Zürich
Züri-Hünd sind arme Schweine
Von Thomas Hasler. Aktualisiert am 19.12.2008
Hot Dog, allein im Auto.
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617 Straffälle wurden gemäss Tierschutzgesetz in der Schweiz im Jahr 2007 geahndet, davon 136 im Kanton Zürich. Mehr Fälle, nämlich 138, hatte nur noch der Kanton St. Gallen gemeldet. Fristen die Tiere im Kanton Zürich also ein besonders tristes Dasein? Nein. Die Daten basieren auf den Meldungen, welche die Kantone an das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) weiterleiten. Aber obwohl die Kantone verpflichtet wären, alle Strafentscheide dem BVET zu melden, erfüllen sie diese Pflicht sehr unterschiedlich. So hat beispielsweise der Kanton Nidwalden in den letzten 25 Jahren nur sechs Fälle gemeldet, Uri sieben, der Kanton Zürich aber 1858.
Im Vergleich zum Jahr 2006 haben Tierschutzdelikte um 6 Prozent zugenommen. Dabei machen Heimtiere 58 Prozent der Opfer aus, Nutztiere 33 Prozent, Wildtiere 4 Prozent und Sport- oder Hobbytiere 2,6 Prozent. Überdurchschnittlich, nämlich um 10 Prozent, zugenommen haben die Übergriffe auf Heimtiere. Obwohl es in der Schweiz 1,35 Millionen Katzen, aber nur 500'000 Hunde gibt, waren in 65 Prozent der «Heimtierfälle» Hunde von den Delikten betroffen. Es folgen Katzen (8,8 Prozent), Kleinsäuger (7,4 Prozent), Vögel (7,2 Prozent), Reptilien (4,7 Prozent) und Fische (1,8 Prozent).
Bezogen auf alle gemeldeten Tierschutzdelikte waren Hunde in 47 Prozent der Fälle das Opfer einer Straftat. Im Kanton Zürich betraf dies 69 Hunde. Laut Analyse der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) handelte es sich bei den Delikten gegen Hunde «keineswegs nur um Bagatellfälle, sondern oftmals um gravierende Gesetzesverstösse – darunter 50 Misshandlungen und 62 starke Vernachlässigungen. In 27 Fällen wurden Hunde in einem überhitzten Fahrzeug zurückgelassen. Nicht erfasst sind Widerhandlungen gegen die kantonalen Hundegesetze.
Steigende Gewaltbereitschaft?
Wegen des «enormen Anteils an Hundefällen» vermutet TIR-Geschäftsführer Gieri Bolliger, «dass die Behörden aufgrund der in der Öffentlichkeit thematisierten Problematik um gefährliche Hunde sensibler auf Ereignisse mit Hunden reagieren und diesen konsequenter nachgehen. Denkbar ist auch, dass die Gewaltbereitschaft gegen Hunde vor dem Hintergrund der zunehmenden Hundeskepsis und Hundefeindlichkeit in der Bevölkerung steigt.» Dafür spricht ein Blick in die Statistik: Unter allen erfassten Strafverfahren seit 1982 machen Delikte gegen Hunde nur einen Anteil von 27 Prozent aus.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 19.12.2008, 06:43 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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