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ZVV-Automat im Test: «Geld rein und tschüss»

Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 25.06.2009 1 Kommentar

Die meisten Kunden beherrschen den neuen Ticketautomaten am Albisriederplatz auf Anhieb. Hauptkritik ist das fehlende Lesegerät für Banknoten.

Die Startseite: 90 Prozent der verkauften Tickets sind links auf den fünf obersten gelben Feldern programmiert.

Doris Fanconi/ Nicola Pitaro

Bei Fragen und Problemen hilft am Anfang eine VBZ-Mitarbeiterin.

Bei Fragen und Problemen hilft am Anfang eine VBZ-Mitarbeiterin. (Bild: Doris Fanconi/ Nicola Pitaro)

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Dumm ist bloss, dass an der Tramhaltestelle die meisten Albisrieder ein Monats- oder Jahresticket haben. Viele spielen deshalb am Nachmittag bloss etwas am ersten Testgerät herum. Bald wird klar: Die allermeisten beherrschen das Menü schnell. Wer an einen Computer oder ein Handy gewöhnt ist und die «Rückwärtstaste» kennt, findet sich sofort zurecht. Bemängelt wird, dass die Testversion noch nicht die 700 versprochenen Reiseziele ausserhalb des Kantons Zürich aufgeschaltet hat. Denn einige möchten beim Warten aufs Tram etwas herumspielen und die Preise für ein Ticket nach Zermatt oder Locarno austesten. Die definitive Software wird erst bei den 1100 Geräten aufgeschaltet, die nächstes Jahr im ganzen Kanton montiert werden.

Zwei Punkte beim neuen, 36'000 Franken teuren Automaten stossen immer wieder auf Kritik. Viele Kunden sind gewohnt, für Ziele ausserhalb der Stadt die Postleitzahl einzugeben. «Auf den alten Automaten bin ich unschlagbar schnell, da hacke ich nur die Postleitzahl rein», sagt einer. Und ein Zweiter fordert die Wahlmöglichkeit zwischen Postleitzahl und Buchstabentastatur. «Bei einem Touchscreen sollte eine flexible Lösung kein Problem sein.»

Noten statt Kreditkarten gefordert

Noch lauter fällt die Kritik am fehlenden Notenschlitz aus. Eine Tageskarte für die Stadt Zürich kostet immerhin acht Franken. Da bezahlen die meisten lieber mit einer Zehnernote. Ins Gewicht fällt die Kritik insbesondere, weil der neue Automat eine «Warenkorbfunktion» hat, wie man sie vom Einlauf im Internet kennt. Der Kunde kann Tickets für ganze Gruppen auswählen und mit dem gleichen Kauf zum Beispiel auch noch ein Sechserpaket Velotickets bestellen. Das macht dann schnell mal über 100Franken. Die Bezahlmöglichkeit mit Kredit- oder EC-Karte funktioniert zwar tadellos, ist aber quälend langsam, wenn bereits das Tram einfährt. Grund, weshalb man auf den Notenleser verzichtet hat: Der Automat würde teurer und breiter, was auf engen Traminseln ein Problem ist.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.06.2009, 22:35 Uhr

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1 Kommentar

andreas fink

28.10.2010, 20:29 Uhr
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Noten sind gesetzliches Zahlungsmittel und müssen angenommen werden. Kreditkarten werden von gewissen Organisationen in der luft zerrissen (u.a. weil man auf Schulden Tram fahren kann...) und zum ausgeben verleiten (im Ausgaberausch Billette beziehen, vermutlich). Antworten



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