Bald solls mit dem Aldi-Stau vorbei sein
Von Lukas Nussbaumer. Aktualisiert am 23.12.2008 9 Kommentare
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Die am 11. Dezember eröffnete Aldi-Filiale an der Seestrasse in der Au werde «sehr gut besucht», sagt Sven Bradke, Pressesprecher von Aldi Schweiz. So gut jedenfalls, dass von Horgen her kommende Autofahrer regelmässig in der Kolonne warten müssen, bis sie links abbiegen und einen der 70 Parkplätze ansteuern können. Vereinzelt müssen sich auch von Wädenswil her eintreffende Rechtsabbieger gedulden, bis sie ihr Auto parkieren können.
Weniger Kunden nach den Festtagen
«Stimmt, es kommt immer wieder zu Staus», bestätigt Bradke. Er weiss auch warum: «In Spitzenzeiten haben wir zu wenig Parkplätze. Es müssten etwa 100 sein.» An fehlende Parkplätze vor den Filialen im Kanton Zürich habe er sich mittlerweile jedoch gewöhnt. «Andernorts, etwa in der Ostschweiz, bewilligen uns die Behörden deutlich mehr Parkplätze als im Kanton Zürich.»
Bradke führt die Autoschlangen aber nicht nur auf fehlende Parkmöglichkeiten zurück. «Einerseits führen die Festtage zu besonders hohen Besucherfrequenzen. Andererseits spielt die Tatsache, dass die Filiale in der Au die erste im Bezirk Horgen ist, eine Rolle. Viele Leute sind jetzt, so kurz nach der Eröffnung, ‹gwundrig›.» Bradke bittet Betroffene um Verständnis und glaubt, dass sich das Problem im Januar von alleine lösen wird. Dann werde die Filiale weitgehend frei sein von Neugierigen, und der vorfesttägliche Konsumrausch sei verflogen.
Stadtrat und Sicherheitsvorsteher Philipp Kutter (CVP) hat bloss am Eröffnungstag der Aldi-Filiale ein erhöhtes Verkehrsaufkommen festgestellt. Punktuell käme es zwar auch jetzt noch zu Rückstaus, von regelmässigen Autokolonnen könne aber nicht die Rede sein. Die Stadtpolizei beobachte die Situation jedoch «besonders genau». Würde sich die Situation verschärfen, müsste das Problem laut Kutter auch von Aldi selber angepackt werden, etwa mit eigenem Personal, das den Verkehr regelt. Laut Pressesprecher Bradke hat dies Aldi an den Eröffnungstagen bereits getan.
«Kreisel bringt vorläufig nichts»
Für Bradke sind Staus vor dem Aldi also bloss eine kurzfristige Erscheinung. Langfristig zu einer Entschärfung der Situation beitragen soll ein Kreisel auf der Kreuzung Oberort an der Steinacherstrasse. Der Wädenswiler Gemeinderat hat dem Bau am 29. September zugestimmt. Aldi hat mit der Stadt bereits früher vertraglich vereinbart, sich an den Baukosten zu beteiligen: Die Stadt zahlt rund 280'000 Franken, Aldi 200'000 Franken.
Für Ivo Peyer, Gemeinderat für das Bürgerliche Forum positives Wädenswil (BFPW), bringt der Kreisel «vorläufig nichts». Peyer hat sich schon im Parlament gegen den Bau ausgesprochen. Jetzt fordert er «eine längere Beobachtungsphase». Ein oder zwei Monate seien «viel zu kurz». Es sei auch unter Experten umstritten, ob Kreisel den Verkehr tatsächlich verflüssigen. «Kommt dazu, dass der geplante Kreisel auf den Verkehr von Horgen her überhaupt keinen Einfluss hat», sagt Peyer.
Entgegen kommt dem kreiselkritischen Peyer, dass sich der ursprünglich noch in diesem Jahr geplante Baubeginn des Kreisels verzögert. Vor März werden die Bagger nicht auffahren, weil sich laut Stadtingenieur Karl Bachmann die Landverhandlungen in die Länge ziehen.
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(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 23.12.2008, 20:27 Uhr
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9 Kommentare
Das Foto welches den Stau zeigen soll, beweist, dass es gar keinen Stau gibt. Zuwenig Parkplätze? Bringt doch mal ein Foto vom Hauptbahnhof Zürich, da gibts zu wenig Parkplätze...Dann bleibt man grad lieber im Auto und fährt durch als auf einen überteuerten SBB-Zug um zu steigen. Antworten



































