Zoodirektor zog mit Kamelen vors Bundeshaus

Aktualisiert am 20.11.2008

Eine Karawane der besonderen Art zog heute Donnerstag von Zürich nach Bern. Im Rahmen eines symbolischen Übergabeaktes wurde beim Bundeshaus in Bern das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn eingereicht.

Zürcher Delegation in Bern: Zoodirektor Alex Rübel (2.v.r.) reicht das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn ein. (Bild: Jonathan Spirig/bernerzeitung.ch)

Zürcher Delegation in Bern: Zoodirektor Alex Rübel (2.v.r.) reicht das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn ein. (Bild: Jonathan Spirig/bernerzeitung.ch)

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Seilbahn zum Zoo

Der Zoo Zürich will keine verlängerte Tramlinie, sondern den Bau einer neuen Seilbahn. Der Zürcher Zoo ruft die Stimmbürger sogar dazu auf, die Tramverlängerungs-Initiative am 30. November 2008 an der Urne abzulehnen. Eine Verlängerung der Tramlinie würde nur neue Probleme bringen, so Zoodirektor Alex Rübel. Mit einer Verlängerung würde ein Drittel der heute verfügbaren Parkplätze für die Besucher verloren gehen.

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Zoodirektor Alex Rübel und Zoo-VR-Präsident Martin Naville traten heute die Reise nach Bern an, um das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn zu übergeben. Sie zogen nicht alleine zum Bundeshaus: Mit dabei war auch Peter Vollmer, Direktor von Seilbahnen Schweiz, und als Seilbahn-Gotte amtete TV-Moderatorin Corinne Waldmeier mit ihren zwei Kindern. Zwei Kamele sorgten zudem für einen zoogerechten Auftritt der Gruppe.

Eine Delegation des Bundesamts für Verkehr nahm das mehrere hundert Seiten starke Dossier entgegen. Die Einreichung des Gesuchs bedeutet für den Zoo einerseits den Abschluss umfangreicher Vorarbeiten und andererseits den Beginn einer weiteren Etappe auf dem Weg zur Realisierung dieser neuen ÖV-Achse für eine umweltgerechte und attraktive Zoo-Erschliessung, heisst es in einer Medienmitteilung.

Nun beginnt das offizielle Plangenehmigungsverfahren nach schweizerischer Seilbahngesetzgebung. Für die Finanzierung wird eine private Trägerschaft gegründet. Die Zooseilbahn soll den Zoo vom Bahnhof Stettbach aus in rund 7 Minuten mit familien- und behindertengerechten achtplätzigen Gondeln erschliessen. Die Eröffnung ist in Abhängigkeit der Verfahrensdauer für Mitte des kommenden Jahrzehnts geplant. (tif)

Erstellt: 20.11.2008, 12:05 Uhr

Zürich

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