Basler motivieren Zürcher zur freiwilligen Waffenabgabe
Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 28.04.2009 12 Kommentare
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In der Waffenwerkstatt im Zeughaus Basel: Schusswaffen, Waffenzubehör, Munition, Dolche und Messer wurden abgegeben.
Foto: Patrick Straub
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Vergangenen Samstag führte die Basler Kantonspolizei den Aktionstag für die freiwillige Waffenabgabe durch. Dabei kamen nicht mehr gebrauchte oder unerwünschte Waffen in rauhen Mengen zusammen. 799 an der Zahl, darunter vorwiegend Schusswaffen, aber auch Bajonette, Messer und mehrere hundert Kilogramm Munition wurden im Zeughaus abgegeben. Der Grossandrang überraschte die Behörden. Die Basler Aktion ist nicht die einzige in der Schweiz. Ebenfalls vergangenes Wochenende trennten sich im Kanton Obwalden über 100 Menschen von ihren Waffen. Im November 2008 führte auch der Kanton Zug einen Aktionstag durch, dabei wurden 364 Waffen entgegengenommen.
Die Zahlen sprechen für sich und zeigen das Bedürfnis der Leute, sich ungenutzter Waffen entledigen zu wollen. Dass in Zürich bis anhin keine entsprechende Aktion stattgefunden hat, überrascht. Doch könnte sich dies schon bald ändern, wie Esther Fischer, Mediensprecherin der Sicherheitsdirektion auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch sagt: «Wir finden das grundsätzlich eine gute Idee und prüfen zurzeit, ob wir auch in Zürich einen solchen Aktionstag durchführen wollen.» Wann und wo dieser Aktionstag stattfinden könnte, ist offen.
Waffenabgabe im Zeughaus schon heute möglich
Beim Zürcher Kantonsrat Sandro Feuillet (Grüne) stösst diese Idee auf offene Ohren: «Wie man in Basel sieht, besteht bei der Bevölkerung ein grosses Bedürfnis. Einen Zürcher Aktionstag zum Abgeben von Waffen würde ich sehr begrüssen. Das schafft eine Gelegenheit für all die, die nicht wissen, was zum Beispiel mit dem Karabiner des Grossvaters zu tun ist.»
Schon heute nehmen Polizeiposten und Zeughäuser im ganzen Kanton Zürich Waffen kostenlos entgegen. Von diesem Recht Gebrauch machen jedoch nicht viele: «Wenn zum Beispiel Wohnungen von verstorbenen Familienangehörigen geräumt werden und Ordonanzwaffen zum Vorschein kommen, kommt es vor, dass die Waffen bei der Polizei abgegeben werden», erklärt Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei. Eine Statistik führt die Polizei nicht.
Die Aktionstage in Basel und den anderen Kantonen fanden aufgrund des revidierten Waffenrechts statt. Bis Ende 2009 haben Besitzer von nicht registrierten Waffen Zeit, diese anzumelden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
Erstellt: 28.04.2009, 13:21 Uhr
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12 KOMMENTARE
Es sollte eigentlich jedem bewusst sein, dass Personen die Ihre Waffen freiwillig abgeben, sowieso keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Man sollte sich eher Gedanken über die Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition machen: Sie gehören weder in den "Kasten" noch unters Bett. Gesetzliche Mindestenanforderung sollte ein Waffentresor der Sicherheitsstufe B (EU-Norm) sein.
@Anita Bühlmann: Naiv und gefährlich ihre Denkweise. Glauben sie wirklich das durch die Öffnung der Schweizer Grenzen, EU und Schengen die Gewaltdelikte, Überfälle, Diebstähle und Delikte in der Schweiz abnehmen werden? Glauben sie wirklich das der Staat sie beschützen wird, obwohl es immer mehr Sozialhilfeempfänger gibt und kein Geld mehr da ist. Ich rate ihnen dringendst sich selber zu schützen.
Es ist offenbar auch den Medien noch zu wenig bekannt: Überzählige Waffen konnten und können schon immer auf dem nächsten Polizeiposten oder einem Waffengeschäft abgegeben werden. Eine typische Ausschlachtung eines medienwirksamen Themas zu politischen Zwecken. Gewaltverbrechen mit Waffen waren und sind schon immer verboten gewesen. Auch typisch: strengere Gesetze nützen nichts!
Ein uralter Zopf wird langsam aber sicher abgeschnitten! Gut so, denn solange keiner trifftige Gründe und Vorteile nennen kann, dass die Kriegswaffe beim aktiven Soldaten oder beim schon lange ausgemusterten Wehrmann im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung gelagert werden muss, ist es sinnvoll, unkompliziert und sehr zu begrüssen, dass alle gemeinsam im Zeughaus untergebracht werden.
Und wieder ist die Schweiz ein bisschen sicherer geworden! Die Überfälle und Morde mit Karabinern oder Vetterli-Gewehren werden so sicher wirksam bekämpft. Wann kommt der nationale Sammeltag von Armee-Sackmessern und Pfadidolchen! Wir könnten dann sicher ruhiger schlafen. Wo sind in den schlangestehenden Menschen diejenigen, die Glocks, Berettas, Uzis etc. freiwillig abliefern!
Bürger die sich entwaffnen lassen, sind keine freien Bürger mehr. Eine für die Schweiz äusserst gefährliche Entwicklung greift um sich, viel gefährlicher als Seuchen und schlechte Politiker. Nur der Bürger mit der Waffe zuhause kann den Schutz und Frieden der Demokratie und Wohlstandsgesellschaft waren, das kann der Staat und seine Organe nie und nirgendwo auf der Welt. Niemand ist damit geholfen.
Sollte die Krise noch weiter anhalten und sich verschärfen könnte bestimmt, und mit grossem Erfolg, ein "Waffen für Essen"-Abgabetag durchgeführt werden....
Mein Vater behielt seine Ordonazwaffe für sein Hobby den Schiesssport. Jetzt wo er älter ist und nicht mehr schiesst, steht die Flinte nur noch rum und verstaubt. Perfekt für die Rückgabe! Auch gibt es sicher einige, die vor lauter Übermut in der RS Munition, Zünder und anderen Gerümpel mitlaufen liessen. Jahre später kommt die Ernüchterung und das Bedürfnis dieses Zeugs loszuwerden. Gut so!
Bei vielen der gezeigten Waffen (z.B. der Pistole SIG P210) handelt es sich um von Sammlern und Sportschützen im In- und Ausland sehr gesuchte und entsprechend teure Stücke. Diese einfach einzuschmelzen ist daher sehr schade. Es werden damit unwiederbringliche Meisterstücke schweizerischen Waffenbaus vernichtet.
Da kann ich nur zustimmen. Wer seine Waffe freiwillig abgibt, der wird sie wohl auch nicht brauchen. Warum man das Ding einst mitgenommen hat ist nicht klar. Das Gewehr ist halt die Braut des Soldaten (!?)
Gibt es eigentlich auch einen Aktionstag "Gratis Waffen für alle?" Ich wäre dabei und das wäre sicher auch ein Bedürfnis des Bevölkerung. Welcher Kanton führt zuerst einen solchen Tag durch, he?
Auf den Bildern sieht man viele Ordonnanzwaffen. Einst für teures Geld angeschafft, heute ein Wegwerfprodukt? Ein Versuch das Schweizer Volk zu entwaffnen? Man sieht meist ältere Personen. Anständige Schweizer welche eine nicht mehr benötigte Waffe abgeben, gründlich wie die Schweizer einmal sind. Ist die Behörde wirklich so naiv und denkt, die Kriminellen werden ihre Waffen strecken?
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