Zürich
Wo der beste ETH-Nachwuchs geschmiedet wird: Die Rangliste
Von Erika Burri. Aktualisiert am 16.01.2009 49 Kommentare
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Die Noten im Maturazeugnis haben einen wesentlichen Einfluss auf den Studienerfolg an der ETH. Je besser sie sind, desto besser ist die Note bei der Basisprüfung (ehemals Vordiplom) nach dem ersten Studienjahr. Dies hat eine ETH-Studie ergeben, die gestern vorgestellt wurde. «Die Erfolgschancen an der ETH sind abhängig von der Schule, wo die Studierenden ihre Matur gemacht haben», steht im Bericht.
Um dies zu unterstreichen, publiziert die ETH als erste Schweizer Bildungsinstitution eine Rangliste aller Schweizer Gymnasien, die in den Jahren 2004 bis 2007 mindestens 30 Maturanden an die ETH geschickt haben. Die Liste wird von jenen Schulen angeführt, deren Absolventen bei den Basisprüfungen am besten abgeschnitten haben.

ETH will nicht von Ranking sprechen
Bisher hat sich in der Schweiz noch nie jemand gewagt, ein Schul-Ranking zu erstellen. Auch wenn ETH-Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach nicht müde wurde, zu betonen, dass es sich nicht um ein Ranking handle, mit dem die Qualität der einzelnen Gymnasien beurteilt werde, ist die Rangliste doch aussagekräftig: 4 der 17 Zürcher Gymnasien befinden sich an der Spitze der Liste.
Die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur belegt sogar Platz eins, die Kantonsschule Hohe Promenade liegt auf dem dritten Platz (siehe Grafik links). Interessant ist, dass sowohl in Rychenberg wie auch an der Hohen Promenade nur alt- und neusprachliche Profile angeboten werden. Laut Studie gehören insbesondere Maturanden, die Griechisch und Latein gelernt haben, zu den Überfliegern.
Je jünger, desto besser
Die Absolventen des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasiums Rämibühl dagegen schneiden unterdurchschnittlich ab, was auch erstaunt, weil dieses Gymnasium als klassische ETH-Vorbereitungsschule gilt. Studierende, die eine Wirtschaftsmatur gemacht haben, schnitten am schlechtesten ab. Wunderli-Allenspach relativierte diese Befunde. Die Wahl des Schwerpunktfaches sei sekundär. «Vor allem Leistung und Motivation müssen stimmen», sagte die ETH-Rektorin.
Wesentlich für den Studienerfolg ist hingegen das Alter. Je älter ein Studienanfänger ist, desto kleiner werden seine Chancen auf einen erfolgreichen Studienabschluss. Dies gilt vor allem für jene, die erst mit 21 oder später zu studieren beginnen. Egal ist hingegen das Geschlecht: Frauen und Männer schliessen praktisch gleich gut ab. Die Studie basiert auf Daten von rund 5200 ETH-Studierenden mit Schweizer Maturität. Sie wurden zudem einzeln interviewt.
Ausländer sind besser
Erhoben hat man auch die Daten von rund 600 ausländischen Studierenden. Im Vergleich mit den Schweizern haben sie deutlich bessere Werte erzielt. Einen Grund dafür sehen die Autoren in der Vorauswahl: Im Gegensatz zu Schweizer Maturanden müssen Studierende mit ausländischer Reifeprüfung eine Eintrittsprüfung ablegen. Sie müssen sich bewerben und bestimmte Auflagen erfüllen.
Aufgrund der Eintrittshürde würden sich die ausländischen Studierenden in ihrer gesteigerten Motivation und Leistungsbereitschaft von der Gruppe der Schweizer Studienanfänger unterscheiden, hält die Studie fest. Dass künftig auch Schweizer Maturanden an der ETH eine Aufnahmeprüfung machen müssen, ist für Rektorin Wunderli-Allenspach kein Thema. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 16.01.2009, 12:32 Uhr
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49 Kommentare
Mag ja sein, das Lateiner die besseren ETH Studenten sind. Fakt ist jedoch, dass von all denn Spitzenwissenschaftlern von Harvard, MIT, Caltech, Scripps, Stanford, Oxford, MPI, Weizmann, Tokyo U. oder Cambridge die ich bisher kennengelernt habe kaum einer Latein versteht. Vielmehr ist das naturwissenschaftliche Niveau an den Mittelschulen zu tief. Antworten
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