Eislaufen auf dem See: Aussichten sind gut

Während sich die Schlittschuhläufer bereits auf dem Sihlsee im Kanton Schwyz tummeln konnten, sind die Seen im Kanton Zürich derzeit noch nicht frei gegeben. Bis zum Wochenende könnte sich das ändern.

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Voraussetzungen für kompakte Eisdecke

Damit sich auf dem See eine Eisfläche bilden kann, muss sich das gesamte Seewasser auf eine Temperatur von 3,8 Grad abkühlen. Dann ist die Dichte des Wassers laut einer ETH-Publikation maximal, und es kann eine kalte oberflächennahe Wasserschicht entstehen, die gefriert. Windet es, wird die oberflächennahe Wasserschicht mit tieferem Wasser vermischt, und der Gefriervorgang verlangsamt sich.

Voraussetzung für eine kompakte Eisdecke ist im Falle des Pfäffikersees gemäss MeteoSchweiz eine Summe von etwa 120 Minusgraden. Sie errechnet sich aus den Tagesmittelwerten. Bisher sind 70 Minusgrade zusammengekommen. Es fehlen also rein rechnerisch noch zehn Tage mit einer Durchschnittstemperatur von minus fünf Grad. Noch weit entfernt von einer Seegfrörni sind die grossen Seen, wie sie letztmals im Winter 1962/63 aufgetreten war. Beim Zürichsee beträgt die Median-Summe 320 Minusgrade, beim Bodensee sogar 370 Minusgrade. (AP)

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«Ende Woche könnte tatsächlich der eine oder andere kleinere See im Kanton Zürich gefrieren», meint Pascal Hobi von MeteoNews gegenüber Tagesanzeiger.ch. Die Temperaturen bleiben die ganze Woche über im Minusbereich. «Heute liegen die Höchsttemperaturen bei -3. Am Mittwoch steigen die Temperaturen tagsüber kaum über -5 bis -6 Grad, in der Nacht sind sogar Werte bis -10 Grad möglich. Bis zum kommenden Wochenende und wahrscheinlich auch zu Beginn der kommenden Woche bleibt es frostig bei Temperaturen von maximal – 3 Grad im Flachland.»

Pfäffikersee: Chancen für geschlossene Eisschicht intakt

Für Peter Hauser, Mitglied der Eisfeldkommission Pfäffikon, sind daher die «Chancen intakt», dass sich bis zum Wochenende eine geschlossene Eisschicht auf dem Pfäffikersee bilden könnte. «Ob sie allerdings tragfähig sein wird, steht heute noch in den Sternen.» Neben tiefen Temperaturen wäre auch Windstille notwendig, «sonst gibt es zu viel Bewegung auf der Seeoberfläche und es kann sich kein Eis bilden», so Hauser.

Katzen- und Türlersee erst 6 cm Eis

Auf dem Katzensee sei die Eisdecke laut Angaben von Werner Klaus, Chef Einsatz & Betrieb Wasserschutzpolizei, gegenwärtig nur 6 cm dick. Zudem liegt eine Schneeschicht darauf, welche die Eisdecke isoliere und das Eiswachstum einschränke. «Das Eis wird erst freigegeben, wenn ein Glaciologe der ETH Zürich die Eisqualität begutachtet und für tragfähig erklärt hat. In der Regel ist dies bei ganz gutem Eis bei ca. 12 bis 15 cm der Fall», so Klaus. Ob das diese Woche bereits der Fall sein wird, kann Klaus frühestens am Freitag bekannt geben.

Ähnliche Verhältnisse herrschen auf dem Türlersee. Dort hat Eismeister Oskar Studer heute Morgen ebenfalls eine Eisschicht von 6 cm gemessen. «Das ist noch viel zu wenig und die Qualität ist nicht sehr gut, weil es in der Silvesternacht auf die Eisschicht geschneit hat.» Eine genaue Prognose möchte er nicht erstellen, «aber es könnte eventuell bis zum Wochenende möglich sein, dass sich die nötigen 15 cm Eis bilden.»

Bleibt zu hoffen, dass die Bise, die laut Meteorologen bis Donnerstag durch den Kanton fegt, keinen Strich durch die Eis-Rechnung machen wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 05.01.2009, 16:24 Uhr

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5 KOMMENTARE

p. baenziger

09.01.2009, 18:46 Uhr

Wäre eine neue Eiszeit auch von Autofahrer verursacht ?


Rudolf Lienhart

05.01.2009, 23:43 Uhr

Wenns Eis gibt ist Blocher Schuld. Wenn kein Eis gibt ist auch Blocher Schuld. Wenn wenig Eis gibt wer ist dann Schuld ?? Die SVP oder evt. auch Blocher ????


Micheline Holweck

05.01.2009, 14:58 Uhr

wie im Maerchen, total schoen.


Robert Herz

05.01.2009, 14:38 Uhr

Cool! Da muss halt noch die Mehrwertsteuer zur Eisdicke dazugeschlagen werden...


luky steiner

05.01.2009, 12:46 Uhr

so lange sich keine eisbären an den seen ansiedeln, freut es mich !!!



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