen. Einem Leoparden, der drei Jahre später die Flucht wagte, erging es nicht besser. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.01.2009, 11:00 Uhr




Urs Bosshard
Duden (Die deutsche Rechtschreibung): Büx, die;-, Büxen u. Buxe, die;-, Buxen (nordd. für Hose) Titel dieses Berichtes: Mini-Panda büxte drei Mal aus Mein Kommentar: (...) Antworten