Akrobatischer Ausbrecher
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 06.09.2010 9 Kommentare
«Gelingen konnte die Flucht nur aufgrund akrobatischer Fähigkeiten», schreibt die Zürcher Justizdirektion in ihrem Communiqué. Die Flucht eines 25-jährigen Albaners am Sonntagmorgen ist insofern brisant, als das Gefängnis Horgen in den Neunzigerjahren als «löchrigster Knast der Schweiz» für Schlagzeilen sorgte. 2006 wurde es für 2,6 Millionen Franken saniert und mit einem modernen Sicherheitsleitsystem ausgestattet.
Der Albaner war zu 90 Tagen Haft wegen rechtwidriger Einreise in die Schweiz verurteilt worden. Seine Strafe hatte er Mitte August angetreten. Gemäss Mitteilung der Justizdirektion ist der Häftling mithilfe von Schnürsenkeln und Gürteln über die Mauer des Spazierhofs geklettert. Die Mauer erscheint auf Bildern des Gefängnisses ziemlich glatt und mindestens fünf Meter hoch. Nähere Informationen erteilt das Amt für Justizvollzug erst heute. Die Gründe, die zur Flucht geführt haben, würden derzeit analysiert.
Das Gefängnis Horgen hat eine Jugendabteilung mit 11 Plätzen sowie 41 Plätzen für Erwachsene. 1995 gab es innert dreier Wochen fünf spektakuläre Ausbrüche. Zwei Gefangene hatten im vierten Stock die Zellendecke durchbrochen, die nur aus Gips und Holz bestand, und sich mit Leintüchern vom Dach abgeseilt. Zwei weitere Häftlinge versteckten sich auf einem Palett zwischen Kühlboxen und liessen sich von einem Lieferwagen in die Freiheit chauffieren. Ein wegen Mordes verurteilter Häftling schliesslich schlug den Bewacher nieder und flüchtete nach Brasilien. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 06.09.2010, 09:21 Uhr
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9 Kommentare
wieder einmal zeigt sich der nutzen koerperlicher fitness.nicht nur als vorbeugung gegen kreislaufschaeden u.diabetes,gegen ruecken-und gelenkschaeden,sondern es hilft auch noch aus dem kerker zu fliehen.also jedem potetiellen kriminellen empfehle ich treibe sport,denn wer viel sport treibt hat keine zeit kriminell zu werden! Antworten
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